Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 470

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

49 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 466. See the scan on archive.org.

1Nach vierjährigem Aufenthalte kehrte er 1906 nach Zürich zurück, wo er seine vielfachen Erfahrungen zum Vorteil der väterlichen Werkstatt verwendete, die er sehr gut zu vergrößern verstand. Er ist ebenso geschickt und begabt wie sein Vater und hat auch die seit vielen Jahren angelegte Sammlung alter Meistergeigen in wertvoller Weise zu bereichern gewußt.
3Siebenhüner, Martin. — Schönbach b. Eger. 1826
4Vielleicht Josef S.s Bruder. Auch seine Geigen sind denen von Bernhard S. ähnlich.
6Siebert, Fr. — Berlin. 1895
7Bis 1895 Inhaber der Firma Carl Grimm.
9Siefert, Christian Heinrich. — Eisenach, Leipzig. Geb. 23. Januar 1831 zu Eisenach, † 18. Juni 1889 in Leipzig
10Er war ursprünglich Besitzer eines Schneidergeschäfts und dabei als Dilettant ein ziemlich guter Geiger. Im Jahre 1861 kam er durch Zufall in den Besitz einer echten Stradivariageige, und seitdem begann er sich auch für das Geigenmachen zu interessieren; schließlich machte er mit den einfachsten Werkzeugen den Versuch, selbst Geigen herzustellen, was ihm bei seiner besonderen Veranlagung über alles Erwarten gelang. Tüchtige Musiker wurden auf ihn aufmerksam und ermunterten ihn, sich ganz dem Geigenmachen zu widmen, was er zuletzt auch tat. Er vervollkommnete sich in dieser Kunst immer mehr und erwarb sich bald einen Namen. Im Jahre 1875 siedelte er nach Leipzig über und brachte es durch fortgesetztes Studium dahin, daß er zu den geschicktesten deutschen Meistern seiner Zeit gerechnet werden kann. Er war Autodidakt, studierte aber unablässig die Werke Stradivaris und besonders die in seinem Besitze befindliche Geige, die er sich zum Vorbild genommen hatte. In der Arbeit war er ungemein gewissenhaft; das Holz wählte er so sorgfältig als nur möglich und bildete sich schließlich ein eigenes Modell (drei verschiedene Patrone). Übrigens fertigte er zu jeder Geige eine eigene Zeichnung an. Bratschen und Violoncelli hat er nur selten gemacht. Seine Violinen tragen einen handschriftlichen Zettel, und solche, an denen fremde Hände mitgearbeitet haben, sind ausdrücklich als »Schülergeigen« bezeichnet. Sein Lack ist schön und wirkt nur deshalb zu hell, weil er das Holz vorher zu beizen oder zu färben verschmähte. Der Ton ist edel, die Ansprache weich, und seine Violinen gehören zu denen, die versprechen, von Jahr zu Jahr besser zu werden. Daß er bei der Gewissenhaftigkeit, die ihn auszeichnete, auch ein trefflicher Wiederhersteller alter Geigen war, ist kaum besonders zu erwähnen.
12Siefert, Gustav. — Leipzig. Geb. 23. März 1856
13Sohn, Schüler und Nachfolger von C. Heinrich S. dessen Werkstatt er 1889 übernahm, nachdem er vorher schon seit 18 Jahren der Gehilfe seines Vaters gewesen war. Seine Arbeit kommt der seines Vaters gleich und ist in bezug auf Holz und Lack tadellos. Er besitzt viele Anerkennungen erster Meister und wohlverdiente Auszeichnungen. one of two readings
14Sohn, Schüler und Nachfolger von C. Heinrich S., dessen Werkstatt er 1889 übernahm, nachdem er vorher schon seit 18 Jahren der Gehilfe seines Vaters gewesen war. Seine Arbeit kommt der seines Vaters gleich und ist in bezug auf Holz und Lack tadellos. Er besitzt viele Anerkennungen erster Meister und wohlverdiente Auszeichnungen. one of two readings
16Siegert, Franz. — Schönbach b. E. 1826
17Unter den Meistern, die 1826 der Innung angehörten, findet sich auch dieser Name.
19Siemenroth, A. F. — Küstrin. 1870
20Ob die neuen Geigen mit seinem Zettel in allen Teilen von ihm selbst gemacht sind, will ich nicht entscheiden; dagegen scheint er im Ausbessern und Wiederherstellen Sorgfalt und Geschicklichkeit besessen zu haben.
21Geigenzettel: Aptirt und Reparirt / von / A. F. Siemenroth / in Cüstrin 1870 (gedruckt).
23Sienkievicz. — Reczyca. Anfang des 19. Jahrhunderts
24Seine Geigen sind nicht schlecht gearbeitet, kommen jedoch selten vor.
25Geigenzettel: Sienkievicz / in Reczyca. (geschrieben).
27Siercks, Martin. — Lübeck. 1712. 1714
28Ein Instrumenten- und Klaviermacher, der im Anfang des 18. Jahrhunderts in Lübeck mehrfach erwähnt wird.
30Sigismondo, Mastro. — Venedig. 1514
31Ein deutscher Lautenmacher, der jedenfalls mit Sigismund Maler (s. dort) identisch ist.
33Signorini, Serafino, arbeitete seit etwa 1875 in Florenz als Geigenmacher
35Sikora s. Sykora
36Siller vgl. Syller
37Siller, Johann. — ?
38Eine dunkel lackierte Violine trug einen schwer leserlichen Zettel; die Jahreszahl fehlte, und der Ort war nicht zu entziffern. Vielleicht gehört er derselben Familie wie Veit Syller an.
40Silliwanow. — Zarewokokschaisk (Gouv. Kasan, Rußland). 1900
41Russischer Streichinstrumentenmacher der Gegenwart.
43Silva s. auch Vieira
44Silva, João Maria da. — Lissabon. 1887. 1897
45Portugiesischer Gitarren- und Mandolinenmacher, der auf der Lissaboner Ausstellung 1888 den ersten Preis für das beste nationale Musikinstrument erhielt. Seine Gitarren zeichnen sich durch guten Ton, schöne Eingearbeit und öfters auch durch hübsch geschnitzte Köpfchen am Wirbelkasten aus.
47Silva, Julio Thomas da. — Porto. 1899
48Wie die meisten Instrumentenmacher der Gegenwart in Portugal macht auch dieser nur Gitarren und Mandolinen.

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