Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 535

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

40 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 531. See the scan on archive.org.

1Vanderhaegen, A., lebte im 19. Jahrhundert in Gent
2Van der Heyden. — Brüssel (?). 1888
3Ein Belgier, der 1888 in Brüssel einen Fortschrittspreis für einen fünfsaitigen Kontrabass erhielt.
4Van der Linden, Jan. — Antwerpen. 18. Jahrhundert
5Eine Violine von ihm in deutschem Stil, mit langen, steilen F-Löchern besaß Cl. Snoeck.
6Geigenzettel: Ioannes Vanderlinden tot Antwerpen / 17 . . (gedruckt).
7Van der Linden, Lorenz. — Brüssel. 1618. 1621
8Hoflautenmacher; der Stammvater einer ganzen Musikerfamilie und jedenfalls der Vater des Lautenisten Lorenzino v. d. L., — wenn nicht dieser selbst.
9Vanderlist. — Paris. 1788. 1801
10Vermutlich besaß er eine Geige von Guadagninil, die er sowohl im Modell als im Lack nachzuahmen sich bemühte. Seine Arbeiten sind gute Durchschnittsware; am besten waren noch seine Harfen. Er besaß auch eine Brandmarke mit seinem Namen. Auf anderen Zetteln ist auch »Paris« angegeben.
11Geigenzettel: Abb. 806.
12Van der Meulen, Antonius Mattheus Conradus. — s’Hertogenbosch. Getauft 26. Nov. 1793 (in der kath. Kirche St. Jans St. Pieter in Hertogenbosch), † 10. Okt. 1872 in Drunen one of two readings
13Van der Meulen, Antonius Mattheus Conradus. — s’Hertogenbosch. Getauft 26. Nov. 1793 (in der kath. Kirche St. Jans St. Pieter in Hertogenbosch), †10. Okt. 1872 in Drunen one of two readings
14Sohn des Pieter Frans V. d. M. und der Cornelia Pauline Spykers; ein Nordbrabanter Geigenhändler, der sich auch als Instrumentenmacher bezeichnete, aber wahrscheinlich nur fremde Arbeiten mit seinem Zettel versehen hat, den er oft einfach über den Zettel des wirklichen Verfertigers klebte.
15Geigenzettel: Gerepareert door / A. M. C. van der Meulen. / s’Hertogenbosch 1858 (gedruckt). — A. M. C. van der Meulen / Muziek-Instrumentmaker / in de Kerkstraat, E 36 te ’s Bosch (gedruckt).
16Van der Slaghmeulen, Joh. Bapt. — Antwerpen. 1660. 1679
17Der Lukasgilde gehörte er nicht an; eine Geige von ihm führt das Selhofsche Verzeichnis (1759) auf. Ein Violoncello aus dem Jahre 1672 stellte Willmotte 1878 in Paris aus. Gute Arbeit, mattbrauner Lack, schöne, aber große F-Löcher, hübsche Einlage mit Goldverzierung, an die Brescianer Schule erinnernd. Wenn der folgende Zettel, den Grillet mitteilt, echt ist, dann müßte der Name allerdings Van der Staghmeulen gelesen werden.
18Geigenzettel: Abb. 809.
19Van der Syde (Zeyden) s. Syde
20Vandewiele. — Gent. 19. Jahrh.
21Wahrscheinlich ein Dilettant, der sich als Erfinder versuchte.
22Vandey, Gust. fils, begründete 1886 ein Geschäft in Cannes
23Vangelisti (Evangelisti), Pier Lorenzo. — Florenz. 1700. 1745
24Ein Geigenmacher dritten Ranges, von dem es jedoch einige recht gute Violinen und namentlich gute Bässe gibt. Er hatte kein ausgesprochenes Modell und arbeitete im Stile Gabriellis; nur seine im oberen Teile scharf gebogenen F-Löcher sind eigenartig. Eine Violine von ihm befindet sich in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln, eine andere besitzt Oskar Mez in Freiburg i. Br. Er gebrauchte verschiedene Zettel, was darauf schließen läßt, daß er fleißig gearbeitet hat. Es muß daher auffallen, daß seine Geigen jetzt ziemlich selten vorkommen. Sie sind entweder einem raschen Verfall ausgesetzt gewesen oder aber von Händlern mit berühmteren Namen versehen worden.
25Geigenzettel: Abb. 612.
26Vanhese. — Gent. 1820
27Seiner Arbeit nach hat er in Mirecourt gelernt oder Mirecourter Schachteln verwendet. Eine Violine von ihm besaß C. C. Snoeck.
28Vannucchi, Nicolo. — Florenz. 1703
29Sohn des Domenico V. Er war vorzugsweise Lautenmacher und scheint überhaupt keine Geigen gemacht zu haben.
30Va-ou-il-me-plait, François. — Mirecourt. 1789 one of two readings
31Va-ou-il-me-plait, François.—Mirecourt.1789 one of two readings
32Mit diesem etwas sonderbaren Namen findet sich in den Akten seines Heimatortes ein Bogenmacher verzeichnet.
33Varagnoli, Petruccio. — Venedig
34Italienischer Geigenmacher unserer Zeit.
35Varjú, Karl. — Budapest. 1888
36Ursprünglich Tischler, später Cymbalmacher wie sein Bruder Stefan V., begründete ein Musikinstrumentengeschäft und beschäftigte sich dann auch mit Bau und Reparatur von Geigen. 1888 verband er sich mit Stefan Horváth, der das Geschäft später allein fortsetzte.
37Varotti, Giovanni. — Bologna. 1786. 1815
38Er scheint aus der ländlichen Umgebung (aus Argile?) Bolognas zu stammen und aus keiner besseren Schule hervorgegangen zu sein. Seine älteren Geigen sind daher auch mehr eigenartig als schön in der Form, klingen aber nicht schlecht und erreichen deshalb gute Preise. Im Laufe der Zeit vervollkommnete er sich aber, und es gibt Geigen von ihm, die noch höher bewertet werden. Eine schöne, goldgelb lackierte Violine von großem weittragenden Ton von ihm besitzt Eman. Ed. Homolka. Die Schnecke und die doppelte Einlage erinnert an die Schule von Brescia, die F-Löcher sind dagegen nach Andreas Guarneri geschnitten. Eine prächtig klingende Violine von 1792 besitzt Studienrat Dr. Freund in Breslau.
39Geigenzettel: Abb. 814.

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