Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 10

Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864

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1für den Violinspieler vorzugsweise aber ist es ein Gebot der Nothwendigkeit, wenigstens die constructionellen Eigenthümlichkeiten seines Instrumentes sorgfältig zu studiren. Die Vernachlässigung dieses Studiums hat im Einzelnen, sie hat im Allgemeinen großen Schaden gebracht.
3Was von andern Musikinstrumenten gilt, daß nemlich ihre allmähliche vervollkommnung nicht ausschließlich der Täglichkeit ihrer Versertiger, sondern einer geüblichen Wechselwirkung zwischen Instrumentenbauern und musikalischen Künstlern zuzuschreiben sei, das gilt auch von der Violine. Die Mehrzahl der ausübenden Künstler hat aber eine lange Zeit hin sich um das Wesen des Violinbaues wenig bemüht und in dieser Hinsicht lieber die ungewöhnlichsten Dinge geglaubt, und anderseits haben sich die Instrumentenbauer in gebankenloser Nachahmung dieses oder jenes Meisters versucht, ohne auf feste Prinzipien zu füßen. Die Folge davon war, daß die Kunst des Violinbaues während eines Zeitraumes von hundert Jahren fast nur Rückschritte machte. Diese Thatsache mußte denn endlich, gegenüber den raschen Fortschritten in allen andern industriellen Zweigen, doch Aufsehen erregen, und nun wurden von Technikern und Gelehrten alle Mittel, die Scharfsinn und Wissenschaft an die Hand geben, versucht, um die Geigenfabrikation neu zu beleben und zu heben. Sowohl die Ursachen des Verfalles der alten „Lautenmacherkunst“, als auch die Resultate, welche die verschiedenen Versuche zu ihrer Wiedererweckung ergaben, sind in den nachfolgenden Blättern dargestellt, und

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