Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 396

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

53 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 392. See the scan on archive.org.

1Pons, César. — Grenoble. 1750. 1808
2Tolbecque besaß von ihm eine sehr schöne »vielle organisée«. Eine Lyra-Gitarre von 1808 von ihm befindet sich in der Sammlung W. Galpin (Hatfield). Seine Geigen haben ein breites, hochgewölbtes Modell und sind von guter Arbeit.
3Geigenzettel: Abb. 589.
5Pons, Louis. — Grenoble. 1798. 1827
6Jüngerer Sohn von César P., den er aber nicht erreicht. Gutes leistete er eigentlich nur als Gitarrenmacher. Zu seinen Geigen soll er viele Mirecourter »Schachteln« verarbeitet und nebenbei auch Harfen und Klaviere gemacht haben. Eine violinförmige Taschengeige von ihm vom Jahre 1798 besitzt das Bachhaus in Eisenach. Auf dem Zettel bezeichnet er sich ausdrücklich als »fils cadet«. Eine sauber mit Bein und Perlmutter eingelegte Gitarre besaß Felix Herrmann.
7Geigenzettel: Fait par pons / fis (sic) cadé (sic) à / Grenoble 1798 (gedruckt) und Abb. 592.
9Pons. — Paris (?). 1788. 1800
10Wahrscheinlich der ältere Sohn von César P. Seine Geigen sind handwerksmäßig gemacht, dagegen war er als Gitarrenmacher bekannt und geschätzt. Seine Gitarren sind leicht daran zu erkennen, daß sie kürzer, aber breiter als die gewöhnlichen sind. Er verwendete eine Brandmarke: Pons / à Paris.
12Pontiggio, Vittorio. — Como. 1853
13Sein Name findet sich nur selten in Geigen, und nach diesen konnte er nur bescheidenen Ansprüchen genügen.
15Ponze s. Penzl
17Ponzi, Giulio. — Mailand. 1850
18Wenn auch kein großer Künstler, so doch immer ein Geigenmacher, der den alten Mailändern ehrlich nachstrebte.
20Popel s. Pöpel
22Popella
23Dieser Name kommt in Schuberts Lexikon als der eines älteren, hervorragenden Geigenmachers vor und wird in gleicher Weise auch in anderen Werken genannt. Weder Valdrighi und de Piccolellis noch Vidal, Hart u. a. kennen einen Meister dieses Namens. Man hat es, wenn überhaupt dem Namen etwas zugrunde liegt, vermutlich mit einem Mitglied der Familie Pöpel zu tun.
25Poppe, Reinhold. — Mainz. 1896
26Zettel in einer sauber gearbeiteten Geige: Reinhold Poppe / Mainz 1896 F E R (gedruckt).
27P
29Poppenberger, Johann. — Preßnitz i. B. 1851. 1893
30Machte hauptsächlich Gitarren und Harfen.
32Porgt, Ludwig. — Regensburg. 1525
33Er war Lautenmacher und »Lautenschlager« und gehörte zu den berühmteren deutschen Meistern seiner Zeit.
35Porion (Poiron), Charles. — Paris (?). 1707
36Wahrscheinlich ein Mirecourter, der richtig Poiron hieß. Nach Fétis war er Hoflautenmacher unter Ludwig XIV. Eine ihm zugeschriebene Pandore besitzt das Museum des Konservatoriums in Brüssel (Nr. 257).
38Porlon s. Borlon
40Porta s. Dalla Porta
42Portoghese, Francesco. — Rom. 1616
43Er stammte aus Sizilien und war in der via dei liutarei als Lautenmacher in Rom ansässig. Mehr ist vorläufig nicht über ihn bekannt.
45Posch (Bosch), Antony. — Wien. Geb. 1677, † 10. April 1742
46Seinem Namen nach dürfte er aus Vils stammen1). Nach Wien gekommen, heiratete er die Witwe des Math. Fux, wohnte im Kärntner Viertel und legte am 20. Juni 1707 den Bürgereid ab. Er war ein tüchtiger Meister, der in großem Ansehen stand, Hoflautenmacher wurde und als solcher auch in den österreichischen Hof- und Staatsschematismen von 1721—1739 aufgeführt erscheint. Seine Arbeit ist recht sauber, die Schnecke kunstvoll, nur arbeitete er Boden und Decke gegen die Ränder zu dünn aus, so daß heute bei fast allen seinen Instrumenten die Einlagen durchgebrochen sind. Der Ton ist gut, aber nicht besonders edel. Die Geigen seiner ersten Zeit erscheinen jetzt meistens ganz schwarz, da er sie vor dem Lackieren gebeizt hatte. Da aber das Deckenholz durch das Beizen leicht fleckig wird, lackierte er später die Decken ungebeizt, infolgedessen kommen viele Geigen von ihm vor, die eine lichte Decke haben, während alle übrigen Teile schwarzbraun nachgedunkelt sind. Es gibt aber auch Geigen von ihm, die er glücklicherweise gar nicht gebeizt hat, so besitzt die kaiserliche Hofkapelle in Wien fünf Violinen von ihm aus den Jahren 1723—1725, die einen schönen rötlichgelben Lack zeigen. Eine gute Viola von 1702 befindet sich im Stift St. Florian in Oberösterreich, eine Viola mit der Jahreszahl 1701 (1707?) und einen Kontrabaß von 1730 besitzt Fürst Lobkowitz auf Schloß Raudnitz, eine siebensaitige Viola da Gamba mit Mohrenkopf von 1736 das Museum der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. — Man kennt zweierlei Zettel von ihm, der ältere ist ohne den Adler, den er erst gebrauchte, seit er Hoflautenmacher war, die Schrift jedoch auf beiden Zetteln die gleiche.
47Geigenzettel: Abb. 617.
49Posch (Bosch), Anton Stephan. — Wien. Geb. 1701, † 3. Sept. 1749
50Sohn von Antony P., wohl auch dessen Schüler, wie er von 1746 an sein Nachfolger als Hoflautenmacher
521) Eine Apollonia Bosch heiratete in Vils im Jahre 1664 einen Georg Schonger.

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