Scan 43
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1Berati. — Imola (Prov. Bologna). 18. Jahrh.
2Vidal erwähnt ihn zwar, doch war in Imola selbst über einen Meister dieses Namens nicht das geringste zu erfahren; Arbeiten von ihm lassen sich ebensowenig nachweisen.
4Berera, Giov. Antonio. — Trient. 1771
5Einige mittelmäßige Geigen, die nicht viel Italienisches an sich haben, tragen diesen Namen.
7Beretta, Felice. — Como. 1760. 1789
8Er nennt sich einen Schüler von Giuseppe Guadagnini, dem er aber nicht viel Ehre macht. Ohne Sorgfalt in der Wahl des Holzes. Gelber Lack.
9Geigenzettel: Abb. 56.
11Berg, G. E. — Kopenhagen. † um 1900
12Dänischer Streichinstrumentenmacher, dessen Werkstatt auf den Geigenmacher Rosenvald überging. Er wohnte erst Reventlowsgade, dann Klosterstræde 10.
14Berg, Olof. — Königsberg. 1835. 1836
15Ein schwedisch-norwegischer Konsul, der allerlei neue Erfindungen, die er machte, an Geigen anbringen ließ. Er selbst machte nichts und ließ seine Ideen meist in Schönbach ausführen. Daß er mit seinen Erfindungen keinen Erfolg erzielte, sei nur nebenbei erwähnt.
17Bergbom, C. — ? 18. Jahrhundert
18Besserer schwedischer Geigenbauer, der nach Stainer arbeitete.
20Bergé. — Toulouse. 1760. 1771
21Ein Lautenmacher, der bisher nur durch die Inschrift seiner interessanten »vielles organisées« im Museum des Konservatoriums zu Paris bekannt geworden ist.
22Geigenzettel: Bergé, à Toulouse 1771 (gedruckt).
24Berger. — Gent. 1823
25Ein wenig bekannter Geigenmacher, von dem Snoeck eine Violine besaß.
27Berger, C. D. — Schwerin. 1835
28Mittelmäßiger Reparateur.
30Berger, Horst. — Hamburg. Geb. 14. Nov. 1893 in Kiel
31Sohn eines Kapitäns zur See, besuchte er das Gymnasium seiner Vaterstadt, kam dann nach Hamburg in die Kaufmannslehre, war eine Zeitlang in Südamerika tätig und wurde durch ein Konzert Vecseys veranlaßt, sich mit größtem Eifer auf das Violinspiel zu verlegen, worin er es durch angestrengten Fleiß zu anerkennenswerter Fertigkeit brachte. Durch seine Beziehungen zu Geigenmachern, namentlich zu dem trefflichen Aug. Diehl wurde er auch angeregt, sich mit dem Geigenbau zu beschäftigen und hatte auch hierin so viel Erfolg, daß er seinen Kaufmannsberuf mit seiner Vorliebe für die Geige verband und eine Geigenhandlung eröffnete. In der wenigen freien Zeit, die ihm übrig bleibt, baut und repariert er Geigen und verwendet einen guten Öllack eigener Zusammenstellung.
33Berger, Johannes. — Landshut. Geb. um 1655
34Seit der Auflösung der herzoglichen Hofhaltung auf der Trausnitz (1579) war es mit der Musik in Landshut schwach bestellt. Es kommen nur mehr die »Stadt-Singer« mit ihren religiösen Schau- und Singspielen und die »Stadt-Instrumentisten« vor, die letzteren bestanden aus drei Pfeifern und einem »Pusauner«. Infolge der Drangsale des 30jährigen Krieges und seiner Nachwehen hatten die Stadtväter weder Geld noch Herz für die Musik, selbst die Pfeifer verstummt und wurden aus den Stadtkammerrechnungen gestrichen1). Erst in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts scheinen sich die Musikverhältnisse wieder gebessert zu haben, denn nun ließen sich wieder Geigen- und Lautenmacher hier nieder, und unter diesen wird noch 1726 Berger, wohl der Lehrmeister Fischers, genannt. Im Landshuter Museum befindet sich ein Miniaturbildnis auf Pergament, den »Geigenmacher Joannes berger« darstellend; in der Sammlung des dortigen historischen Kreisvereins ist auch eine Nonnengeige mit dem Zettel J. B. Landsh. / a. D° 168 . . (gedruckt) zu finden, die wahrscheinlich von ihm herrührt.
36Berger, Lorenz. — Landshut. 1759. 1807
37Sohn (?) und Schüler des Johs. Berger, wurde 1759 als »Stadthauboi« aufgenommen und machte seitdem, wie der Landshuter Gewerbekataster von 1807 sagt: sämtliche Instrumente wie sein Vater. Sein Geschäft ging 1808 auf Franz Kriner über, der Bergers Witwe Gertraud heiratete.
39Berger, Max. — Markneukirchen. Geb. 1869 in Markneukirchen
40Schüler von H. Th. Heberlein jun. Nach einer neunjährigen Lehr- und Wanderzeit begründete er 1892 in seiner Vaterstadt sein eigenes Geschäft, in welchem Geigen nach den Modellen der alten Meister gebaut werden. Als Zettel wird der Name des Meisters, nach dessen Modell die Geigen gemacht sind, eingeklebt.
42Berger-Kapralik, Julius. — Lemberg. Geb. in Lemberg 1864
43Erlerte nach seiner Angabe in Rußland von 1879 bis 1883 die Geigenmacherei, machte sich 1886 in Lemberg selbständig und baute nach Amati, Stradivarius und Vuillaume. Im Lack ahmte er französische Vorbilder nach. 1894 stellte er mehrere Geigen hors concours aus; seitdem hat er den Neubau von Streichinstrumenten aufgegeben und sich ausschließlich auf den Instrumentenhandel verlegt.
45Bergette, Hannss s. Pergette
47Bergmann, Andreas. — Budapest. Geb. 1862 in Nagy Maros
48Schüler von Eduard Bartek, später langjähriger Gehilfe von Paul Pilát. Im Jahre 1898 begründete er seine eigene Werkstatt, die das Ladenschild »Zum Cremoneser« führt, und hat seitdem über 80 neue Geigen gebaut, darunter 30 nach Guarneri, 15 nach Stradivari
501) Vgl. A. Kalcher, Chronik der Landshuter Liedertafel (1891).
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- Berg, Olof
- Berger, Horst
- Berger, Johannes
- Berger, Lorenz
- Berger, Max
- Berger-Kapralik, Julius
- Bergmann, Andreas
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