Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 379

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

42 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 375. See the scan on archive.org.

1darin zu großer Meisterschaft. Nachdem er von 1826 bis 1837 bei J. B. Vuillaume gearbeitet hatte, machte er sich in der Rue d’Angivilliers selbständig und bewohnte dieselben Räume, die der kurz vorher verstorbene François Lupot innehatte. Im Jahre 1847 ging er nach Mirecourt zurück, wo er auch starb. Seine Stangen können denen von Tourte als gleichwertig bezeichnet werden. Er verwandte nur manchmal seine Brandmarke.
3Peccatte, Charles. — Paris. Geb. 14. Okt. 1850 in Mirecourt
4Sohn von Fr. Peccate; er kam zu J. B. Vuillaume in die Lehre, wo er unter der Leitung von F. N. Voirin arbeitete, ging später zu Lenoble, ließ sich 1870 in Paris als Bogenmacher nieder und wohnt seit 1878 in der Rue de Valois Nr. 8. Er erhielt in Antwerpen 1885 und in Paris 1889 silberne Medaillen. Seine Bogen (von sehr schöner Ausführung) sind wie die seines Vaters mit »Peccatte« bezeichnet.
6Peccatte (»Peccatte jeune«), François. — Mirecourt, Paris. Geb. 1820 in Mirecourt, † 1. Nov. 1855 in Paris
7Jüngerer Bruder von Dom. P. und wie dieser ein vorzüglicher Bogenmacher. Von 1840—1850 arbeitete er selbständig in Mirecourt und ging dann nach Paris, wo er erst drei Jahre lang bei J. B. Vuillaume arbeitete und dann seine eigene Werkstatt in der Rue Laviandières Opportune eröffnete. Seine Bogen, die sehr schön sind, werden oft mit denen seines Bruders verwechselt, da sie auch nur den Namen »Peccatte« tragen, sie können jedoch durch die dickeren Buchstaben der Marke leicht unterschieden werden.
9Peccenini, Alessandro, gen. »del Leuto«. — Bologna. 1581. 1595
10Der Name kommt in verschiedener Schreibweise vor: Pecinini, auch »Piznin dal Liuto« usw. Er war ein tüchtiger Musiker, Sohn des Leonardo Maria P., der gleichfalls einen Namen als Musiker hatte. Er stand zeitweilig in Diensten des Herzogs von Ferrara, war Lehrmeister der Herzogin von Urbino usw. und soll verschiedene Instrumente, darunter die Pandora, erfunden haben. Als Lautenmacher stand er in hohem Ansehen, doch ist mir nicht bekannt, daß sich Arbeiten von ihm erhalten haben. Nach Fetiis unbeweisbarer Angabe soll er noch 1630 gelebt haben.
12Pedrazzi, Fra Pietro. — Bologna. 1784
13Ein Dominikanermönch, der einige Geigen gemacht hat.
15Pedrinelli, Antonio. — Crespano. Geb. 21. Juli 1781, † 1. Juni 1854 in Crespano
16Er war ursprünglich Tischler, und zwar Sargmacher, und ging erst später zur Geigenmacherei über, in der er es zu bemerkenswerter Meisterschaft brachte. Er studierte die alten Meister sehr eingehend und erwarb sich schätzenswerte Kenntnisse in der Lehre der Akustik, was seinen Arbeiten sehr zustatten kam. Er arbeitete nach Stradivari, Maggini u. a. und verstand sich trefflich auf die Wahl des Holzes. Zum Boden nahm er gerne das Buchenholz von alten Rudern, die er im Arsenal zu Venedig kaufte. Sein Lack ist beinahe orangefarbt. Er machte alle Arten von Geigen und verwendete verschiedene Zettel, auf denen sich meist in der oberen Ecke eine Nummer befindet, die bezeichnet, das wievielte Werk des angegebenen Jahres die jeweilige Geige war.
17Geigenzettel: No. 43 Antonio Pedrinelli / Fe in Crespano 1844 (gedruckt). — Antonio Pedrinelli / ad imitationem Stradivarii / fecit in Crespano Anno 1840 (gedruckt).
19Peerboom, Henderick. — Haag. † vor 1592
20Ein holländischer Geigen- und Lautenmacher, der mir durch das Inventar, das nach dem Tode seiner Frau aufgenommen wurde, bekannt ist. Nach diesem wurde vorgefunden: »Eine Zither, eine Geige, eine Gitarre, von ihm gemacht, ferner ein Teil einer Geige und eine angefangene, jedoch nicht vollendete Geige«. (Vgl. das Nederland. Familieblatt 1845.)
22Pehr, Andre. — Wien
23Identisch mit Andr. Bär (Beer) (s. diesen!). Es sei hier nachgetragen, daß er am 14. Januar 1681 das Wiener Bürgerrecht erlangte.
25Peleger, Martin. — Trebitsch. 1771. 1780
26Er wird in den Urkunden des Trebitscher Stadtarchivs als Geigen- und Lautenmacher erwähnt.
28Pelle, Christian. — Antwerpen. 1659
29Er wird nur als Clavecinmacher genannt.
31Pellecchio, Francesco. — Neapel. 19. Jahrh. Mandolinenmacher.
33Pellegrini. — Parma
34Besserer italienischer Bogenmacher des 19. Jahrhunderts.
36Pellegrino s. Micheli
37Pelliciari, Roberto. — S. Cesario sul Panaro. 1887
38Ein Geigenmacher ohne Eigenart und ohne bemerkenswerte Geschicklichkeit.
40Pellizon, Antonio I. — Görz. Geb. um 1759 in Gabria bei Savogna, † 27. Okt. 1850
41Ein tüchtiger Geigenmacher, dessen Violinen, Violoncelli und Bässe jetzt schon gesucht sind. Seine Arbeit geht auf die Amatischule zurück, hat aber manches, was sie eigenartig erscheinen läßt. Am auffälligsten sind seine Schnecken, bei denen die sog. Ohren unverhältnismäßig weit hervorstehten. Leider hatte er kein gutes Deckenholz, so zeigen fast alle seine Geigen nur breitjähriges, oft schwammiges Deckenholz, was die Schönheit des Tons wesentlich beeinträchtigt. J. Lülsdorff reparierte eine Violine von ihm aus dem Jahre 1819. Der gelbe Lack war noch heller als bei Joseph Gagliano, die F-Löcher standen etwas zu steil, im übrigen erinnerten die Umrisse an ein Stradivari-Modell.

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