Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 81

Handlexikon der Tonkunst, 1873

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1Arie (ital. aria, franz. l'air). Die Arie ist ein von Instrumenten (einzeln oder mehreren) begleiteter Gesang für eine einzelne Stimme. Die Arie hat gewöhnlich die Form eines ersten Sonatensatzes. Aria concertata — Concertarie.
3Ariette (Diminutivum von Aria) ist eine kleinere Arie oder ein lyrisches Singstück.
5Artigoni, Giovanni Giacomo, lebte zu Anfang des 17. Jahrhunderts, war ein vortrefflicher Komponist.
7Arion. Sohn des Neptun und der Nymphe Oncaa, stammte aus der Familie des Melampus ab, war aus Methymna auf der Insel Lesbos gebürtig und lebte um das Jahr 700 v. Chr., war einer der größten Kitharisten und Kitharoden Griechenlands.
9Arioso — sangbar, in der Art einer Arie vorgetragen.
11Ariosti, Attilio, geb. 1660 in Bologna, erster Lehrer Händels, 1700 Kapellmeister in Brandenburg, war als Komponist und Virtuos für seine Instrumente (Boloncell und Biola d'Amour) berühmt. In England compoimerte er im Auftrage der Königl. Akademie den ersten Act der Oper „Muzio Scevola“, deren zweiten Act Buononcini und deren dritten Act Händel compoimerte.
13Aristides, Quintilianus, ein griechischer musikalischer Schriftsteller, lebte ums Jahr Christi 130, war aus Abria in Mysien gebürtig, Lehrer der Tonkunst in Smyrna und berühmt durch sein von Meibom herausgegebenes Werk über die Musik (vergl. dessen Auctores septem).
15Aristocles, ausgezeichneter Kitharspieler und griechischer Theoretiker. Wurde vom König Antigonus geliebt und schrieb nach Athenaeus lib. 13 p. m. 603 de musica und de coris.
17Aristonius, Kitharist aus Korcyra. Begleiter der Könige Philipp und Alexander von Macedonien, von welchen er sehr ausgezeichnet wurde.
19Aristonymus, berühmter Kitharist, welcher mit noch zwei andern, Kratinos und Athenodorus, auf Alexander des Großen Beilager ein Trio ohne Gesang auf drei Kitharen spielte.
21Aristophanes, griechischer Lustspieldichter, starb im 1. Jahre der 98. Olympiade oder 388 v. Chr.
23Aristophanes, A., von Byzanz, Grammatiker, Schüler des Zenodot und Eratosthenes, erfand die Accent- und Interpunkionszeichen. Seine sprachlichen Erörterungen hatten auch Einfuß auf die Musik.
25Aristoteles, der größte Philosoph Griechenlands und Stifter der peripatetischen Schule, geb. zu Stagyra in Macedonien im Jahr 384 v. Chr. Sein Werk: de Musica, ist verloren gegangen, außerdem aber ist von seinen übrig gebliebenen Schriften für den Musikgelehrten von der größten Wichtigkeit: Fragmentum libri de iis, qui sub auditum cadunt, sive de audibilibus. — Politicorum lib. VIII, worin er die Musik namentlich als ein unerlässliches und kräftig wirkendes Erziehungsmittel empfiehlt. Das 19. Problem gibt wichtige Ausschläge über die älteren griechischen Tonvijeme.
27Aristoxenos, ein Peripatetiker zu den Zeiten Alexanders des Großen, geb. zu Tarent, dem jetzigen Calabrien, gegen das Jahr 350 v. Chr.. Schüler des Aristoteles und der bedeutendste musikalische Schriftsteller unter den Alten. Leider sind nur Fragmente von ihm in Meiboms Sammlung „auctores septem“ vorhanden und bei Morelli 1785 Fragmenta de Rhythmica. In neuester Zeit hat der geistvolle Rudolf Westphal viel zum Verständnis des Aristoxenos durch seine Schriften über griechische Musik beigetragen. (Vergl. auch Paul, „absolute Harmonik der Griechen").

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