Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 456

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

28 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 452. See the scan on archive.org.

1Modell. In Guhrau war über einen Geigenmacher dieses Namens nichts zu erfragen.
2Geigenzettel: Daniel Scholtz / Guhrau Ano 1789 (geschrieben).
4Schonger, Carl. — Erfurt. 1776. 1820
5Ältester Sohn und Schüler seines Vaters Franz Sch., dessen Geschäftsnachfolger er in verhältnismäßig jungen Jahren wurde.
7Schonger, Franz. — Erfurt. 1750. 1776
8Schüler seines Vaters Georg S.; er hat jedoch im Gegensatz zu diesem nicht nach eigenem, sondern nach italienischen Modellen gearbeitet und war ein gesuchter Reparateur. Er liebte hohe Wölbung und breite Brust; da er die Decke etwas zu dünn machte, haben viele seiner Geigen einen schreienden Ton, sind im übrigen jedoch gut. Es gibt auch einige recht gute Violoncelli von ihm. Er verwendete braunen Lack. Von seinen drei Söhnen wurde nur der älteste Geigenmacher; von den beiden anderen starb der eine als Domherr zu Breslau, der andere als Polizeirat zu Erfurt.
9Geigenzettel: Franz Schonger / Lauden & Violinmach-/er in Erfurt Ano 1769 (geschrieben).
11Schonger, Georg. — Erfurt (?). Geb. um 1666, † um 1740
12Der Stammvater der Familie. Er ist jedenfalls in Vils geboren und wird dort auch gelernt haben. Auf der Wanderschaft dürfte er nach Italien gekommen sein, wo sein Name in damals üblicher Weise verwälscht wurde, so daß der Familientradition, er habe »Scongneri« geheißen, etwas Tatsächliches zugrunde liegen kann. In Vils ist die Familie Schonger heimisch gewesen; schon 1638 wurde dort ein Georg Schonger geboren, wie mir Dr. Waldner mitteilt, ferner 1654 ein Johann Georg Sch. Im Jahre 1666 wurde am 17. März ein Johann Georg (Eltern Martin und Maria Sch.) und am 5. Dezember desselben Jahres ein Georg Nikolaus Sch. geboren, dessen Eltern Georg Sch. und Apollonia Bosch seit 1664 vermählt waren. Dieser Georg Nikolaus ist vielleicht mit dem Stammvater der Erfurter Familie identisch. — Ob unter den älteren Mitgliedern der Familie Schonger in Vils schon Geigenmacher waren, kann ich noch nicht beweisen, halte es aber für sehr wahrscheinlich. Die Mütter J. U. Eberles und Georg Amans sowohl, als die Frau des Dom. Rief waren geborene Schonger.
14Schonger, Joseph. — Kassel. Geb. in Erfurt 1. Februar 1812, † in Kassel 15. Mai 1888
15Ursprünglich zum Priester bestimmt, gab er doch bald die gelehrten Studien auf und wurde Schüler seines Vaters Carl Sch. Nachdem er ausgelernt hatte, blieb er noch bis 1838 in Erfurt und kam im Mai des genannten Jahres besuchsweise nach Kassel, wo ihn Spohr veranlaßte seinen bleibenden Wohnsitz aufzuschlagen. Im Anfange seines Kasseler Aufenthaltes machte er noch viele Geigen, die denen seines Vaters ähnlich waren; da sich sein Ruf als Reparateur aber immer mehr ausbreitete, verlegte er sich schließlich ganz auf die Ausbesserung alter Instrumente und trieb bloß mit neuen Tiroler und Vogtländer Streichinstrumenten Handel. Er arbeitete bis an seine letzten Lebenstage fleißig und war von großer Begeisterung für seine Kunst erfüllt. Nur in seiner Anfangszeit klebte er Reparaturzettel in die von ihm wiederhergestellten Instrumente; später unterließ er es, da er für schlechte, nach ihm an den Instrumenten vorgenommene Reparaturen nicht seinen Namen hergeben mochte. Er erfand auch einen jetzt vielverbreiteten Kinnhalter.
17Schorn, Johann Joseph. — Salzburg. 1716. 1726
18Ein Sohn oder Bruder von Johann Paul Sch., der vielfach mit diesem verwechselt wird.
19Geigenzettel: Ioannes Iosephus Schorn / fecit Salisburgi, anno 1726 (gedruckt).
21Schorn, Johann Paul. — Innsbruck, Salzburg. 1680. 1716
