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Scan 527
Handlexikon der Tonkunst, 1873
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1Torropil, ein estländisches Instrument, eine Art Dudelsack.
2Torti oder Torto, Ludwig, Capellmeister an der Theatinerkirche in Turin, geb. 1574 in Pavia, gab einige Kirchencompositionen heraus.
3Toscan, G. L. Georg, Bibliothekar am naturhistorischen Museum in Paris, geb. in Grenoble 1756, schrieb eine Abhandlung über Musik und die Lemoyne'sche Oper Repta.
4Toscani, Johann Friedrich, vorzüglicher Tenorist des vorigen Jahrh. um 1780 in Cassel engagirt, war geb. 1750 in Warschan.
5Toscanu, Nicolo, geb. in Monte di Trapani (Sicilien) in der Mitte des 16. Jahrhunderts, Dominicanermönch in Erz, wo er starb, war begabt mit einer prächtigen Stimme und ist Verfasser einiger ungedruckter musikalischer Abhandlungen.
6Tosi, Joseph Felix, Capellmeister in Venedig, geb. in Bologna um 1680, gest. daselbst 1692, ist Componist mehrerer Opern und Kirchensachen.
7Tosi, Peter Franz, Sohn des Genannten, geb. 1650 in Bologna, gest. 1727, in London, ausgezeichneter Sopranist (Castrat), ist Componist von Kirchensachen und Verfasser eines Werkes über Gesang und Singekunst, welches von Agricola unter dem Titel „Anleitung zur Singekunst" ins Deutsche übersetzt worden.
8Tosone, Maratto, Componist in Genua in der 2. Hälfte des 16. Jahrh., edirte Madrigalen und Motetten.
9Tossarelli, Peter, Canonicus in Aqui, geb. in Benevent Anfang des 16. Jahrh., veröffentlichte zu Mailand 1570 Madrigalen.
10Tost, Johann, Kaufmann in Wien, daneben Violinist und begeisterter Kunstfreund, war Componist mehrerer Operetten, lebte um 1790 daselbst.
11Toto, schleunig, hurtig.
12Tottmann, Carl Albert, geb. 1834 zu Zittau als Sohn des Musiklehrers und späteren städtischen Musikdirectors zu Löbau, erhielt von seinem Vater den ersten musikalischen Unterricht; sodann wurden Kammermusiker Seelmann und Hofcapellmeister Reißiger in Dresden seine Lehrer, und 1852 besuchte er das Leipziger Conservatorium; 1854 als Violinist im Theater und Gewandhausorchester in letzterer Stadt angestellt, wurde er Dirigent eines Gesangvereins und hat als Componist Clavier- und Gesangscospositionen, unter diesen ein Ave Maria, einen Hymnus, eine melodramatische Dichtung „Dornröschchen" u. s. w. herausgegeben.
13Touchard-Lafosse, G., geb. in La Châtre den 8. Aug. 1780, schrieb eine Chorouit der Pariser Oper von 1667—1844.
14Touchemoulin, Joseph, Capellmeister in Bonn, dann in Regensburg, geb. in Chalons 1727, guter Violinspieler, später noch Schüler Tartini's, ist gest. in Regensburg 1801 und hat Kirchensachen, Opern, Kammermusiken in Manuscript hinterlassen.
15Touchemoulin, Tochter des Vorigen, war eine geschickte Pianistin.
16Toucheur (franz.), ein Instrument spielen.
17Toulmont, August Bottée de, geb. den 15. Mai 1797 in Paris, studierte die Rechte und aus Liebhaberei Musik, wurde 1831 Bibliothekar am Conservatorium in Paris, 1848 geisteskrank und ist gest. den 22. März 1850 als Verfasser einiger musikhistorischer Abhandlungen.
18Toulouse, Peter, Musiklehrer und Guitarrenvirtuos in Jena 1800, gab eine Sammlung Lieder mit Guitarrenbegleitung und 1803 drei Sonaten für Gitarre heraus.
19Touquet, dasselbe was Locrato.
20Tour, Jehannot de la, war Lehrer der Chorknaben an der Capelle Philipp des Guten von Burgund um die Mitte des 15. Jahrhunderts.
21Tournatoris, Instrumentenbauer und Stimmer in Paris, gest. 1813, gab 1810 eine auf das Stimmen des Pianoforte bezügliche Schrift heraus.
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