Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 414

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

56 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 410. See the scan on archive.org.

1Reichel (Reichelt), Johann Georg I. — 1722
2Jüngster Sohn von Georg R., der am 2. Januar 1722 als Meister in die Zunft aufgenommen wurde. Es ist schwer, die Arbeiten der verschiedenen Joh. Gg. R. auseinanderzuhalten.
4Reichel, Johann (Hans) Georg II. — Geb. 1717, † 5. April 1744
5Vierter Sohn von Johann I R. Er wurde am 13. Nov. 1738 als Meister in die Zunft aufgenommen. Er war fleißig und geschickt. Die Chronik nennt ihn gelegentlich des Berichts, daß am 15. Juli 1750 sein vierjähriges Töchterchen in den Bach fiel und ertrank. Er erreichte ein Alter von 56 Jahren 6 Monaten und 23 Tagen.
7Reichel (Reichelt), Johann Georg III. — Geb. um 1720
8Ältester Sohn von Peter R. Er wurde am 4. Februar 1740 als Meister in die Zunft aufgenommen.
10Reichel, Johann Georg IV. — Geb. 1725, † 9. September 1787
11Sohn von Joh. Adam R. Wegen der Gleichnamigkeit sind seine Arbeiten von denen seiner Namensvettern schlecht zu unterscheiden; mit einiger Sicherheit können ihm nur solche aus den Jahren 1775—1787 zugeschrieben werden. Er wurde 62 Jahre 2 Monate weniger 7 Tage alt.
13Reichel (Reichelt), Johann (Hans) Georg V. — Geb. um 1740. 1762
14Sohn und Schüler von Johann Conrad I R. Er wurde am 2. Juni 1762 als Meister in die Zunft aufgenommen.
16Reichel, Johann Georg VI. — Geb. um 1750. 1771
17Sohn von Johann Adam I R. Er war Geigen- und Baßmachergeselle, als er sich im Jahre 1770 um Aufnahme in die Zunft bewarb. Nach Erfüllung der Vorschrift und Anfertigung einer eingegleiteten Baßgeige als Meisterstück wurde er am 22. Mai 1771 Meister. Von den Instrumenten, die seinen Namen tragen, können ihm nur die Bässe mit einiger Sicherheit zugeschrieben werden.
19Reichel, Johann Georg VII. — Geb. 27. Dez. 1768, † 1. März 1839. Sohn von Johann Gottfried I R.
21Reichel (Reichelt), Johann Gottfried I. — Geb. um 1735. 1770
22Er wurde am 22. Februar 1751 Meister und wird als Meisterssohn bezeichnet. Vielleicht der beste Geigenmacher aus seiner Familie. Er schrieb in seine Geigen, daß sie von »Jacob Stainer erfunden« seien, doch kannte er schwerlich eine Originalarbeit. Reichels Geigen können daher nur als sehr oberflächliche Stainernachahmungen gelten; sie haben einen mageren gelb- oder rotbraunen Lack, klingen aber meistens sehr gut.
23Geigenzettel: Johann Gottfried Reichel / erfunden von Jacob Stainer in Apsam (gedruckt).
25Reichel, Johann Gottfried II. — Geb. 5. Dez. 1759, † 30. Sept. 1819. Sohn von Johann Gottfried I R.
26Geigenzettel: Iohann Gottfried Reichel / Cremonien Hieronimi Fili / Antoni Nepos 1780 (gedruckt).
28Reichel, Johann Gottfried III. — Geb. 3. Febr. 1773, † ?
30Reichel, Johann Gottlob. — Geb. 30. Nov. 1753, † 23. Oktober 1831
31Sohn von Johann Georg II. — Er war einer der ersten im Vogtland, die sich ausschließlich auf das Bogenmachen verlegten.
33Reichel, Max Hugo. — Geb. 21. Juni 1876
34Sohn von August Anton R. Nach beendetem Militärzeit verheiratete er sich mit Sophie Martin und ist recht tüchtig in seinem Fache.
36Reichel, Peter. — 1713
37Als Sohn eines Meisters und Emigranten aus Graslitz wurde er am 16. Juni 1713 in Neukirchen von der Geigenmacherzunft als Meister aufgenommen, soll aber in der Fremde gestorben sein.
39Reichel, Wilhelm Ludwig. — Geb. 28. Juli 1859
41Reif. — Meiningen. † um 1890
42Ein Kammermusiker, der sich mit der Wiederherstellung alter Geigen beschäftigte und es darin im Laufe der Zeit zu einer gewissen Geschicklichkeit gebracht hatte.
44Reina, Giacomo. — 1708
45Der Name findet sich ohne Ortsangabe in einem italienischen Violoncello.
47Reinhart, Ulrich. — Salzburg. 1680
48Obwohl er nach seinem Zettel im Dienste des Salzburger Erzbischofs stand, ist es mir nicht gelungen, Näheres über ihn zu erfahren oder eine Arbeit von ihm nachzuweisen.
49Geigenzettel: Ulrich Reinhart Hof-Lauten- / u. Geigenmacher in Saltzburg / 1680 (gedruckt).
51Reinhold, Heinrich. — Kassel. Geb. 17. Dez. 1859 in Kassel
52Schüler von Josef Schonger. Am 1. Oktober 1877 machte er sich selbständig und befaßt sich jetzt hauptsächlich mit dem Handel und mit der Reparatur alter Streichinstrumente. Für zwei Streichquartette nach Stradivari und Guarneri erhielt er im Jahre 1905 in Kassel die silberne Medaille.
54Reinzer, Anton. — Prag. 1829
55Geigenzettel: Ant. Reinzer / in Prag Anno 1829 (gedruckt).

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