Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 403

Handlexikon der Tonkunst, 1873

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1Schiedmayer, Johann Lorenz, Sohn des Vorigen, geb. in Erlangen 1786, Schüler seines Vaters, begründete mit Diendonné in Stuttgart eine Claviersfabrik, und ist gest. daselbst 1860. Diese Fabrik, welche von den Söhnen des Genannten fortgeführt wird, hat sich jedoch hauptsächlich auf die Herstellung von Harmoniums gelegt, in welchem Zweige sie ganz bedeutendes leistet. Dies wurde auch 1867 auf der Pariser Ausstellung erkannt, da genannte Fabrik einen Preis daselbst erhielt.
3Schieferdecker, Johann David, Professor der Theologie in Weissenfels, geb. daselbst den 9. Nov. 1672, gest. den 11. Juni 1721, gab ein Weissenfelscher Gesangbuch heraus und war überhaupt ein eifriger Beförderer der Kirchenmusik.
5Schieferdecker, Johann Christoph, erster Cembalist am Theater in Hamburg, dann Organist an der Marienkirche in Lübeck, gest. daselbst 1732, componirte mehrere Opern und Clavierconcerte.
7Schießholz, Johann Paul, Musikdirector in Ingolstadt, gest. daselbst 1757, hinterließ Concerte für Streichinstrumente und Orgel, außerdem vieles Andere im Manuscript.
9Schiele, Johann, geb. in Grimma, ließ 1693 einen Aufsatz drucken: Organum musicum, historice exstructum.
11Schiettamente, } einfach, schmucklos.
12Schietto,
13Schietkius oder Schritkius, Gregor, geb. in Danzig, lebte um 1600 und veröffentlichte Messen &c.
15Schiffin, Chr. R., ein Prediger an der Annentirche zu Augsburg, geb. daselbst 1669, soll zugleich ein vorzüglicher Musiker gewesen sein, welcher sich bei der Krönung Joseph's der größten Auszeichnungen in seiner Vaterstadt erfreute. Er starb 1716.
17Schiff, Christian, Cantor und Musikdirector in Lauban (Schlesien) in der 2. Hälfte des 17. Jahrh., war Vocalcomponist und Verfasser einer Streitschrift zur Vertheidigung seiner Musik.
19Schikaneder, Emanuel Johann, geb. in Regensburg 1751, Gründer und Director des Theaters an der Wien, Verfasser des Textes zur Zauberflöte, sowie auch Componist einer Operette und von Liedern, starb in Wien den 21. Sept. 1812.
20Schikaneder, Carl, Niese des Vorigen, Opern-Regisseur am Prager Theater, war Componist mehrer Operetten, Couplets &c.
21Schikaneder, Nanette, Schwester Carl's, war eine gute Sängerin, für die Mozart den ersten Genius der Zauberflöte schrieb.
23Schilcha, Anton, Organist in Brzezar (Böhmen), wo er 1795 starb, edirte Messen &c.
24Schild, Melchior, Organist an der Georgen- und Jakobskirche in Hannover, gest. daselbst 1668, hinterließ Choralmelodien und Orgelcompositionen (im Manuscpt.).
25Schildknöpel, ein Theil des menschlichen Kehlkopfes.
27Schilling, Gustav, geb. zu Schwiegershause (Hannover) den 3. Nov. 1805, studirte in Göttingen und Halle Theologie, ward Prediger und Dr. phil., gab die Theologie auf und ging nach Stuttgart, wo er als Schriftsteller lebte; musste jedoch 1857 wegen zweideutiger Geldgeschäfte von dort weg und ging nach New-York, doch auch von hier musste er 1859 flüchten. — Sch. ist der Verfasser eines musikalischen Handwörterbuchs und verschiedener anderer Schriften, theils musik-literarischen, theils didaktischen, theils theoretischen Inhalts. Besonders zu erwähnen ist er als Redacteur und Mitarbeiter des „Universallezions der Tonkunst“, welches in 7 Bänden 1835—42 erschien. 1839 zum Hohenzollern-Heching'schen Hofrat ernannt, gründete er auch in Stuttgart den „Deutschen Nationalverein für Musik und ihre Wissenschaft“.

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