Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 472

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

42 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 468. See the scan on archive.org.

1Simon. — Brüssel. 1757. 1772
2Am bekanntesten durch seine an der Harfe angebrachten Verbesserungen.
4Simon. — Paris. 1801
5Wenig bekannter Reparateur. Vielleicht mit Claude Simon verwandt.
7Simon, Claude. — Paris. 1783. 1800
8Er war wahrscheinlich der Sohn der »Witwe Simon«, deren Geigen 1785 sich eines gewissen Rufes erfreuten. Er selbst wohnte Rue de Grenelle-Saint-Honoré und dürfte mit seiner Mutter aus Mirecourt nach Paris gekommen sein; seine Arbeit zeigt stets den Mirecourter Stil seiner Zeit.
10Simon, François. — Mirecourt. 1785
11Bis jetzt der älteste bekannte Geigenmacher seiner Familie.
13Simon, Franz. — Salzburg. Geb. 1757 in Mittenwald, † im Juni 1803 (1804?) in Salzburg
14Er dürfte zur Familie Simman gehören und erhielt 1791 das Bürgerrecht in Salzburg. Er war fürstbischöfl. Hof-Lauten- und Geigenmacher und verfertigte alle Arten von Geigen und Lauten. Seine Arbeit ist gut und steht der Klotzschule nahe. Er hat, wahrscheinlich als Tonversuche, auch Geigen gemacht, bei denen sowohl Decke als Boden aus Fichtenholz sind. Das städtische Museum Carolino-Augusteum in Salzburg besitzt sechs Instrumente von ihm. Er ist der einzige Geigenmacher, der in Benedikt Pillweins Salzburger Künstlerlexikon (1823) erwähnt wird, und zwar mit Ausdrücken höchsten Lobes. Pillwein schöpft dabei aus einem Manuskript des Historikers Hübner und gibt 1803 als Todesjahr an. Im Archiv der k. k. Landesregierung in Salzburg wird aber der Geigenmacher »Franz Simoni« noch 1804 erwähnt.
15Geigenzettel: Franz Simon. Hof- und bürgerl./Lauten- und Geigenmacher zu / Salzburg 1795 (gedruckt) und Abb. 734.
17Simon, Hermann. — Essen. Geb. um 1859
18Er ist städtischer Kirchhofgärtner und Totengräber und baut seit 1887 aus Liebhaberei Geigen. Zum Vorbild nahm er sich eine Magginigeige vom Jahre 1647, nimmt aber die Wölbung flacher. Sein Holz kauft er in Markneukirchen und hat es schließlich ohne Lehrmeister zu einer gewissen Geschicklichkeit gebracht.
20Simon (Siman), Ignaz. — Haidhausen (bei München). Geb. 15. Februar 1789 in Mittenwald, † 16. März 1866 in München
21Nach G. Kinskys Ermittlungen war er ursprünglich Ziegelarbeiter, der es durch unablässigen Fleiß und besondere Begabung dazu brachte, seiner Zeit der beste Münchener Zithermacher zu werden. Er stand bei Herzog Max in besonderer Gunst und hat diese auch verdient. Ich kenne nur Zithern von ihm, die älteste mit der Jahreszahl 1810, doch gibt es auch Zettel von ihm, auf denen er sich ausdrücklich als Geigenmacher bezeichnet. Ein solcher findet sich in einer 1844 gebauten Schlagzither im Kölner Musikhistorischen Museum (Nr. 450), das noch vier gleiche Instrumente von ihm aus den Jahren 1842—1851 besitzt. Eine bayerische Zither von ihm ist in der staatl. Sammlung in Berlin (Nr. 623), je eine gleiche im Museum zu Landsberg und bei C. Claudius in Kopenhagen. Seine Werkstatt übernahm sein Pflegesohn Johann Haslwanter, der dieser schon seit etwa 1851 vorstand.
22Geigenzettel: Ignatz Simon Zittermacher / in Haidhausen 1839 (gedruckt). — Repariert / Ignaz Siman / Saiten u. Instrumentenmacher / in Haidhausen / bei München 1850 (gedruckt).
24Simon, Johann. — Großwardein
25Von Dr. J. Geiger erwähnter Geigenmacher unserer Zeit.
27Simon, Johann. — Mittenwald. 1812
28Seine Geigen sehen etwas unbeholfen gemacht aus, sind aber nicht uninteressant. Sein Lack ist hellbraun.
30Simon, Johann Baptist. — Mittenwald. 1786
31Vielleicht ein Schüler eines Hornsteiner.
32Geigenzettel: Johann Babtist Simon in / Mittenwald ao 1786 (geschrieben).
34Simon, P. — Paris. Geb. 1808 in Mirecourt, † Paris Dezember 1882
35Sehr guter Bogenmacher, der 1838 nach Paris kam und hier ein Schüler von D. Peccatte wurde, dessen Geschäft er 1847 kaufte, nachdem er vorher jahrelang bei Vuillaume gearbeitet hatte und seit 1846 selbständig war. Von 1848—1851 arbeitete er mit Henry zusammen, seitdem aber immer allein. — Marke: Simon, Paris.
37Simon, René. — Auch (Dép. Gers). Geb. 1844 in Castera-Verduzan (Dép. Gers)
38Sein Vater war ein reisender Musikinstrumentenhändler und brachte ihn 1860 nach Mirecourt zu François Salzard in die Lehre, wo er auch mit Joseph Hel ein dauerndes Freundschaftsbündnis schloß. Er arbeitete dann nacheinander bei Lab. Humbert, Grandjon, Nicolas Vuillaume und August Darte, 1866 bei Guérin in Marseille und 1867 bei Gautrot in Paris. Im Jahre 1873 machte er sich in Auch selbständig; ursprünglich wollte er da nur vorübergehend arbeiten, schließlich blieb er aber dauernd da. Seit 1880 verwendet er einen trefflichen Öllack, den er selbst zubereitet. Seine Arbeit ist sehr schön; er pflegt die Überlieferungen der Vuillaume'schen Werkstatt, in der zehn Jahre lang gearbeitet hat, und besitzt mehrere Ausstellungsmedaillen.
40Simon, Thomas Stani. — Mittenwald. 1820. 1870
41Wahrscheinlich ein Verwandter von Franz S. und wie dieser wohl ein Abkömmling der Familie Simman. Er war Gitarrenmacher und verkaufte seine Arbeiten als Hausierer. Um seinen Konkurrenten sein Absatzgebiet nicht zu verraten, spielte er gewöhnlich abends im Gasthaus zur Post Karten, machte sich dann nach

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