Scan 439
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1bereits seine eigene Werkstatt und baute sowohl Violen, wie Violoncelli, Harfen und Zithern. Er war sehr fleißig und ließ im Jahre 1778 bereits seine 268. Viola abstempeln. Ein Violoncello von ihm vom Jahre 1776 besitzt Generalkonsul Claudius in Kopenhagen.
2Geigenzettel: Erik Sandberg / Stockholm 1776 (gedruckt).
4Sander. — Kaiserslautern. 1880
5Musiker gaben ihm das Zeugnis anerkennenswerter Geschicklichkeit.
7Sandherr, Adolf. — Laupheim i. Wtbg. Geb. 29. Mai 1846, † 8. März 1916
8Er trat mit 15 Jahren in die Lehre bei Jos. Anton Haff sen., bei dem er noch weitere fünf Jahre verblieb. Nachdem er bei L. Kriner in Stuttgart und Lud. Neuner in Berlin gearbeitet hatte, übernahm er im Jahre 1871 das Geschäft seines Vaters, in dem hauptsächlich Zithern gemacht wurden. Als Reparateur von Geigen hat er wegen seines Geschicks und seiner Sorgfalt das beste Andenken im ganzen württembergischen Oberland hinterlassen. Seine drei Söhne sind Geigenmacher geworden.
10Sandherr, Josef. — Dresden. Geb. 22. Nov. 1883 zu Laupheim i. Wttbg.
11Sohn und Schüler von Adolf S. Er vollendete seine Lehrzeit bei G. Fiorini in München, bei dem er fünf Jahre lang blieb. Er arbeitete dann bei Nöbe, kurze Zeit in Brüssel und dann bei Möckel in Berlin und in Dresden, wo er die Filiale leitete. Bei Ausbruch des Krieges wurde er zu den Fahnen gerufen. Im Jahre 1920 aus französischer Gefangenschaft zurückgekehrt, eröffnete er sein eigenes Geschäft in Dresden und beschäftigt sich vorzugsweise mit dem Neubau von Violinen nach den besten Modellen alter Meister. Schon während seiner Tätigkeit bei Möckel hatte er sich das Vertrauen der Dresdener Künstler erworben, das ihm auch treu blieb, seit er sich selbständig machte. Besonders geschätzt ist er auch als feinsinniger Reparateur.
13Sandherr, Karl. — Geb. 2. Januar 1900 in Laupheim
14Jüngster Sohn von Adolf S. Schüler von Otto Möckel, bei dem er in Dresden seine Lehrzeit begann und in Berlin vollendete. Nachdem er dann noch bei Pilar gearbeitet hatte, ging er nach Norwegen, wo er noch tätig ist.
16Sandherr, Markus. — Berlin. Geb. 26. April 1890 zu Laupheim i. Wttbg.
17Schüler seines Vaters Adolf S. Als Gehilfe arbeitete er dann bei Fiorini in München, Max Möckel, Pliverics (Hornsteiners Nachf.) in Berlin und erwarb am 1. Juli 1920 das angesehene Geschäft von K. Lüdemann, das er mit großem Erfolg fortführt. Er hat ein schönes Lager alter Meistergeigen und erfreut sich des besten Rufs als besonders begabter Wiederhersteller feiner Streichinstrumente.
19Sandner. — Schönbach b. E.
20Aus dieser Familie gingen a's Geigenmacher hervor:
22Sandner, Alexander. — 1840. 1860
23Obwohl er gelernter Geigenmacher war, beschränkte er sich doch darauf, Geigenhälse zu schneiden.
25Sandner, Andreas, arbeitet noch
26Sandner Anton, desgl.
28Sandner, Egid. — Geb. 1851 in Oberschönbach
29Schüler von A. Schäfer. Im Jahre 1875 errichtete er sein eigenes Geschäft, in dem hauptsächlich Stainer-Geigen nachgeahmt werden. Er verwendet sog. englischen Geigenlack. Da seine Geigen besonders für den Export bestimmt sind, tragen sie die Marke: Copy of / Jakobus Stainer / Made in Austria (gedruckt).
31Sandner, Ferdinand. — 1772. 1775
32Wahrscheinlich ein Sohn von Johann I S. Einer der besseren Schönbacher Meister seiner Zeit. Er wohnte Haus Nr. 165. Vermutlich sein Sohn war der 1826 als Meister genannte:
34Sandner, Georg
35Sandner, Ignaz, lebt noch
36Sandner, Johann I, wird 1742 erwähnt und war nicht ungeschickt
38Sandner, Johann II. — 1826. 1869
39Obwohl er handwerksmäßig arbeitete, nie aus seinem Heimatort hinausgekommen war und kaum je eine wirklich gute Geige gesehen hat, kann er doch wegen seiner Geschicklichkeit neben den Brüdern Lutz und Anton Fischer als einer der besten Schönbacher Meister seiner Zeit gelten. Auch hat er sich als tüchtiger Lehrmeister bewährt.
40Geigenzettel: Johann Sandner / in Schönbach 1843 (geschrieben).
42Sandner, Johann Georg. — 1774. 1826
43Er wohnte Haus Nr. 43 und galt als geschickter Geigenmacher.
45Sandner, Johann Mathias. 1740. 1745
46Bis jetzt der älteste bekannte Geigenmacher seiner Familie.
48Sandner, Josef, arbeitete in Absroth
49Sandner, Josef. — Geb. 1845
50Schüler seines Vaters Alexander S. Nach der Lehrzeit begab er sich auf die Wanderschaft und arbeitete in Österreich, Ungarn, Bosnien, in der Schweiz, in Tirol, Frankreich und in Deutschland, bis er sich 1870 selbständig machte. Er beschäftigt sich hauptsächlich mit der Herstellung von Bestandteilen (Hälsen und Schnecken) für Streichinstrumente und hat es darin zu anerkannter Meisterschaft gebracht. Er gilt als gewiefter Holzkenner und besitzt Medaille und Ehrendiplom der Wiener Weltausstellung von 1873.
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