Scan 514
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
50 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 510. See the scan on archive.org.
1wurden, selbst Waffen zu musikalischen Aufführungen. Die Werkzeuge kaufte er bei Ulrich Schniepp in München. Das Inventar der Stuttgarter Hofkapelle von 1589 weist eine Harfe von ihm auf.
3Theeuwes (Teeus), Jakob. — Antwerpen. 1558
4Urkundlich als Clavecin- und Lautenmacher nachweisbar. Arbeiten von ihm scheinen nicht erhalten zu sein.
6Theeuwes (Teeus), Lodewyck. — Antwerpen. 1558
7Wahrscheinlich ein jüngerer Bruder oder Sohn von Jacob Th.
9Thérèse, François. — Mirecourt. 1761
10Vielleicht der Großvater von Charles Th.
12Theress (Thérèse), Charles. — London. 1840. 1850
13Geboren in Mirecourt, kam er als Gehilfe zu seinem Landsmanne Maucotel nach London und machte sich später dort selbständig. Er wohnte King Street, Soho. In Aachen befindet sich von ihm eine große schöne Viola, die gut nach Amati kopiert ist. Sein Zettel beweist, daß er das Englische nicht tadellos schreiben konnte.
14Geigenzettel: Abb. 788.
16Thériot (Thierriot), Jean-Baptiste. — Paris, 1783
17Wahrscheinlich ein Sohn von Prud. Thierriot; s. d.
19Thibout, Aimé-Justin. — Caen. Geb. Februar 1808, † 1868 in Nizza
20Jüngerer Sohn des Jacques-Pierre Th. Seine Geigen sind meistens von gewöhnlicher Arbeit und haben dann wenig Wert. Er war der Lehrmeister von Victor Rambaux.
22Thibout, Albert. — Paris. Geb. 28. April 1839, † 25. Dezember 1865
23Sohn von Gabriel-Adolphe und Nachfolger seines Oheims Gabriel-Eugène als »luthier de l'Opera«. Sein frühzeitiger Tod verhinderte, daß er sich voll entwickelte. Seine Nachfolger waren die Brüder Gand.
25Thibout, Antoine. — Caen. 1790
26Von Armand Benet in seinen Notes sur les Artists Caennais du XVIIIème siècle (1899) erwähnt.
28Thibout, fils. — Caen. 1774
29Da er sich Thibout fils nannte liegt die Vermutung nahe, daß auch sein Vater Geigenmacher war, wofür aber ein Beweis fehlt. Er war kein besonders geschickter Meister, scheint sich mehr mit Flickarbeit als mit dem Neubau beschäftigt zu haben und war hauptsächlich Händler. Thibout fils ist das älteste nachweisbare Mitglied der Familie.
30Geigenzettel: Raccommodé par Thibout fils / Md luthier rue Saint-Jean à Caen / 1774 (gedruckt).
32Thibout, Gabriel-Adolphe. — Paris. Geb. 1804 in Paris, † daselbst 14. Juni 1858
33Sohn und Schüler von Jacques Pierre Th., dessen langjähriger Gehilfe er war, bis er 1838 die väterliche Werkstatt übernahm. Er benutzte hauptsächlich die Modelle seines Vaters, den er jedoch nicht erreichte, und verwendete rotbraunen Lack; den Boden machte er meist aus einem Stück.
35Thibout, Gabriel-Eugène. — Paris. Geb. 11. Juni 1825. 1861
36Sohn von Jacques-Pierre Th. und Schüler seines Bruders Gabriel-Adolphe, dessen Nachfolger er 1858 wurde, doch zog er sich schon im Jahre 1861 von dem Geschäfte zurück und siedelte nach Boulogne-sur-Mer über.
38Thibout, Hector. — Calais. Geb. 1856
39Sohn von Gabriel-Eugène Th. Er ist »Musikinstrumentenmacher«, ob er auch Geigen baut, konnte ich nicht erfragen.
41Thibout, Jacques-Pierre. — Paris. Geb. 16. September 1779 zu Caen, † 4. Dezember 1856 zu St. Mandé
42Wahrscheinlich ein Sohn von »Thibout fils«. Er kam 1796 nach Paris, wo er bei Koliker arbeitete. Er verheiratete sich 1800 und eröffnete 1807 in der Rue Montmartre Nr. 24 seine eigene Werkstatt, die er 1810 in die Rue Rameau Nr. 8 verlegte, wo er den Ladenschild »Au Roi David« führte. Er war der bedeutendste Geigenmacher seiner Familie und hatte sich bei Koliker zu einem sehr feinen Kenner entwickelt. Er bildete sich ein eigenes Modell; seine Arbeit ist ungemein sauber und schön, der Lack (Bernstein auf rötlichem Grund) vortrefflich und der Ton fast den Italienern gleich, so daß seine Violinen schon jetzt fast wie seine alten Vorbilder bezahlt werden. Auch als Stegsschitzer war er seinerzeit berühmt. Er besaß viele Medaillen und Auszeichnungen und war »luthier de l'Académie royale de musique«. Ein ganz vorzügliches Instrument von ihm besitzt das Museum des Pariser Konservatoriums (Nr. 45.)
43Geigenzettel: Au roi David / Thibout, / Luthier de l'Académie / Royale de Musique, Rue Rameau, / No. 8, à Paris (gedruckt) und Abb. 778, 789, 796.
45Thibout, Pierre-Louis. — Caen. 1768. 1790
46Ein geschickter Meister, über den sich einige Angaben in Benets »Notes sur les Artists Caennais du XVIIIème siècle« finden. Vielleicht der Vater von Jacques-Pierre Th.
48Thibouville. — Moulins-sur-Allier. 1800. 1825
49Man weiß von ihm nur, daß er der Lehrer und Vorgänger Nicolas Bigourats war.
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- Theeuwes, Jakob
- Theeuwes, Lodewyck
- Thérèse, François
- Thériot, Jean-Baptiste
- Thibout, Antoine
- Thibout, Hector
- Thibout, Pierre-Louis
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