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Scan 453
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften für Gebildete aller Stände, 1880
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1wurde. Im J. 1804 kehrte sie in ihr Vaterland zurück, entsagte gänzlich der Bühne und starb am 18. Febr. 1806 zu Bologna.
3Banus oder Banus, ein gelehrter Doctor der Theologie und Philologie aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, von dem man ein in Italien veröffentlichtes lateinisches Werk, betitelt »Alimenta musicae«, besitzt. one of two readings
4Banus oder Bannus, ein gelehrter Doctor der Theologie und Philologie aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, von dem man ein in Italien veröffentlichtes lateinisches Werk, betitelt »Alimenta musicae«, besitzt. one of two readings
6Banwart, Jakob, ein gediegener Kirchenkomponist des 17. Jahrhunderts, welcher aus Schweden gebürtig war und als Kapellmeister am Dom zu Constanz um das J. 1657 starb.
8Banyak, Simeon, ungarischer Cymbalspieler, geboren in Ungarn, war der Schwiegervater des János Bihari und zu Szerdahely als Cymbalspieler ausgezeichnet. In seiner Jugend liess er sich in Wien vor dem kaiserl. Hofe hören, und sein Spiel gefiel der Kaiserin Maria Theresia so sehr, dass sie ein Glascymbal anfertigen liess und es ihm schenkte. B. starb im J. 1802.
10Baptista, Francisco, ein Augustinermönch und Musikdirector seines Ordensklosters zu Cordova, daher auch Frater Francisco genannt. Er war um 1625 in der portugiesischen Stadt Alentejo geboren und soll einer der gründlichsten und gediegensten Kirchentonsetzer der Halbinsel gewesen sein. Werke von ihm befinden sich in der königl. Bibliothek zu Lissabon.
12Baptista, Johann, ein deutscher Tonsetzer aus der Mitte des 16. Jahrhunderts, wird als Componist des Chorals »Wenn wir in höchsten Nöthen« genannt. (Vgl. Ammerbach's Orgel- und Instrumenten-Tabulatur, Leipzig, 1571.)
14Baptista, Siculus, ein Lautenvirtuose des 16. Jahrhunderts, von dessen Lebensumständen Nichts mehr bekannt ist. Unter dem ihn darstellenden alten Holzschnitt befindet sich die Bezeichnung »Citharoedus incomparabilis«.
16Baptiste, Annet, berühmter Violinvirtuose und als solcher ein Schüler Corelli's, welcher um das J. 1700 nach Paris kam und dort angetan und hoch gefeiert wurde, zumal er der Erste gewesen sein soll, der es verstand, die Doppelgriffe anzuwenden. Er starb in Warschau als Konzertmeister des Königs von Polen. one of two readings
17Baptiste, Annet, berühmter Violinvirtuose und als solcher ein Schüler Corelli's, welcher um das J. 1700 nach Paris kam und dort angetannt und hoch gefeiert wurde, zumal er der Erste gewesen sein soll, der es verstand, die Doppelgriffe anzuwenden. Er starb in Warschau als Konzertmeister des Königs von Polen. one of two readings
19Baptiste, Johann Albrecht Friedrich, wurde am 8. August 1700 zu Oettingen geboren und war der Sohn eines Hofanzmeisters zu Darmstadt. Für die Kunst des Vaters bestimmt, liess er sich doch nicht abhalten, seiner leidenschaftlichen Vorliebe für die Musik nachzugehen und viele Nächte heimlich auf seine Vervollkommnung im Violinspiel zu verwenden. Behufs höherer Studien in der Tanzkunst 1718 nach Paris und 1720 nach Mailand geschickt, liess er nur um so ungestörter seine ange- stammte Neigung vorhalten und bildete sich zu einem vortrefflichen Geiger aus. Er durchreiste hierauf Italien und die meisten Länder Europas und erwarb sich in der Doppeleigenschaft eines ausgezeichneten Tänzers und eines eminenten Violinvirtuosen einen grossen Ruf, bis er sich im J. 1726 in Kassel bleibend niederliess, wo er die Anstellung als Hofanzmeister erhielt. Als solcher fand er gleichwohl Musse, viele gute Violin- und Violoncellstücke, als Conzerte, Sonaten, Trios, Tänze u. s. w., zu componiren. Er starb um das J. 1764 in Kassel.
21Baptistin, Jean, ein Musiker, welcher eigentlich Johann Struck hiess und von deutschen Eltern zu Florenz um 1690 geboren war. Er kam als Violoncellist nach Paris und wurde in das Orchester der dortigen Grossen Oper gezogen, wo bisher das Violoncell noch nicht etatsmässig figurirt hatte. B. und l'Abbé waren überhaupt die ersten Violoncellisten in der Opernkapelle. B. war beim König Ludwig XIV. sehr beliebt und empfing vielfache Beweise besonderer königlicher Huld, so u. A. eine ansehnliche jährliche Pension für die Dauer seines Aufenthaltes in Frankreich. Er starb am 9. Decbr. 1755 zu Paris und hat Opern und Balletmusiken componirt, ausserdem vier Bücher Cantaten herausgegeben.
23Bar, altdeutsches Wort von dunkler Abstammung, einen Gesang bedeutend, nannten die Meistersinger ihre Gesänge. S. Meistersinger.
25Baranius, Henriette Rahel, geborene Husen, geboren im J. 1768 zu Danzig, heirathete den Schauspieler Baranius und kam in Folge dessen 1786 als Sängerin und Schauspielerin an das Nationaltheater zu Berlin, dem sie, auch nach Trennung ihrer Ehe im J. 1788, bis 1797 als überaus beliebtes Mitglied angehörte. In dieser Zeit
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