Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 73

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

58 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 69. See the scan on archive.org.

1Saluzzo neben Orazio Roggiero sein Interesse zu, und dem Forschungseifer beider wird es gewiß noch gelingen, manche wertvolle Einzelheit aus dem Leben Cappas zutage zu fördern. Auch Comm. Turbiglio, der im »Popolo della Domenica« (vom 3. Sept. 1906) in einem Aufsatz auf Cappa hingewiesen hat, wird sich weiter mit ihm beschäftigen. Da das Wichtigste aber wäre, ihm seine Werke zurückzugeben und aus den noch erhaltenen, echten Geigen seine Eigenart einwandfrei festzustellen, so würde ich den freundlichen Lesern dieses Buches, die Instrumente von Cappa besitzen, sehr dankbar sein, wenn sie mir darüber eine kurze Mitteilung zugehen lassen wollten. Einer Klärung bedarf auch noch das Verwandtschaftsverhältnis Goffredo Cappas zu den übrigen Mitgliedern der Familie Cappa.
2Geigenzettel: Iofredus Cappa fecit / Salutiis anno 16 .. (gedruckt).
3Muster eines der häufig vorkommenden gefälschten Zettel: Abb. 98.
5Cappa, Gioacchino und Giuseppe. — Saluzzio, Turin. 1661. 1725
6Vielleicht Söhne Goffredos, — übrigens waren mehrere Nachkommen Goffredo Cappas Geigenmacher, diese waren aber durchaus unbedeutend, so daß man ihre Arbeiten schon deshalb leicht von den seinen unterscheiden kann. Auch ihre Zettel wurden gerne gefälscht und mit Jahreszahlen, die bis 1640 zurückgehen, versehen.
8Cappiello. — Neapel
9Mandolinenmacher.
11Caprari, Francesco. — Rolo. 1846
12Mittelmäßiger italienischer Geigenmacher aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
14Capsperger s. Kapsberger
16Car, Andrija. — Agram. 1903
17Kroatischer Lauten(Tamburitza-)macher der Gegenwart.
19Carabbà, C. V. — Catania. Ende des 19. Jahrhunderts
20Mandolinenfabrikant der Gegenwart.
22Caradotti, Luigi
23Italienischer Mandolinenmacher.
25Carboni, Gius., lebt als Saiteninstrumentenmacher in Pavia
27Carbonari. — Neapel
28Mandolinenmacher.
30Carcanius. — Cremona. 1500
31Vidal führt diesen Namen als den eines alten Geigenmachers an, von dem er einen gedruckten Pergamentzettel gefunden haben will. Mir ist der Name niemals vorgekommen; ich vermute sehr, daß man es hier, falls der Zettel überhaupt echt war, mit einem Calcanius zu tun hat; die Jahreszahl wird falsch gelesen sein.
33Carcassi, Antonio Felice. — Florenz. 1773
34Seine Zugehörigkeit zu den anderen Mitgliedern der Familie Carcassi steht nicht fest, wenn auch seine Arbeit manche Ähnlichkeiten aufweist.
35Geigenzettel: Antonio Felice Carcas / fece in Firenze 1773 (gedruckt).
37Carcassi, Francesco. — Florenz. 1735. 1758
38Vielleicht der Vater von Lorenzo und Tomaso, deren Geigen den seinen nahe stehen. Mittelgute Arbeit, gelbbrauner Lack.
40Carcassi, Giovanni. — Florenz (?). 1688. 1698
41Bekannt als Verfertiger von Spinettis und Klavizimbeln.
42Geigenzettel: Joannes Carcassi fecit / anno Domini MDCLXXXVIII (gedruckt).
44Carcassi, Lorenzo. — Florenz. 1737. 1757
45Der Zeit nach muß er Teilhaber der Firma Lorenzo e Tomaso C. gewesen sein, er arbeitete aber auch für sich allein und hatte bei der noch heute stehenden Kirche »dalla Madonna dei Ricci« einen Laden. Er wohnte im Borgo San Fridiano und dürfte wohl bis 1776 noch gelebt haben. Dem Anscheine nach hielt er sich 1755 vorübergehend in Turin auf, denn in einer Viola d’amore in der Sammlung Keil in Lissabon von ihm liest man: »fecit Taurini 1755«. Seine Geigen sind gut gearbeitet und haben leidlich hohe Wölbung und gelben Lack. Eine kleine Baßgeige in W. Heyers Musikhistorischem Museum in Köln trägt seinen Reparaturzettel, das gleiche Museum besitzt auch eine Hakenharfe von ihm (Nr. 392). In der Sammlung Th. Hämmerle in Wien ist eine kleine Viola von ihm. Die Doppelfirma Lorenzo e Tomaso C. ist mindestens seit 1745 nachweisbar. Eine gute Geige von 1764 und eine Viola d’amore von 1767 von beiden besitzt das Musikhistorische Museum in Köln. Eine gute Violine von ihm besitzt Zeichenlehrer Bogs in Bromberg, eine andere Albert Berr in Böhmisichbruck und eine dritte, mit schönem gelben Lack Dipl.-Ing. Rich. Renner in Tutzing. Später verlegten sich die Brüder mehr auf den Bau von Gitarren.
46Geigenzettel: Abb. 107, 122, 131.
48Carcassi, Salvatore. — Florenz. 1802
49Wahrscheinlich ein Sohn eines der Brüder Carcassi. Von ihm sind mir hauptsächlich Gitarren bekannt geworden. one of two readings
50Wahrscheinlich ein Sohn eines der Brüder Carcassi. Von ihm sind mir hauptsächlich Gitarren bekannt worden. one of two readings
52Carcassi, Tomaso. — Florenz. 1747. 1786
53Wahrscheinlich Teilhaber der Firma Lorenzo Tomaso C.; daß er auch allein gearbeitet hat, beweisen seine Zettel, die noch um 1786 vorkommen. Die Behauptung, daß er schon in den dreißiger Jahren gearbeitet hat, hat wenig Wahrscheinlichkeit für sich und beruht wohl auf einem Lesefehler.
54Geigenzettel: Abb. 121.
56Carcassi, Vincenzo. — Florenz. 1790
57Das am wenigsten bekannte Mitglied der Familie. Eine kleine (38 cm lange) Mandoline von ihm befand sich in der 1910 in Frankfurt a. M. versteigerten Sammlung Günther-Prestel.

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