Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 98

Die violine und ihre meister, 1904

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1für Streichquartett und Orgel, welche 1698 als Op. 6 ediert wurde. Diese Arbeiten waren, wie die Beteiligung der Orgel ergibt, für die Kirche bestimmt.
3Torelli hat auch Kammersonaten für Violine geschrieben. Dieselben entsprechen ihrer Beschaffenheit nach ganz dem Modus der Kirchensonate und enthalten daher keine Tänze mehr, sondern nur noch Musikstücke freier Erfindung im langsamem und bewegten Zeitmaß. Diese Umgestaltung der Kammersonate, zu welcher Giov. Battista Vitali die ersten Versuche machte, wurde von den tonangebenden Meistern des 18. Jahrhunderts adoptiert. one of two readings
4Torelli hat auch Kammerkonzerte für Violine geschrieben. Dieselben entsprechen ihrer Beschaffenheit nach ganz dem Modus der Kirchensonate und enthalten daher keine Tänze mehr, sondern nur noch Musikstücke freier Erfindung im langsamem und bewegten Zeitmaß. Diese Umgestaltung der Kammerkonzerte, zu welcher Giov. Battista Vitali die ersten Versuche machte, wurde von den tonangebenden Meistern des 18. Jahrhunderts adoptiert. one of two readings
6Aus Torellis Schaffen geht hervor, daß dieser Künstler einen lebhaft vordringenden Geist besaß, der für die Fortschritte des Violinspiels und der spezifischen Violinkomposition ungewöhnlich einflußreich wurde. Seine Werke, die den wohlgeübten, gewandten Kontrapunktisten erkennen lassen, sind, wenn auch keineswegs von tieferem Gehalt, so doch von eigentümlichem, und dabei stets natürlich fließendem Ausdruck. Die aus Skalen und Akkorden abgeleitete Figuration ist lebendig, schlank und von rhythmischer Bestimmtheit, selbstverständlich alles dies immer im Geist und Geschmack seiner Zeit. Die langsamten Sätze stehen gegen die schnellen zurück. Sie sind meist kurz und, wie es scheint, nur des äußeren Gegensatzes halber da. Offenbar wußte der Tonsetzer hier noch ebensowenig, wie die allermeisten seiner Zeitgenossen, etwas Besonderes auszusprechen.
8Gegen Mitte des 17. Jahrhunderts in Verona geboren, trat Torelli im September 1686 als „suonatore di Violetta“ in die Kapelle der S. Petronio-Kirche zu Bologna ein. Von 1689 ab wirkte er bei der Tenor-Biola und nach dieser Zeit zugleich auch als Violinspieler in demselben Orchester mit. Von 1703 bis zu seinem 1708 erfolgten Tode war er Konzertmeister am markgräflichen Hof zu Ansbach.
10Torelli gehört zu den italienischen Violinmeistern, die teils durch schöpferisches Wirken, teils durch unmittelbare Lehre einen wesentlichen Einfluß auf die Entwicklung deutschen Geigenspiels ausgeübt haben. Es wird deshalb noch weiterhin seiner zu gedenken sein.

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