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Scan 196
Die Violine, ihre Geschichte und ihr Bau, 1864
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1bereits viel abgeblatteter, als bei ihrer ältesten Einrichtung.
3In der dritten Entwicklungsphase nimmt der Bogen eine nur wenig gekrümmte Gestalt an; der Kopf ist schon deutlich entwickelt, der Frosch aber ist nicht mehr mit der Stange aus einem Stücke geschnitten, sondern bildet bereits einen abgesonderten Bestandtheil, welcher an die Stange mittelst eines Drahtes befestigt ist; auf dem Rücken der Stange befindet sich ein ausgezahntes Stück Metall, auf welchem dieser Draht hinein und hergeschoben wird, wodurch sich die Spannung der Haare bis zu einem gewissen Grade beliebig reguliren läßt. Solche Bogen benützten Corelli (1653—1713) und Vivaldi (il Prete rosso † 1743). Diese beiden Meister, deren Blätte gegen das Ende des 17. und in den Anfang des 18. Jahrhunderts fällt, hatten die Rothwendigkeit einer biegsamen Stange noch nicht erkannt, weil sie dem Geschmacke der Zeit gemäß ihr Spiel nicht durch jene mannigfaltigen Nuancen colorirten, die das spätere Spiel auszeichnet und die ohne gewisse Eigenschaften des Bogens nicht auszuführen sind. Sie kannten nur eine Art, um eine allgemein verstandene Wirkung hervorzubringen, die darin bestand, einen Satz piano zu widerholen, nachdem man ihn forte vorge- tragen hatte.
5In der vierten und letzten Periode findet sich der Draht mit dem gezähnten Eisen durch eine in der Stange am unteren Ende angebrachte Schraube ersezt, deren Mutter an dem Frosche befestigt ist, so daß die Regulierung der Spannung bereits in vollkommener Weise
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