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Scan 344
Handlexikon der Tonkunst, 1873
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1Fortia de Piles, Alphonse, Graf, Componist und musikalischer Schriftsteller, geb. am 18. August 1758 zu Marseille, gest. am 18. Februar 1826 zu Sisteron, war vor der Revolution Gouverneur von Marseille.
2Fortis, adj. — stark, früher auch für Principal gebraucht, wegen des starken Tons desselben.
3Fortis, Jean Baptiste, Abt, geb. 1741 zu Padua, gest. am 21. October 1803 in Bologna als Präfect der dortigen Bibliothek, gibt in seinem Werke: Viaggio in Dalmazia, einige Aufschlüsse über die Musik der Dalmatier.
4Fortissimo, Superlativ von Forte — sehr stark, dient zur Vortragsbezeichnung; abgekürzt FF oder ff.
5Fortlage, Karl, Dr. phil. und Professor in Jena, hat geschrieben: „Das musikalische System der Griechen in seiner Urgestalt“, Leipzig, 1847.
6Fortrücken bezeichnet für den Clavierspieler bei der Fingersezung das Beibehalten derselben Fingerordnung bei gleichförmigen auf- oder abwärts sich bewegenden Figuren oder Passagen.
7Fortsch, Johann Philipp. Unter diesem Namen existieren auf der königlichen Bibliothek zu Berlin 32 Canons in Manuscript über den Choral „Christ, der du bist der helle Tag“.
8Fortschreitung ist die Bewegung (s. d.) der Töne von einer Stufe zur andern; sie ist eine melodische, wenn die Töne nur einzeln hintereinander, eine harmonische, wenn sie in mehreren Stimmen zugleich nebeneinander sich bewegen. Die Octaven- und Quintfortschreitungen sind im harmonischen Satze verboten (s. Quinte und Octave). Über die Fortschreitung der Dissonanzen s. Auflösung.
9Fortuna, Jean, Musiker des 15. Jahrhunderts, von dem ein vierstimmiges Chanson française erhalten ist.
10Fortunati, Francesco, italienischer Componist (Opern), geb. am 24. Februar 1746, war bis 1802 Capellmeister in Parma.
11Forza, Stärke, Kraft.
12Forzando, forzato, oder Sforzando und Sforzato (abget. fz. oder sfz.), bezeichnet, daß eine einzelne Note mit verstärktem Tone vorgetragen werden soll.
13Foschi, Carlo, Capellmeister in Rom, hat 1690 Cantaten, Messen und Offertorien drucken lassen.
14Fossa, Juan de (Defossa), Capellmeister in München um 1597, erhielt für eine noch vorhandene, auf Befehl des Herzogs componirte Messe sechs Gulden. — Ein um 1830 lebender Guitarrenvirtuos dieses Namens hat Compositionen für Guitarre herausgegeben.
15Fossi, Pietro de la, der älteste bekannte Capellmeister zu S. Marco in Venedig (1491—1547), wird auch de la Fossa geschrieben. Sonst ist nichts weiter über ihn bekannt.
16Fossus, Anton, geb. 1646 in Dänemark, gest. am 29. April 1696, Pastor und Cantor, hat hinterlassen: De arte musica.
17Fossoni, Timmaso, Carmelitermönch zu Ravenna. Motetten, 1642.
18Fouchetti (Fouquet), Lehrer der Mandoline zu Paris, hat 1770 eine Mandolinen Schule herausgegeben.
19Fouchier, Noel, französischer Musiker des 16. Jahrhunderts, Motetten.
20Fougas, franz. Contrabassist, geb. um 1783. Sechs Durs für 2 Contrabässe.
21Fouqué, Friedrich Baron de la Motte, der bekannte Dichter und Schriftsteller, geb. am 12. Februar 1777 zu Neu-Brandenburg, gest. am 23. Januar 1843 zu Berlin, ist auch als musikalischer Schriftsteller in mehreren musikalischen Zeitungen aufgetreten.
22Fouquet, Organist in Paris um 1750—1775. Clavierstücke.
23Four, dû, Organist in Paris, hat Clavierstücke herausgegeben.
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