Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 94

Die Geigen und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1922

58 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 90. See the scan on archive.org.

11655 feststeht, während der Amatischüler zwölf Jahre jünger war, worauf Georg Kinsky in seinem Katalog des Musikhistorischen Museums von W. Heyer in Köln mit Recht hinweist. — Die ältesten Arbeiten des Geigenmachers Cristofori sollen die Jahreszahl 1700, die letzten 1720 tragen.
2Geigenzettel: Bartolommeo Cristofori Firenze 1715 (gedruckt).
4Cristofori, Francesco. — Chicago. 1879. 1882
5Ein Italiener, der mehrere Jahre lang als Geigenmacher in Amerika lebte, später aber wieder in seine Heimat zurückkehrte.
7Cristoni, Eusebio. — Modena. 1847. 1883
8Einige seiner Geigen sind recht sauber gearbeitet, wenn auch weder originell noch hervorragend.
10Cristophori, Joannes. — Vienne (?). 1746 (?)
11In einer Violine, die nicht sehr sorgfältig gearbeitet war und eine plumpe Schnecke und weite F-Löcher hatte, befand sich dieser Name auf einem schwer leserlichen Zettel.
13Croft, W. H. — 1822
14Englischer Geigenmacher aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
16Croft & Son. — Birmingham. 1871. 1880
17Eine englische Streichinstrumentenmacherfirma aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, die 1871 begründet wurde und vor 1898 erloschen sein muß.
19Crompton, Edward. — Manchester. 1886
20Erhielt 1886 in Edinburgh für seine Geigen eine bronzen Medaille.
22Crosby, G. R. — Dewsbury. 1900
23Englischer Geigenmacher der Gegenwart. Auch in Nottingham lebte ein Crosby als Geigenmacher. Ein George Crosby in London, der schon um 1790 vorkommt, war hauptsächlich Händler, weshalb die mit seinem Namen vorkommenden, meist nach Amati gebauten und mit dünnem, rotbraunem Lack versehenen Arbeiten schwerlich von ihm selbst herrühren dürften.
25Cross, Nathaniel. — London (Aldermanbury). 1700. 1751
26Einer der bekanntesten Vertreter der englischen Schule. Er hat das Stainermodell gut studiert und baute recht genau danach. Daß er aber selbst bei Stainer gelernt hat, wie man früher gerne behauptete, ist ausgeschlossen. Seine Geigen haben einen edlen, kräftigen Ton und sind gelb lackiert. Seit 1715 war er Gesellschafter von Barak Norman, doch ist seine Arbeit leicht von der Normans zu unterscheiden. Er bezeichnete seine Geigen im Innern in der Mitte des Bodens mit einem Kreuz (»Cross«) unter den Buchstaben N. C. Arbeiten von ihm findet man in verschiedenen Sammlungen. Eine Violine von 1731 besitzt J. T. Chapman.
27Geigenzettel: Nathaniel Cross, Maker / the George Jnn, Aldergate Street / London 1731 (geschrieben). Brandmarke Nr. 65.
29Cross, W. S. — Cleveland. 1900
30Amerikanischer Geigenmacher der Gegenwart.
32Crowther, John. — London. 1755. † um 1810
33Er arbeitete gewöhnlich für Händler, so auch für John Kennedy, weshalb sich sein Name nur selten in seinen Arbeiten, die übrigens recht gut sind, vorfindet.
34Geigenzettel: John Crowther / Haughton Street / Clare Market 1760 (gedruckt).
36Crugrossi (?), Vincenzo. — Florenz. 1767
37Bisher nur von Valdrighi (768) erwähnter Geigenmacher, dessen Name wahrscheinlich falsch gelesen ist.
39Cruz-Abrantes, José Gaetano da. — Villa Nova de Fakem. 1900
40Portugiesischer Mandolinen- und Gitarrenmacher der Gegenwart.
42Cruz-Múra, Antonio Joseph da. — Porto. 1867
43Er stellte 1867 in Paris eine Violine aus, die eine gute Schule und Geschmack verriet.
45Csutor, Alexander (Sándor) Nagybánya. — Budapest. Geb. 1840
46Ein von Dr. J. Geyer erwähnter Forstrechnungsrat, der aus Liebhaberei viele Geigen gemacht hat.
48Cuchet, Gaspard. — Grenoble. 1729
49Seine Geigen sind sauber gearbeitet, aber nicht sonderlich schön in der Form.
50Geigenzettel: Fait par Gaspard Cuchet à / Grenoble Mil sept cent 29 (gedruckt).
52Cumming, Andrew. — Portpatrick. Geb. 19. April 1848 in Kirkcolm, Wigtonshire
53Aus Liebhaberei begann er seit 1892 Geigen zu machen und hat seitdem über 100 Violinen gemacht. Die meisten haben keine Einlage und sind mit Kauriharz lackiert. Er klebt keine Zettel ein, sondern schreibt in seine Arbeiten: Handmade violin, home grown wood, by A. Cumming Nr. 49 (1897).
55Cunault, Georges. — Paris. Geb. in Paris 20. März 1856
56Von 1872—1873 Schüler von Séb. Vuillaume und von 1873—1880 von Miremont. Von 1880—1882 arbeitete er in seiner Wohnung für verschiedene Meister, so für E. Germain usw. und eröffnete 1882 seine eigene Werkstatt Faubourg Poissonnière 53, die er 1884 nach der Rue des Martyrs 29, 1889 nach der Rue Clauzel 6, 1893 nach der Rue de Navarin 21 und zuletzt in derselben Straße nach Nr. 19 verlegte. Er kopiert alle großen Meister und besitzt auch ein von ihm selbst entworfenes Modell, bei welchem er die größte Fülle und Gleichmäßigkeit des Tons zu erreichen sucht. Er legt eine anerkennenswerte Sorgfalt auf die Wahl des Holzes und verwendet Öllack. Seine Geigen sind recht gut und jedenfalls vielen mittelmäßigen oder verdorbenen, die nur den Vorzug des Alters haben, vorzuziehen.
57Geigenzettel: Abb. 101 und 133.

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