Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 116

Die Violine und ihre Meister, 1920

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1wendeten sich an ihn, um seiner Lehre teilhaftig zu werden, und tätige Musikhändler lieferten dem Publikum verschiedene und wiederholte Auflagen seiner allerorten viel begehrten Werke. Nächst den Originalausgaben erschienen Nachdrucke von den vier ersten Sonaten- sammlungen in Amsterdam, Paris und London. Die gesuchteste und populärste seiner Schöpfungen, Op. 5, erlebte sogar kurz hintereinander fünf Ausgaben. Diese Sonatenkollektion wurde überdies von Francesco Geminiani, dem Schüler Corellis, zu Konzerten für Streichinstrumente nach dem Vorbilde der „concerti grossi“ (Op. 6) umgearbeitet und zu London veröffentlicht. Der Titel ist: „XII Concerti grossi, con due Violini, viola e violoncello di concertini obligati, e due altri violini e basso di concerto grosso, quali contengono preludi, allemande, correnti, gighe, sarabande, gavotte e follia. Composti della prima e della seconda parte dell’ opera 5 di Corelli, da Francesco Geminiani. London. (Ohne Jahreszahl.)
3Eine Partiturausgabe der Werke Corellis (mit Ausschluß von Op. 5) erschien in zwei Folioböänden gleichfalls in London unter Redaktion des 1667 in Berlin geborenen Tonseßers und Musikschriftstellers Johann Christian Pepusch, welcher eine Reihe von Jahren in der englischen Hauptstadt lebte und wirkte.
5Die Titel beider Bände lauten:
7„The Score of the Four Setts of Sonatas compos’d by Arcangelo Corelli for two Violins & a Bass“ und
9„The Score of the twelve Concertos, compos’d by Arcangelo Corelli. For two Violins & a Violoncello, with two Violins more a Tenor & Thorough Bass for Ripieno Parts, which may be doubled at pleasure.“
11Übrigens gab die außerordentlich lebhafte Teilnahme der Musikwelt an Corellis Kompositionen auch zu Falsifikaten Veranlassung. In Amsterdam druckte man 9 Sonaten von Ravenscroft¹, welche ursprünglich zu Rom (1695) veröffentlicht waren, unter Corellis Namen nach. Ebenso ist ein Heft, „Sonate a tre“, welches als ein
13¹ Ein Zeitgenosse Corellis, der als ausgezeichneter Virtuose auf dem Hornpipe (Hornpfeife) galt, aber auch Geiger war, als solcher an dem Theater von Goodmansfield wirkte und sich namentlich durch den Vortrag der Corellischen Kompositionen auszeichnete.

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