22Er war Musiker und Lautenmacher, stammte wahrscheinlich aus Füssen, und war bis 1696 in Innsbruck ansässig. Er trat dann in die Dienste des Erzbischofs von Salzburg und wohnte in der Vorstadt Mülln bei Salzburg. Im Archiv der Landesregierung in Salzburg wird er zuletzt im Jahre 1713 erwähnt. Seine Arbeit ist der von Alban nahestehend, sein Modell ist hochgewölbt, hat schwungvolle Ecken, sein Lack ist sehr gut. Die staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin bewahrt von ihm eine sog. Brettlgeige, die als die Geige, auf der Mozart als Kind spielte, überliefert worden ist. Am Wirbelkasten befindet sich ein schön geschnitzter Löwenkopf. Eine kleine, wunderbar erhaltene Viola d’amore von 1701 mit 6 Spiel- und 6 Aliquotseiten, goldgelb lackiert und mit einem Engelskopf am Wirbelkasten ist in der Sammlung Fritz Wildhagens in Halensee bei Berlin. Eine schöne Violine von ihm aus dem Jahre 1692 besitzt die Stiftskirche in Laufen, eine vorzügliche Viola d’amore von 1716 und eine polnische Zither die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, eine Viola d’amore von 1700, eine Violine von 1703, eine von Schorn 1700 reparierte Violine und eine polnische Zither von 1700 das Kärntener Landesmuseum in Klagenfurt und eine Viola d’amore das städtische Museum Carolino-Augusteum in Salzburg. — Wenn J. Hart einen Jakob und einen Johann Schorn unterscheidet, so scheint ihm eine Verwechslung mit Jakob Schrot unterlaufen zu sein. Da Schorn die meisten Zettel schrieb, haben sie einen oft wechselnden Wortlaut. Die beiden Vornamen scheint er erst angewandt zu haben, seit auch Johann Joseph Schorn in Salzburg arbeitete. one of two readings
23Er war Musiker und Lautenmacher, stammte wahrscheinlich aus Füssen, und war bis 1696 in Innsbruck ansässig. Er trat dann in die Dienste des Erzbischofs von Salzburg und wohnte in der Vorstadt Mülln bei Salzburg. Im Archiv der Landesregierung in Salzburg wird er zuletzt im Jahre 1713 erwähnt. Seine Arbeit ist der von Alban nahestehend, sein Modell ist hochgewölbt, hat schwungvolle Ecken, sein Lack ist sehr gut. Die staatl. Sammlung alter Musikinstrumente in Berlin bewahrt von ihm eine sog. Brettlgeige, die als die Geige, auf der Mozart als Kind spielte, überliefert worden ist. Am Wirbelkasten befindet sich ein schön geschnitzter Löwenkopf. Eine kleine, wunderbar erhaltene Viola d’amore von 1701 mit 6 Spiel- und 6 Aliquotsaiten, goldgelb lackiert und mit einem Engelskopf am Wirbelkasten ist in der Sammlung Fritz Wildhagens in Halensee bei Berlin. Eine schöne Violine von ihm aus dem Jahre 1692 besitzt die Stiftskirche in Laufen, eine vorzügliche Viola d’amore von 1716 und eine polnische Zither die Gesellschaft der Musikfreunde in Wien, eine Viola d’amore von 1700, eine Violine von 1703, eine von Schorn 1700 reparierte Violine und eine polnische Zither von 1700 das Kärntener Landesmuseum in Klagenfurt und eine Viola d’amore das städtische Museum Carolino-Augusteum in Salzburg. — Wenn J. Hart einen Jakob und einen Johann Schorn unterscheidet, so scheint ihm eine Verwechslung mit Jakob Schrot unterlaufen zu sein. Da Schorn die meisten Zettel schrieb, haben sie einen oft wechselnden Wortlaut. Die beiden Vornamen scheint er erst angewandt zu haben, seit auch Johann Joseph Schorn in Salzburg arbeitete. one of two readings
24Geigenzettel: Johannes Schorn fecit in / Milln prope Salzburg 1689 (geschrieben). — Joannes Schorn Salisburgensis 1701 (geschrieben). — Joannes Schorn / Salisburgi 1700 (geschrieben). — Joannes Schorn / reparavit 1703 (geschrieben) und Abb. 672 und 744.
26Schorndorfer, Daniel. — Stuttgart. 1580. Begraben 4. April 1602
27Sohn eines gleichnamigen Vaters. Er war in der württembergischen Hofkapelle als Instrumentenmacher mit

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