Scan 75
Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922
58 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 71. See the scan on archive.org.
1Carré, Antoine. — Arras. 1750. 1790
2Besonders geschickt als Verfertiger der »vielle organisée«; einige wenige Geigen von ihm zeigen dagegen nur gewöhnliche Arbeit.
4Carrodus s. Haynes
6Carter, John. — London. 1780. 1790
7Da er für die Betts arbeitete, welche auch, wie erzählt wird, die Leichenkosten für ihn bezahlten, tragen viele seiner Instrumente die Zettel von diesen; die wenigen jedoch, in die er seinen Zettel klebte, sind gut.
8Geigenzettel: J. Carter. Violin-Tennor / & Bass Maker, Wych Street, Drury Lane / London 1787 (gedruckt).
10Cartheuser, Johann Christian. — Köln. 1790
11Nähert sich in seinen Geigen öfter dem Amatimodell und bevorzugt einen gelben Harzlack.
12Geigenzettel: Johann Christian Cartheuser / in Köln in der Mariengartengasse 1790 (gedr.)
14Cartwright, John William. — Yeadon b. Leeds.
15Geb. 21. Aug. 1836 in Assenby bei Thirsk (Yorkshire)
16Er kam als Sohn von armen Bauersleuten 1851 in eine Lokomotivfabrik nach Leeds, wo er 10 Jahre lang blieb. Er arbeitete dort unter Jos. Fox, der sich aus Liebhaberei mit dem Geigenbau beschäftigte und auch in Cartwright die Lust für diese Kunst erweckte. Dann arbeitete er drei Jahre lang in den Abendstunden bei H. Pickard und verlegte sich zunächst auf das Ausschmieren alter Geigen. Tüchtig vorgeschult, versuchte er auch neue zu bauen und hatte bald Erfolg damit. Sein Hauptaugenmerk verwendete er auf die Verbesserung der Viola, um ihr jene Stellung im Quartett zu verschaffen, die auch Ritter ihr zuweist. Seine Arbeit ist genau und sorgfältig und der Ton gesangreich. Er baut vorzugsweise die sogenannte Baratoneviola und Kontrabässe. Sein Fleiß ist bemerkenswert, schon 1898 konnte er in eine Geige die Nummer 1075 schreiben.
18Cary & Co., Alphonse. — London. Gegr. 1872
19Geigenmacher- und Händlerfirma der Gegenwart. 1886 erhielt Alph. Cary (der damals in Newbury wohnte) auf der Ausstellung in Liverpool eine silberne Medaille für Geigen und Zubehör.
21Casaltoli, Giuseppe. — Florenz. 1714
22Sohn des Pier Giovanni. Nur als Lautenmacher bekannt.
24Casasnovas (Casanovas), Francesco. — Palma (Balearen)
25Spanischer Lautenmacher vom Beginn des 19. Jahrhunderts, von dem mir eine gute Mandoline bekannt geworden ist. Die Brüder M. und B. Casanovas waren noch um 1888 in Palma als Gitarrenmacher ansässig.
26Geigenzettel: Fabco de Guitarras de / Fraco Casanovas, / Plaza de la Merced No 1 / Palma de Mallorca (gedruckt).
28Casella, Fratelli, leben als Saiteninstrumentenmacher in Catania (Sizilien)
30Caselli, Francesco. — ? 1740
31Bisher nicht bekannter Geigenmacher. Grillet führt nur seinen Zettel an.
32Geigenzettel: Fece Francesco / Caselli 1740 (geschr.).
34Casiglia, Casimiro. — Palermo. 19. Jahrh.
35Seine Geigen sind sauber nach guten Vorbildern gebaut und zeigen einen goldbraunen Lack.
37Casini, Serafino. — Campi Bisenzio bei Florenz. 1899
38Guter Mandolinenmacher, der durch seine Instrumenten mit dreifachen Saiten und allerlei andere Verbesserungen an der lombardischen Mandoline bekannt wurde. Auch seine Einlegearbeit ist geschmackvoll.
40Caspan (Caspani), Giovani Pietro. — Venedig. 1658. 1670
41Nach den Violinen zu urteilen, die diesen Namen tragen, wahrscheinlich ein Schüler der Brüder Amati, deren Arbeiten er nachahmte. Kleines Patron, gelber Lack.
43Crasrini, Gio. Batt. — Carrara. 1687 one of two readings
44Castrini, Gio. Batt. — Carrara. 1687 one of two readings
45Von ihm war eine Marmorgeige mit Intarsia auf der Wiener Musik- und Theaterausstellung zu sehen.
47Cassanelli (Casanelli), Giovanni. — Ciano (Modena). 1770. 1777
48Im allgemeinen kennt man nur Geigen von mittelmäßiger Arbeit von ihm. Gewöhnlich verwendete er braunen Lack.
50Cassineau s. Cousineau
52Cassini (Casini), Antonio. — Modena. Geb. um 1630, † um 1698
53Der bekannteste modenesische Geigenmacher seiner Zeit, ein vielbeschäftigter Meister, der auch in Diensten seines Herzogs stand. Bei der großen Masse seiner Geigen, Violoncelli und Bässe ist es nicht zu verwundern, daß er sehr handwerksmäßig arbeitete. Seine besseren Geigen gehen auf das Amatimodell zurück, weshalb ihn auch einige zu einem Amatischüler machen wollten. Die Arbeit ist gut, die Ebenholzeinlage sauber, F-Löcher und Schnecke von guter Form, der Lack kastanienbraun. Nach Valdrighi soll er zwar nach 1690 gestorben sein, doch kommen noch Geigen mit seinem Zettel und der Jahreszahl 1710 vor. Er verwendete verschiedene Zettel. Eine Viola von ihm aus dem Jahre 1667 besitzt Dr. Bornemann in Eisenach (Korpuslänge 41 cm).
54Geigenzettel: Antonius Cassinus / fecit Mutinae anno 1687 (gedruckt). — Abb. 148.
56Castagneri, Andrea. — Paris. 1730. 1750
57Sohn und Schüler von Gian Paolo C., den er allerdings übertrifft. Sein Modell gehört der Stradivarischule an, die Arbeit ist sorgfältig, der Lack gewöhnlich etwas
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