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Scan 455
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1878
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1»Viri celeberrimi Antonii Mariae Valsalvae opera, hoc est tractatus de aure humana« (Venetiis, 1740, zwei Bände in 4° mit Figuren).
3Valse, s. Walzer.
5Van Boom, Johann E. G., Flötenvirtuose, ist zu Utrecht am 17. April 1783 geboren. Hier, später in Amsterdam, verfolgte er seine musikalische Ausbildung und erhielt, 22 Jahre alt, die Ernennung zum Soloflötiisten des Königs von Holland, Louis Napoleon. Von Compositionen für sein Instrument, das er ausgezeichnet zu behandeln verstand, sind folgende im Druck erschienen: »Sonate pour flûte et piano«, op. 1 (Amsterdam, Steup). »Andante varié pour flûte et orchester«, op. 4. »Théme original varié pour la flûte avec quatuor«, op. 5. Eine Anzahl Duos für zwei Flöten. Drei Trios für zwei Flöten und Gitarre. Varierte Arien für Flöte und Piano.
7Van Boom, Johann, Pianist, gehört zu derselben Familie wie der vorige und ist ebenfalls zu Utrecht am 15. October 1807 geboren. Als Clavierspieler und Componist hat er sich in seinem Vaterlande Ruf erworben. Er liess sich gegen 1840 in Stockholm nieder und brachte dort eine dreiaktige Oper: »Nécken op het elven speel« zur Aufführung. Der ursprünglich in holländischer Sprache geschriebene Text wurde ins Schwedische übertragen. Jenny Lind sang die Hauptpartie. Van Boom wurde Mitglied der königl. Akademie in Stockholm, erhielt den Wasa-Orden, den dänischen Danebrog-Orden und andere. Zu seinen gedruckten Compositionen gehören: »Grand concerto pour piano et orchestre«, op. 24. »Grand quatuor pour piano, violon, alto et violoncello«, op. 6. »Trio pour piano, violon et violoncelle«, op. 14. »Introduction et variations sur un thème original«, op. 7. »Beautés musicales de la Scandinavie«, neun Fantasien über schwedische Arien. »Le Salon«, Clavier-Etude, op. 45.
9Van Buggenhout, Emil, Clarinettist und Componist, geboren zu Brüssel 1825, wurde auf dem Conservatorium seiner Vaterstadt gebildet und war in der Composition ein Schüler von Fétis. Nachdem er als Solo-Clarinettist in der Kapelle des Königs thätig gewesen war, nahm er eine Stelle als Musikdirektor der Philharmonischen Gesellschaft zu Arlon (Provinz Luxemburg) an. Zu seinen Compositionen gehören: »Marguerite«, Oper in drei Akten; Cantate: »Der fünfundzwanzigste Geburtstag«, aufgeführt 1856, wofür er die goldene Medaille erhielt; gegen hundert Concertpiècen für grosses Orchester oder für Blasinstrumente, von denen einige (»Inkermann« — »Ruward«) in ganz Belgien gespielt wurden; Männergesangscompositionen. Im Jahre 1852 gab er ein Journal für Harmoniemusik »Métronome« heraus.
11Van den Acker, Johann, Violinist, geboren gegen 1828 zu Antwerpen, schrieb drei Opern, deren Texte in flämischer Sprache von Destanberg verfasst sind. Diese Opern wurden in Antwerpen im Nationael-Tonneel 1856 und 1857 aufgeführt. Sie heissen: »Een avontuer van Keiser Karel«; »De zinneloze Van Ostade«; »Jacob Bellamy«.
13Van den Broeck, Othon, Virtuose auf dem Horn, ist holländischer Abkunft und in Ypern in Flandern 1759 geboren. Er erhielt von früh an Musikunterricht im Hornblasen, wofür er Anlagen zeigte, von Banneux, dem ersten Hornisten der Kapelle des Prinzen Carl von Lothringen, dann in Haag von Spandeau, ersten Hornbläser der Kapelle des Prinzen von Oranien. Musikdirektor Fuchs und ein deutscher Musiker zu Amsterdam, Namens Schmidt, unterwiesen ihn in der Composition. 1788 kam Van den Broeck nach Paris, wo er sich mit vielem Beifall hören liess. Die Opern, die er hier schrieb, gelangten auch zur Aufführung: »La Ressemblance supposée«, »Colinet Colette«, »Le Codicille« und eine ganze Reihe anderer. Van den Broeck war 1789 erst am Théâtre de Monsieur, dann an die grosse Oper ins Orchester eingetreten, wo er bis 1816 thätig war. Bei Gründung des Conservatoriums wurde er als Lehrer an dasselbe berufen und behielt seine Stellung auch nach der Reorganisation bei. Er starb in Passy 1832. Instrumentalcompositionen sind folgende gedruckt: »Symphonie concertante pour deux cors« (Paris, Nadermann). »Deuxième
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