Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 343

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

47 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 339. See the scan on archive.org.

1Møller, A., hat eine Musikinstrumentenwerkstatt in Fredericia
2Møller, Max. — Amsterdam. Geb. 26. Aug. 1875 in Markneukirchen
3Nachdem er seine Lehrjahre bei H. Robert Nürnberger abgeschlossen hatte, arbeitete er bei H. Th. Heberlein und ging nach Beendigung seiner Militärdienstzeit zu Max Möckel nach St. Petersburg und von da zu van der Meer nach Amsterdam, wo er bis 1913 als Geschäftsführer tätig war. Hierauf machte er sich selbständig und arbeitet nach den alten italienischen Meistern, vornehmlich kopiert er Geigen, die ihm im Original zu Gebot stehen. Er verwendet ausschließlich einen selbstbereiteten Öllack und hat sich die Anerkennung weiter Kreise erworben. Auch als Bogenmacher wird er geschätzt.
4Geigenzettel: Max Möller. / Amsterdam: 1914. (von 1913—1919) und Max Möller / P. C. Hoofstraat 134 / Amsterdam (u. Monogr. 19 . .) (von 1920 an verwendet).
6Möller, Reinhard. — Bamberg. 19. Jahrh.
7Ein Tanzlehrer, der sich auch »Violinreparateur« nannte.
9Möller, Valentin. — Ziegenhain (Hessen-Kassel). 1834
10Ein Schreiner, der sich mit dem Ausflicken alter Musikinstrumente einen kleinen Nebenverdienst verschaffte und auch einzelne Gitarren gemacht haben soll. Seinem Reparaturzettel mit Jahreszahlen bis etwa 1840 begegnet man öfter.
12Mönnig, Adolf. — Budapest, Debreczen. 1860. † nach 1883 in Debreczen
13Er kam als Gehilfe aus dem Vogtlande zu J. M. Schunda und Brandl und wurde der Nachfolger des letzteren, dessen Witwe er heiratete. Er war nicht ungeschickt und arbeitete nach Stradivari, Guarneri d. G. und Maggini. Seine Geigen können den besseren vogtländischen gleich geachtet werden. Er verwendete einen braunen Lack auf gelbem Grund und machte allerlei fruchtlose Versuche, erfand einen Tonverbesserer, den er »Multiplikator« nannte, kam aber doch auf keinen grünen Zweig, so daß er, der früher schon sein Heil in Miskolcz, Losoncz und Klausenburg versucht hatte, anfangs der achtziger Jahre nach Debreczen übersiedelte, wo er bald darauf starb. Vorübergehend war auch sein Neffe Josef Mönnig in Budapest ansässig.
14Geigenzettel: Abb. 521.
16Mönnig. — Markneukirchen
17Geigenmacher aus dieser Familie sind:
19Mönnig, Ernst Richard. — Geb. 14. Mai 1850
20Tüchtiger Meister, der als Gehilfe bei Sitt in Prag und Bausch in Leipzig gearbeitet hat.
22Mönnig, Friedrich Wilhelm. — Geb. 19. Juni 1864
24Mönnig, Heinrich Adolf. Geb. 16. März 1853
25Mönnig, Oskar. — Geb. 8. Okt. 1876. Schüler von E. A. Kretzschmann
27Moermans, Hans (oder Jan). — Antwerpen
28Wurde 1570 als Clavecinmacher in die Gilde aufgenommen; lebte noch 1610, wo er als Baßsänger im Kirchenchor vorkommt.
30Moers, Jean Henri. — Paris. 1771
31Er war geschworener Meister der Pariser Lautenmacherzunft für 1771, doch sind Violinen von ihm bisher nicht bekannt geworden.
33Möst s. Mest
35Moftat. — 19. Jahrhundert
36Englischer Geigenmacher, Schüler von Kennedy.
38Mohr, Philipp. — Hamburg. — 1650
39Ein Violen- und Lautenmacher, der in Gerbers Lexikon (B. I, S. 958) als berühmt bezeichnet wird, den Sandys und Forster hervorheben, von dem Hart erzählt, daß er Violen und Gamben gemacht habe, über den aber in Hamburg nichts bekannt ist, der also sicher dort nicht Bürger geworden ist.
41Mohte, Jöran. — Engelholm. Geb. 23. Juli 1724, † 4. Mai 1773
42Ältester Sohn und seit etwa 1740 Schüler von Johannes Georg M. Er wurde 1748 Geselle und machte sich 1748 selbständig. Neben seiner Werkstatt betrieb er seit etwa 1758 auch eine Krugwirtschaft. Arbeiten von ihm sind bisher nicht bekannt geworden.
44Mohte, Johannes Georg. — Engelholm. Geb. um 1690, † 16. März 1765
45Da er in seiner ersten Zeit deutsche Zettel verwendete, später auch französische, darf man ihn wohl für einen aus dem Ausland nach Schweden eingewanderten Geigenmacher halten. Er war recht geschickt und scheint trotz seines abgelegenen Wohnortes gut zu tun gehabt zu haben, da er sowohl seinen Sohn als auch Jakob Helman, der später sein Schwiegersohn wurde, zu Geigenmachern erzog. Verheiratet war er mit Inger Pahlsdotter († 1752). Seine Arbeit erinnert stellenweise an die Joachim Tielkes in ihren reichen und geschmackvollen Beineinlagen. Am Wirbelkasten brachte er gerne Drachenköpfe an. Er scheint sich, vielleicht krankheitsshalber, vom Geschäft zurückgezogen zu haben, nachdem sein Sohn und sein Schwiegersohn sich selbständig gemacht hatten. Das Musikhistorische Museum in Stockholm bewahrt eine reichverzierte Viola da Gamba und ein etwas sorgloser ausgeführtes Violoncello von ihm aus dem Besitze der Lunde Universität. Ein anderes Violoncello von ihm besitzt Direktor Fritz Ahlberg in Stockholm.
46Geigenzettel: Johannes Georg Motte geigen / macher Engelholm Anno 1726 (geschrieben). — Johannes George Mohte / Engelholm Anno Christij 1751 (geschrieben). — Jean George Mohte / Engelholm Ao 1735 (geschrieben).

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