Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 80

Die Violine im XVII. Jahrhundert und die Anfänge der Instrumentalcomposition, 1874

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1strissimo Signore, il Signore Marchese Stefano Alli' Macharani Cavagliere di S. Stefano da Felice Torelli. — In Bologna 1709, per Marino Silvani."
3Der hier genannte Felice Torelli, seines Berufes Maler, war der Bruder des Tonsetzers, wie aus folgenden Worten der Vorrede hervorgeht: „presento quest' opera, parto del talento del già mio fratello, che sia in cielo, et adempio quegli ufici che egli haverebbe eseguiti (se fosse rimasto in vita) con V. S. Illustrissima." Er veröffentlichte das Werk ein Jahr nach dem Tode des Meisters.
5Dasselbe enthält 12 Conzerte. Die ersten sechs sind für zwei Soloviolinen (con due Violini che concertano soli), die übrigen sechs dagegen für eine Solovioline (con un Violino che concerta solo) mit Begleitung von zwei Ripien-violinen (Violini di rinforzo), Alto-Viola, Violone o Arcileuto und Organo gesetzt.
7Wir theilen in den Musikbeilagen unter N. XXXVI eines der Conzerte für zwei Solo-Violinen mit. Die Orgelstimme ist in demselben nicht besonders notirt, weil sie mit dem Instrumentalbass übereinstimmt. In dem dreisätzigen, auf die Sonatenform basirten Tonstücke, heben sich die concertirenden Violinen, theils in gemeinsamer, theils in gesonderter Thätigkeit, scharf hervor. Ihre Behandlung streift, insofern es die Figuration und die im zweiten Satze angewendeten Arpeggio's betrifft, ganz unverkennbar schon an das virtuose Element. In diesem Betracht offenbart Torelli einen neuen Standpunkt. Derselbe ist mehr noch, wie in dem mitgetheilten Conzert für zwei Violinen, in den Conzerten für eine Sologeige fühlbar, da hier der schroffe, allerdings beabsichtigte Gegensatz zwischen der obligaten Stimme und den übrigen Instrumenten ganz unverhüllt hervortritt. In dieser letzteren Beziehung darf Torelli als Vorläufer Vivaldi's und Tartini's, soweit es das Violinconcert betrifft, bezeichnet werden.
9Die schöpferische Thätigkeit Torelli's war vorzugsweise der Kirche gewidmet. Ausser den „Concerti grossi" veröffentlichte er 1686 „Sonate à trè stromenti (Violino I und II und Violoncello) con il Basso continuo, opera prima, Bologna per

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