Books › Die violine und ihre meister, 1904 › scan 169
Scan 169
Die violine und ihre meister, 1904
10 lines. Read by computer on 3 September 2026. No printed page number was found. See the scan on archive.org.
1dem zweiten, mit dem dritten und selbst mit dem vierten Finger, mit welchem Sie besondere Übungen werden vornehmen müssen, weil er der kleinste unter seinen Brüdern ist.
3Weiter gebe ich Ihnen jetzt nichts auf; aber dies ist schon viel, und von großem Nutzen, wie Sie sich davon leicht überzeugen werden. Schreiben Sie mir, ob Sie alles, was ich Ihnen hier vortrage, wohl begriffen haben. Ich bin usw."
5Es ist zu bedauern, daß Tartini seiner vorstehend mitgeteilten brieflichen Lektion keine weitere Folge gegeben hat. Zwar existiert noch eine selten gewordene didaktische Arbeit von ihm, doch nur die Kenntnis derselben könnte Auffschluß darüber geben, inwieweit sie pädagogischen Wert hat. Es ist nach Fétis ein „Trattato delle appoggiature si ascendenti che discendenti per il violino, come pure il trillo, tremolo, mordente, ed altro, con dichiarazione delle cadenze naturali e composte“. Das Originalmanuskript ist nie im Druck erschienen. Dagegen veranstaltete Tartinis Schüler Lahoussaye eine französische Übersetzung des Werkes, welche 1782 in Paris (bei Pietro Denis) unter folgendem Titel erschien: „Traité des agréments de la musique, contenant l’origine de la petite note, sa valeur, la manière de la placer, toutes les différentes espèces de cadences etc.“ —
7Unter Tartinis zahlreichen Schülern sind die namhaftesten: Bini, Nardini, Manfredi, Ferrari, Meneghini, Joh. Gottl. Graun, Pagin und Lahoussaye. Auch Pugnani, der ein Schüler von Somis war, genoss eine Zeitlang Tartinis Unterweisung.
9Bini, mit Vornamen Pasqualini, geb. gegen 1720 zu Pesaro (gest. 17 . .), wurde von seinem Meister als besonders wohlgeratener Schüler gepriesen. Burney berichtet, daß, als ein Engländer Wiseman Tartini um Stunden bat, dieser ihn an Bini mit den Worten wies: „Io lo mando ad un mio scolare che suona più di me, e me ne glorio per essere un angelo di costume e religione.“ Nachdem Bini einen drei- bis vierjährigen Lehrkursus in Padua absolviert hatte, wurde er vom Kardinal Olivieri nach Rom berufen, wo er alle Musikkreise durch die Kühnheit und Vollendung
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.