Scan 444
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
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1und dann der erste Zithermacher im Schönbacher Bezirk wurde. Er galt auch als guter Lehrmeister. Ein anderer Anton Schäfer arbeitet in Steingrub b. E. als Geigenmacher.
3Schäfer, Anton. — Schönbach b. E. Geb. 1834
4Er besitzt viel Handgeschicklichkeit, hat aber fast zeitlebens für fremde Rechnung gearbeitet.
6Schäfer, Anton Josef. — Schönbach b. E. Geb. 1860 in Schönbach
7Sohn von Anton Sch.; Schüler von Jos. Schuster. Nach beendetem Lehr- und Wanderzeit machte er sich in seiner Vaterstadt selbständig und macht Violinen und Violoncelli »nach der Form« nach italienischen Modellen, die er auch im Lack nachahmt. Die Zettel klebt er »nach dem Modell« ein.
9Schäfer, Josef. — Schönbach b. E. 1826
10Seine Violinen wären nicht schlecht, wenn er ein beseres Modell gehabt hätte und weniger sorglos in der Wahl des Holzes gewesen wäre. — Ein Josef Karl Schäfer arbeitet noch jetzt in Schönbach.
12Schäfer, Michael. — Schönbach b. E. 1826
13Einer der geschicktesten Geigenmacher aus seiner Familie, von dem heute besonders gute Bratschen geschätzt werden.
15Schäffler, Joseph I. — Scharnitz. 1748. † 16. August 1758
16Er war (nach Dr. F. Waldners Ermittelungen) ein Sohn des Mathias Sch. und der Maria Gaugg, die mit ihm aus Mittenwald, wo er wohl auch geboren sein und gelernt haben wird, in die Scharnitz übersiedelten. Seine Frau hieß Theresia Doll. Er gehörte zur Klotzschule und es soll auch Geigen von ihm geben, die aus Mittenwald datiert sind. Sein Lack ist etwas dürftig und das Holz der Decke oft zu engjährig; er verwendete meist Lärchen- statt Fichtenholz.
17Geigenzettel: Josephus Schäffler in / der Scharnitz 1756. (gedruckt).
19Schäffler, Joseph II. — Scharnitz. Geb. 21. Mai 1759, † nach 1792
20Sohn des Josef I Sch. Von ihm sah ich eine Geige, die mehr an das Amati- als an das Klotzmodell erinnerte, mit folgendem Zettel:
21Geigenzettel: Joseph Schäffler Geigenmacher / in der Scharnitz bei Mittenwaldt / A. 1792 (gedruckt).
23Schäffner, Max. — Markneukirchen, Hamburg. Geb. 1870 in Markneukirchen
24Nachdem er bei seinem Stiefvater das Bogenmachen regelrecht erlernt hatte, ging er noch zu seinem Oheim C. Dreier nach Leipzig, um sich auch als Geigenmacher auszubilden. Als Gehilfe arbeitete er bei H. Philipp und Julius Heberlein und nach seiner Militärzeit bei R. Heberlein in Nürnberg. Im Jahre 1896 machte er sich in Markneukirchen selbständig und ging 1906 nach Hamburg, wo er jetzt als Geigen- und Bogenmacher seine Werkstatt hat und auch als Reparateur viel beschäftigt ist.
26Schaendl s. Schandl
28Schafroth, Bernhard. — Wien. 1801. 1809
29Er wohnte als Lauten- und Geigenmacher Stadt Nr.150 und legte am 17. Juli 1801 den Bürgereid ab. Geigen von ihm kommen selten vor; sie sind, ohne besonders gut zu sein, nicht schlecht in der Arbeit; nur ist der Lack zu spröde und jetzt oft stark abgesprungen.
31Schaller, Adalbert. — Prag. Geb. 20. April 1793 in Prag, † 12. August 1866
32Von seinem Leben ist nur bekannt, daß er als Sohn der Schuhmacherseheleute Johann und Magdalena Sch. in Prag Nr. 395/I geboren wurde und im Jahre 1817 Marie Simáček († 1855) heiratete. Er wechselte seine Wohnung ziemlich oft und wohnte vielleicht am längsten in der Neustadt, Štěpánská ulice Nr. 653, wo er nach 1828 zu finden war. Er scheint sich hauptsächlich mit dem Ausbessern alter Geigen beschäftigt und selten Zettel in seine neuen Geigen geklebt zu haben.
33Geigenzettel: Adalbert Schaller / Geigen und Guitar- macher / auf der Neustadt Stephans- / gaße N. C. 653 / in / Prag. (gedruckt).
35Schaller, Anton. — Schönbach b. E. Geb. 1849
36Sohn und Schüler von Josef II Sch., bei dem er im Geigenbau gründlich ausgebildet wurde. Als Gehilfe arbeitete er eine Zeitlang in Markneukirchen und begründete 1875 sein eigenes Geschäft. Er befaßt sich jetzt nur mit der Anfertigung von sog. Violin- und Violoncelloschachteln und -körpern und wird als tüchtiger Meister geschätzt.
38Schaller, Christian Traugott. — Markneukirchen. Geb. 9. Februar 1816 in Brunndöbra, † 14. Mai 1889
39Er war Geigenmachermeister, arbeitete meistens für die Handelshäuser seiner Heimat und verarbeitete die von anderen angefertigten Bestandteile. Einige wenige Geigen, die er zu seinem eigenen Vergnügen gemacht hat, beweisen gleichwohl seine Geschicklichkeit.
41Schaller, Friedrich Wilhelm I. — Markneukirchen. Geb. in Brunndöbra bei Klingenthal. 1835
42Er kam frühzeitig nach Markneukirchen und hat dort in einem arbeitsreichen Leben zahlreiche Geigen gemacht, freilich fast immer für fremde Rechnung, und arbeitet heute noch. Sein Sohn Friedrich Wilhelm II, geb. 7. November 1865, arbeitet gleichfalls als Geigenmacher.
44Schaller, Heinrich Reinhold. — Löbtau bei Dresden. Geb. 22. März 1859 in Markneukirchen
45Schüler seines Vaters Fr. Wilh. Sch. Ließ sich 1896 in Chemnitz nieder und verlegte 1898 seinen Wohn-
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