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Scan 124
Die Violine und ihre Meister, 1893
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1Besseres leistete, zumal in formeller Hinsicht, Giuseppe Matteo Alberti¹), geb. 1685 zu Bologna (gest. 17..), dessen Amt und Würden aus dem Titel seines ersten, 1713 in genannter Stadt veröffentlichten Werkes zu ersehen sind: „X Concerti per Chiesa, e per Camera, ad Uso dell’Academia eretta nella Sala del Sig. Co. Orazio Leonardo Bargellini, Nobile Patrizio Bolognese, composti e dedicati al suddetto Signore da G. M. Alberti, Musico Sonatore di Violino nella Perinsigne Collegiata di S. Petronio di Bologna, et Accademico Filarmonico.“ Der Autor erinnert in diesen Kompositionen, von denen 5 Kirchenkonzerte und 5 sogenannte Symphonien (d. h. Konzerte ohne obligate Violine) sind, an Corelli’s Satzweise. Der Titel seines dritten Werkes in englischer Ausgabe ist: „Solos for a Violin with a Thorough-Bass for the Harpsicord or Bass Violin, composed by G. M. Alberti. Opera terza.“ Alberti war Schüler eines gewissen Manzolini. Nach Burney wurden die Instrumentalstücke Alberti’s zu ihrer Zeit häufig in den Konzerten von Provinzialstädten aufgeführt.
3Ein anderer wenig älterer Bolognesischer Violinspieler von Auszeichnung war Francesco Manfredini (geb. 1673, gest. 17..). Er ließ 1704 „Concertini per Camera a Violino e Violoncello“ als op. 1 drucken, denen noch „Sinfonie da chiesa“ und „Concerti a due Violini etc.“ als op. 2 und 3 folgten. 1704 wurde er zum Mitglied der Philharmonischen Gesellschaft seiner Vaterstadt ernannt.
5Ein gerühmter Violinvirtuose war Giovanni Madonis, geb. zu Venedig in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhundert. 1726 kam er in Gesellschaft von italienischen Opernsängern als deren Dirigent nach Breslau. Anfangs 1729 ließ er sich zu Paris im Concert spirituel hören, was ihm eine Anstellung bei den „Violons ordinaires de la musique du roi“ eintrug. Aber schon 1731 folgte er einem Ruf nach Petersburg, wo er lange Zeit hindurch in hoher Schätzung stand.
7¹) Es gibt noch einen Violinspieler Alberti aus derselben Zeit mit dem Vornamen Pietro. Er war in Diensten des Prinzen von Tarignan und veröffentlichte 1700 „Sonate à tre“ in Amsterdam.
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