Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 555

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

51 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 551. See the scan on archive.org.

1Wanner, Michael. — Mittenwald. Um 1860
2Einer der wenigen Mittenwalder seiner Zeit, der nicht ausschließlich für die großen »Verleger« arbeitete.
3Geigenzettel: Michael Wanner / Geigenmacher / Mittenwald, Oberbayern (gedruckt).
5Wanssura, Alois. — Prag
6Ein geschickter Instrumentenmacher vom Anfang des 19. Jahrhunderts. Er scheint übrigens nur Lauten und Gitarren gemacht zu haben. Eine solid gebaute Gitarre von ihm besitzt E. E. Homolka.
8Ward. — Dublin
9Irischer Geigenmacher ohne besondere Eigenart.
11Warnecke, L. Georges. — Nancy. 1826. 1827
12Wahrscheinlich aus Deutschland stammend. Seine Geigen sind recht sauber gemacht. Er brachte seinen Brandstempel mit Monogramm zwischen den F-Löchern unter dem Steg an. Er erfand auch ein »Gitarrebasson« genanntes Instrument. Eine gute Violine von ihm besitzt Masson in Paris.
13Brandmarke siehe: Nr. 79.
15Warrik, A. — Leeds. 1889. 1906
16Nachdem er acht Jahre bei Chanot gearbeitet hatte, eröffnete er 1889 seine eigene Werkstatt, arbeitete nach einem Stradivariomodell und erhielt auf der Internationalen Ausstellung in Leeds 1895 eine goldene Medaille.
18Waser. — Zürich. Ende des 18., Anfang des 19. Jahrhunderts
19Wahrscheinlich ein Musiker, der aus Liebhaberei Geigenmacher wurde. Seine Geigen und Violoncelli sind zwar zu flach gewölbt, im übrigen jedoch nicht schlecht, von gutem Holz und sauber eingelegt.
21Wasner (Waßner), Joh. Benedict I. — Brünn. 1716
22Über seine Persönlichkeit war in Brünn nichts zu erfahren, doch kommen mehrfach Arbeiten von ihm vor, die entweder keine Jahreszahl tragen oder nicht über 1716 hinausgehen. Entweder ist er bald nach dieser Zeit gestorben oder von Brünn wegg gezogen und hat sich vielleicht in Passau niedergelassen. Seine Geigen haben manche Verwandtschaft mit Tiroler Arbeiten, sind hochgewölbt, aber derb lackiert, und haben nur kleinen Ton.
24Wasner, Johann Benedict II. — Passau. † vor 1759
25Er war Fürstlicher Hofmusikus und Geigenmacher und vielleicht ein Sohn des Brünner Meisters, wenn nicht identisch mit diesem, was ich für sehr wahrscheinlich halte. Seine Töchter »M. A.« und »C.« erbaten im Jahre 1759 das Recht, die Geigenmacherei ausüben zu dürfen (also wohl das väterliche Geschäft fortzusetzen).
261793 erbat eine derselben die Erlaubnis, das Geschäft verkaufen zu dürfen (Kgl. Kreisarchiv Landshut). Eine Viola d’amore von ihm befindet sich im Bayerischen Nationalmuseum in München.
28Wasserer, Franz Joseph. — Füssen. 1737.
29† 9. November 1764
30Er wird im Füssener Umlageregister für 1737 als Lautenmacher aufgeführt.
32Wasserer (Wässerer), Johann Joseph. — Füssen. 1737
33Vielleicht der Bruder von Franz Joseph W. Im Füssener Umlageregister für 1737 kommt er als Lautenmacher mit einem 15jährigen Sohne Christian vor.
35Wassermann, Joseph. — Znaim. 1785. 1814
36Ein tüchtiger und fleißiger Meister, dessen Arbeiten noch ziemlich häufig vorkommen und wegen ihrer guten Eigenschaften gern gekauft werden. Er scheint italienische Vorbilder gekannt zu haben und verwendete einen gelbbraunen oder orangebraunen Lack. Musikdirektor Fiby besitzt eine Viola von ihm von eleganter, großer Form und edlem Ton. W. war der Lehrer von M. Daum.
37Geigenzettel: Josephus Wassermann / Lauten- und Geigenmacher / in Znaym 1785 (geschrieben) und Abb. 830 und 835.
39Wasslberger (Wäßlsberger), Antonj. — Hallein 1719
40Vielleicht ein Bruder von Bernhard W. Im ganzen sind seine Arbeiten nicht besonders sorgfältig ausgeführt, hochgewölbt, aber doch oft originell, auch scheint er meist recht gutes Deckenholz verwendet zu haben. Bei Violen bevorzugte er große Formate, wobei es bemerkenswert ist, daß er in seinem Orte als einer der ersten das alte Violenmodell mit flachem Boden aufgegeben hat.
41Geigenzettel: Abb. 836.
43Wasslberger (Wasselsberger, Waßlberger), Bernhard. — Hallein. 1714
44Wenn er auch häufig die Einlagen fehlen ließ und minderwertige Hölzer verarbeitete, sind seine Geigen in der Regel doch recht gut. Sie sind hochgewölbt und braun lackiert.
46Waßlberger (Waßlperg), Christoph I. — Hallein. Geb. um 1688, † 20. November 1718
47Er wird als Geigenmacher in den Matrikeln geführt, da er aber nur ein Alter von 30 Jahren erreicht hat, dürften wenige seiner Arbeiten auf die Nachwelt gekommen sein.
49Waßlberger (Waslberger), Christoph II. — Hallein. Geb. um 1690, † 22. November 1724
50Er war Geigenmacher, erreichte aber auch nur ein Alter von 34 Jahren.

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