Scan 71
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
60 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 67. See the scan on archive.org.
1Calar, Giovanni. — Rom. 1624
2Ein in Rom ansässiger Lautenmacher, wahrscheinlich deutscher Abstammung.
4Calcagni (Calcanius), Bernardo. — Genua. 1710. 1750
5Ein geschickter Meister, der von verschiedenen Kenner der Schule Guarneris zugewiesen wird. Wenn er auch zeitweise das Guarneri-Modell nachahmte, so nähert er sich mehr und mehr dem flachen Modelle Stradivaris; nur um 1740, da er mit Pazarini verbunden war, scheint er das hochgewölbte Modell seines Genossen angenommen zu haben. Sein Holz ist schön und der Lack von rotgelber oder Goldorangefarbe. Ein Ferdinando Calcanius, den manche erwähnen, hat in Genua nicht gelebt1).
6Geigenzettel: Abb. 140.
8Caldeira. — Lissabon. 1896
9Sein Geschäftsteilhaber war Rosa. Beide sind die Nachfolger von Manoel Pereira gewesen und bauten hauptsächlich Gitarren und Mandolinen.
11Callsen, Bruno. — Zittau i. S. 1898
12Die Firma lautete bis 1898 B. Callsen & Schäfer. Er bezeichnet sein Geschäft als »Streichinstrumentenmacherei«.
14Calonardi, Marco. — Cremona. Mitte des 17. Jahrhunderts
15Sowohl de Piccolellis als Vidal teilen ohne Quellen nachweis nur den Namen mit. »Calonardi« ist jedenfalls mit »Carlomordi« identisch, doch wage ich nicht zu entscheiden, welche Form des Namens die richtige ist.
17Calori-Strémiti, Eugenio. — Modena. 1840
18Nur als Gitarrenmacher bekannt geworden.
20Calot. — Bern, Turin. 1820. 1830
21Er stammte aus Mirecourt, arbeitete in verschiedenen Städten als Gehilfe und ließ sich zuerst in Bern und später in Turin als Geigenmacher nieder. Valdrighi besitzt eine schöne Gitarre mit dem Zettel: Calot, rue de la rose rouge / porte N. 3. 1t étage, Turin (gedr.). — Eine von ihm ausgebesserte Viola besaß Comm. Cavalieri in Ferrara.
22Geigenzettel: Reparé par Calot / à Berne, 1. may 1820 (geschrieben).
24Calot (Callot). — Paris. Geb. 1810 in Mirecourt
25In seiner Vaterstadt ausgebildet, kam er als Gehilfe zu Clément nach Paris und verband sich 1830 mit Augière, mit dem zusammen er ein Geschäft in der Rue St. Eustache Nr. 12 eröffnete. Ihre Instrumente zeichnen sich durch saubere Arbeit, gelbroten Lack und guten Ton aus.
271) Ein Tiberio Calcagni war ein florentinischer Bildhauer, der um 1560 bei Michel Angelo arbeitete.
29Calow, William. — Nottingham. 1875. 1890
30Geigenmacher, Reparateur und Händler.
32Caltrassaure (?). — 1787
33Eine Geige mit diesem zweifelhaften Namen, hellbraun lackiert, besitzt G. Withers in London.
35Calvalorio. — Genf. 1725
36Zweifelhafter Name, der jedoch von Grillet noch angeführt wird; s. Cavaliro.
38Calvarola, Bartolommeo. — Torre Baldone (Bergamo) und Bologna. 1750. 1767
39Viele seiner Geigen sind von gewöhnlicher Arbeit, einige aber sorgfältiger gemacht und erinnern an die Schule der Ruggeri. Sein gelber Lack ist immer ziemlich gut; dagegen sind seine Schnecken ohne Schwung und bei aller Kleinheit plump in der Form.
40Geigenzettel: Bartolommeo Calvarola / fecit Bergame 176 . . (gedruckt). one of two readings
41Geigenzettel: Bartolommeo Calvarola / fecit Bergame 176 .. (gedruckt). one of two readings
43Calzavara, Santo. — Padua. 1764
44Sein Name ist mir nur in einer kleinen Mandoline der Sammlung Snoeck (Nr. 319) vorgekommen.
45Geigenzettel: Santo Calzavara fece / in Padova l’anno / 1764 (geschrieben).
47Camberini (?), Giambattista. — Florenz (?).
4818. (?) Jahrhundert
49Wahrscheinlich ein Mitglied der Familie Giamberini (s.d.), von dem G. Withers in London einen dreisaitigen Kontrabass besitzt. Das Holz daran und die Arbeit sind gut.
51Camilli, Camillo. — Mantua. 1714. 1760
52Er wird zwar gewöhnlich als Schüler Stradivaris bezeichnet, doch sind seine Geigen viel häufiger nach Guarneri gebaut, so daß es wahrscheinlicher ist, daß er bei einem Mitglied der Guarnerischule gelernt hat. Seine Instrumente kommen, wie nicht anders zu erwarten, jetzt immer mehr in Aufnahme. Schöner Ton, gutes Holz, hellroter oder bräunlichroter Lack, der an Landolfi erinnert, weite, kurze F-Löcher kennzeichnen seine Geigen. Er verwendet verschiedene Zettel: Eine Violine mit der Inschrift »Camillo de Camilli Fec. in Mantova 1734« besitzt das Brüsseler Streichquartett.
53Geigenzettel: Camillus de Camilli / Fecit in Mantova 1760 (gedruckt) und Abb. 116,
55Camillio, Davide. — Cremona. 1755
56Wenig bekannter Meister dritten Ranges, den de Piccolellis übrigens nicht erwähnt. Er ahmte Nic. Amati nach. Der Wohnort ist vielleicht fälschlich.
58Campetti, Lorenzo. — Lucca. 1833
59Einer der vielen italienischen Geigenmacher des 19. Jahrhunderts ohne Eigenart, deren Arbeiten nichts mehr von den Traditionen der klassischen Meister verraten.
Makers on this page
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.