Scan 383
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Petersson, Axel u. K. M. — Kellna-Kirchspiel (Schonen). 1908
2Zwei schwedische Bauernmusiker, Mitglieder des sog. Kellna-Trios, die auf ihren selbstgefertigten Holzschuh-Fiedeln viel Erfolg hatten. Den Körper ihrer Fiedeln bildet ein gewöhnlicher Holzschuh, die Schalllöcher der Decke erinnern an die Schlangenlinien der alten Violen. Hals und Schnecke sind von der üblichen Gestalt. Das Nordische Museum in Stockholm besitzt drei solcher Fiedeln, die von den Mitgliedern des Trios gemacht sind.
4Petherick, Horace. — Croydon. 1895
5Der bekannte Geigenkenner und Schriftsteller, Verfasser von Biographien Stradivaris und Guarneris usw. Er hat auch eine Anzahl Geigen nach einem eigenen Modell, das in der Mitte zwischen Gasparo da Salò und Maggini liegt, gemacht.
6Geigenzettel: Horace Petherick / Fecit / in Croydon 1891—3 (gedruckt).
8Petit. — Mirecourt
9Eine Geigenmacherfamilie, als deren Stammvater der Tischler, Geigen- und Instrumentenmacher René Petit, der in den Jahren 1730 und 1733 vorkommt, bezeichnet wird. Später kommen Dominique père und Dominique fils P. zwischen 1760—1780 vor und gleichzeitig ein Nicolas Petit.
11Petit, L. — St. Omer. 1856. 1870
12Ein Musiker, Violinlehrer an der Musikschule in St. Omer, der auch Geigen repariert hat.
14Petitgérard, Claude. — Mirecourt. 1753
15Nur von A. Jacquot erwähnt.
17Petitjean, L’ainé. — Paris
18Fleißiger Geigenmacher vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Seine Arbeiten tragen seinen Namen und Paris als Brandmarke. Eine Viola von ihm besitzt Alfr. Keil in Lissabon.
20Petitjean. — Paris?
21Guter französischer Gitarrenmacher, vielleicht der Sohn des vorigen. Eine mit Engelsköpfen bemalte Gitarre von ihm besitzt Baron de Léry.
23Petraschenitsch, ein russischer Geigenmacher, der in Simferopol lebte und 1881 in Moskau Violinen ausgestellt hat
25Petri, Anton. — Zsombolya. 1902
26Seines Zeichens ist er Friseur und Raseur und hat nach seinem eigenen Ausspruch »eine patentierte neuförmige Geige« erfunden, »die eine neue Ära auf dem Gebiete der Geigenbautechnik bedeutet«, und die »berufen sein wird, die bisherige Geigenform gänzlich in den Hintergrund zu stellen«. — Wir wollen es abwarten! — Seine Geige ist sehr hoch gewölbt, die )(-Ausschnitte fehlen, dagegen ist dort, wo das Kinn aufliegt, ein herzförmiger Einschnitt angebracht; die F-Löcher stehen umgekehrt, wodurch das Einstellen des Stimmstocks erleichtert werden soll.
28Petrobono, gen. Dal Chitarrino. — Ferrara. 1445. 1446
29Ein bei Valdrighi (2393) erwähnter Lautenmacher, dessen Familienname jedoch Guarino war, s. d.
31Petroni, Antonio. — Rom. 1867
32Als Geigenmacher nicht ungeschickt, aber ohne künstlerische Bedeutung.
34Pettersson, August. — Kungsöhr (Schweden). 1893
35Erfinder einer Vorrichtung zur Anbringung von Nebensaiten auf Streichinstrumenten.
37Pettre, Petter. — Lüttich. 1637
38Wurde 1637 als »feuser de violon« in die Gilde der Zimmerleute aufgenommen. In Lüttich wurden also die Lautenmacher nicht als Künstler wie in Antwerpen angesehen, wo sie bekanntlich zur Lukasgilde gehörten.
40Petz (Betz), Franz. — Vils. Geb. 2. Dez. 1702, † 21. April 1772 in Vils
41Sohn des Johannes B. und der Sabina Hartmann. Er heiratete am 17. April 1747 die Witwe Monika Schwarz. Außer diesen Daten, die Dr. Fr. Waldner ermittelte, ist über sein Leben nichts bekannt. Seine Geigen sind von guter Tiroler Arbeit, aber ohne besondere Vorzüge. Er schreibt seinen Namen meistens Betz.
42Geigenzettel: Franz Betz Lautten- und Geigenmacher. Fils im Tyrol (gedruckt).
44Petz, Jakob. — Vils. Geb. 22. Juli 1742, † 21. Jan. 1824
45Sohn des Johann Georg (Hansjörg) P. und der Ottilia Wörl, Neffe von Franz P. Er heiratete am 27. Januar 1772 die Witwe Anna Maria Gschwend. Er war einer der besten Meister aus Vils. Er folgte dem Amati-Modell, verwendete gutes Holz und arbeitete auch recht sauber nach Stainer und Klotz. Seine Violinen haben einen vollen, weichen Ton. Dr. Oswald Oellacher in Innsbruck besitzt eine sehr gute Violine von ihm aus dem Jahre 1796.
46Geigenzettel: Abb. 626.
48Petz, Jakob. — Wien. 1832
49Ob er mit Marianus Petz verwandt war, kann nicht festgestellt werden, seine Arbeiten sprechen sogar dagegen, denn sie haben vieles, was an eine Herkunft aus Schönbach denken läßt. Mindestens ist es wahrscheinlich, daß er seine Schnecken aus Schönbach bezogen und bei billigen Geigen auch seinen Zettel in Schönbacher Arbeiten geklebt hat. Bei solchen fehlen auch oft die Eckklötzchen. Seine besseren, immerhin noch mittelmäßigen Geigen zeigen das Wiener Modell und den damals beliebten dunklen Lack. Der Adler auf seinem Zettel mag irgendein Privilegium andeu-
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