Scan 417
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
49 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 413. See the scan on archive.org.
1nur Taschengeigen von ihm. Eine davon hat sehr breite Einlagen, eine andere von 1682, im Besitz von Blondin in Choisy-le-Roy, hat silberne Rippen. Eine dritte mit einem Negerköpfchen am Wirbelkasten besitzt die staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin aus der Sammlung Snoeck (Nr. 427). Auch Generalkonsul J. Jahnon in Stockholm besitzt eine hübsche Taschengeige von ihm.
3Geigenzettel: Jacques Regnaut / à Paris 1666 (gedruckt). — Jacques Regnault / Paris 1684 (geschrieben).
5Renault, Nicolas. — Nancy, Paris? Ende des 16., Anfang des 17. Jahrhunderts
6Der Stammvater der Familie, angeblich Schüler von »Tywersus« in Nancy.
8Renault, Sébastien B. — Paris. 1765. 1804
9Er war Teilhaber der Firma »Renault et Chatelain«, hat aber auch allein gearbeitet. Seine Geigen sind nach einem hübschen Modell gut gearbeitet und haben gelben Lack. Häufiger als diese kommen Theorben, Zithern und Harfen von ihm vor. Beispiele dafür im Museum des Pariser Konservatoriums (Theorbe und interessante Zither), in W. Heyers Musikhist. Museum in Köln (hübsche Pedalharfe von 1802) und in Berlin (Pedalharfe).
11Geigenzettel: S.-B. Renault, Luthier / rue Sainte Avoy, vis-avis / celle de Braque au marais / Paris 1804 (gedr.).
13Rénault et Chatelain. — Paris. 1772. 1811
14Eine Firma, die fast 40 Jahre bestand. Teilhaber waren F. Chatelain und S. B. Renault. Sie machten außer guten Geigen auch Lauten, Zithern und Harfen usw. Eine sehr schöne Theorbe mit prachtvollem dunkelorange Lack von 1781 befindet sich in der Sammlung F. Wildhagen in Halensee bei Berlin. Bemerkenswert ist an diesem Instrument auch die glückliche Lösung des Halsproblems mit den beiden Wirbelkästen.
16Geigenzettel: A la renomé rue de Braque, au marais, / Renault et Chatelain, luthiers / font et vendent, louent achètent / et raccommodent toutes sortes / d'instruments de musique etc. / à Paris (gedruckt) und Abb. 663.
18Renisto. — Cremona
19In vielen Büchern wird ein Cremoneser namens »Renisto« aufgeführt; er wird als Schüler C. Bergonzis ausgegeben und in das Jahr 1738 gesetzt. Es ist leicht einzusehen, daß dieser »Renisto« aus dem mißverstandenen Wort »reuisto« (revisto, d. i. nachgesehen) entstanden ist, mit dem die italienischen Geigenmacher ihre Reparaturzettel zu beginnen pflegten.
21Rens. — Gent. 1860
22Verfertigte eine Violine aus Kupfer. (Sammlung C. C. Snoeck.)
24Renz, August Albin. — Geb. 31. Juli 1871 in Tetschen, arbeitet als Geigenmacher in Markneukirchen
26Resch, Ch. — Frankfurt a. M. 1880. 1881
27Er bezeichnete sich als Saiteninstrumentenfabrikant. Als Geigenmacher war er nicht bedeutend, doch hat er ganz gute Gitarren und Zithern gemacht und auch eine zusammenlegbare Zither erfunden.
29Resche, Peter
30Im Altonaer Museum befindet sich eine durch ein Rad anzustreichende Gitarre (»Guitarre en vielle«, vgl. Dict. raisonn. des sciences, Planches Vol. V. Lutherie p. V. Fig. IV). Das Instrument stammt aus der Gegend von Neumünster und hat die Inschrift: »Allen zu gefallen ist unmöglich. / Peter Resche.« / (Ohne Ort und Jahreszahl.)
32Resle, Andreas. — Füssen. 1720. † 2. April 1756
33Einer der besten Füssener Meister seiner Zeit. Er scheint auch bei G. Aman in Augsburg gearbeitet zu haben; wenigstens sagt Piegendorfer, daß seine Arbeiten denen Amans zum Verwechseln ähnlich sehen. Seine Geigen sind in allen Teilen meisterhaft durchgeführt; der Ton ist einschmeichelnd und der Lack von schöner, rotbrauner Farbe, nur manchmal sehr nachgedunkelt. Das Deckenholz ist immer sehr schön. Eine prachtvolle Geige von ihm befindet sich in der staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin (aus der Sammlung Snoeck), eine Viola d'amore von 1743 im Landesgewerbemuseum in Stuttgart (Nr. 9, 30). Eine gute Viola von ihm besitze ich selbst.
35Geigenzettel: Andreas Resle in / Fuessen me fecit 1727 (gedruckt). — Andreas Resle / fecit Fiessae / 1740 (gedruckt). — Andreas Reßle Lauten- und / Geigenmacher in Fiessen 1743 (gedruckt).
37Resle, Johann Baptist. — Füssen (?). 1793
38Vielleicht ein Sohn von Andreas, dessen Name ohne Ortsangabe sich in einer Viola vorfand.
40Résuche, Charles. — Lyon, Bordeaux. Geb. in Mirecourt 11. Dezember 1858
41Schüler von Didion und später von Gand & Bernardel. Im Jahre 1890 begründete er mit Justin Diter zusammen eine Werkstatt in Lyon in der Passage de l’Argue. Später wohnte er in der Rue de l’Hôtel de ville 69. Die beiden Genossen trennten sich nach 1897 wieder; Diter ging nach Marseille und Résuche nach Bordeaux, wo er 1899 F. Meynieus Firma übernahm. Er kommt in seiner Arbeit seinen Lehrern sehr nahe und wird von Kennern geschätzt. Er arbeitet hauptsächlich nach Stradivari, Guarneri und Amati und gebraucht einen hübschen Öllack.
43Geigenzettel: Abb. 648 und 649.
45Retfi, lebt als Geigenmacher in Chartres
47Retourna, Emile. — Mirecourt. Geb. zu Bequécourt 24. Oktober 1856
48Schüler von Victor Durand. Er trat bei der Firma Laberte ein und wurde da artistischer Direktor. Er konstruierte eine 7/8 Violine, die Beifall fand, und besitzt allerlei Auszeichnungen.
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.