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Scan 493
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften für Gebildete aller Stände, 1880
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1verbot. Es ist daher ganz gerechtfertigt, wenn die Harmoniker und besonders die neueren Theoretiker diese Form kaum noch besonders erwähnen. Otto Tiersch.
3Bauck, Matthias Andreas, Organist in Lübeck, gestorben 1831, hat sich durch Herausgabe von Choralbüchern und Arrangements einen guten Namen gemacht. — Ein Namens-, vielleicht auch ein leiblicher Verwandter von ihm, Wilhelm B., lebt in Stockholm als geachteter musikalischer Schriftsteller und Redacteur der Stockholmer Musikzeitung.
5Baud, Henri, Einwohner und Industrieller der Stadt Versailles, machte im J. 1796 den Versuch, die Darmsaiten der Harfe, Guitarre, ja selbst der Streichinstrumente mit eigens dazu erfundenen Saiten von gedrehter Seide zu ersetzen. Sein Product zeichnete sich durch sehr gleichmässige Umspinnung, ausserordentliche Haltbarkeit, unveränderliche Reinheit und guten Klang aus. Diese Eigenschaften, welche B. zum Gegenstande einer besonderen Brochüre (Versailles, 1803) machte, in welcher er den Nutzen seiner Verbesserung darthat, erregten damals Aufsehen, und das Pariser Nationalinstitut liess diese Saiten durch Gossec untersuchen und empfehlen; auch führte man Proben nach Deutschland ein. Aber trotz alledem und ungeachtet sie auch dem Temperaturwechsel weit besser widerstehen, als Darmsaiten, scheinen sie sich dennoch nicht für die Praxis bewährt zu haben, denn man hat Nichts weiter davon gehört und auf Bogeninstrumenten keinen Gebrauch davon gemacht.
7Baud de la Quarrrière, ein französischer Trobador, von dessen Dichtungen noch zwei Gesänge übrig sind, welche in der kaiserlichen Bibliothek zu Paris (fonds de Cangé) aufbewahrt werden. one of two readings
8Baud de la Quarrière, ein französischer Trobador, von dessen Dichtungen noch zwei Gesänge übrig sind, welche in der kaiserlichen Bibliothek zu Paris (fonds de Cangé) aufbewahrt werden. one of two readings
10Bandiet, Charles Nicolas, geboren zu Nancy 29. März 1773, war im Violoncellspiel ein Schtler Janson des Älteren und seit 1802 auch dessen Nachfolger als Professor am Conservatorium zu Paris. Seine Verdienste als Componist und Lehrer sind sehr bedeutend, wie seine »Nouvelle Méthode de Violoncelle« (Paris, 1826) und eine Reihe von zwanzig meist auf instructive Zwecke berechneten Compositionen beweist. An der berühmten, von Baillot, Catel und Levasseur redigirten Violoncellschule (Paris, 1803, Leipzig, 1816) war er Hauptmitarbeiter und ergänzte dieselbe später durch ein Heft sehr brauchbarer Uebungsstücke in allen Applicaturen. Im J. 1832 legte er seine Stellen als ausübender Professor und als erster Violoncellist der königl. Kapelle nieder und wurde pensionirt. B. starb am 26. Septbr. 1849.
12Baudoin des Autels (oder B. des Autels), altfranzösischer Dichter und Musiker aus der Mitte des 13. Jahrhunderts, von dem sich noch ein vollständig erhaltenes Lied in der kaiserl. Bibliothek zu Paris befindet.
14Baudron, Antoine Laurent, geboren 16. Mai 1743, bildete sich zum Violinspieler aus und wurde 1766 Dirigent des Orchesters am Théâtre français, eine Stellung, welche er bis zum J. 1822 inne hatte und in welcher er die Musiken zu einer grossen Reihe von Dramen und Lustspielen componirte, von denen Rousseau's »Pygmalion«, Racine's »Athalie«, Beaumarchais' »Figaro« (welchen auch Mozart bei seinem Aufenthalte in Paris mit grossem Interesse kennen lernte) genannt sei. Von seinen derartigen Werken ist jedoch Nichts im Druck erschienen. B. erreichte ein ausserordentlich hohes Alter, indem er erst im J. 1834 starb.
16Bauer, königl. Hofrath zu Berlin, war um 1786 Castellan des Prinzen von Preussen, nachmaligen Königs Friedrich Wilhelm III., und zeichnete sich durch seine musikalisch-mechanischen Arbeiten aus. So erfand er zwei Arten von Fortepianos, die Crescendos (s. d.) mit drei Pedalen und einer Verschiebung für Transpositionen und die Royal-Crescendos, ein kleines Klavier mit sanft intonirten Flöten, welches sich sechsmal verändern liess. Auch hatte er die Spieluhren vervollkommnet. Prachtwerke seiner Arbeit befinden sich in den Schlössern zu Potsdam und St. Petersburg.
18Bauer, Aloys, moderner Kirchencomponist aus Schwaben, der gegenwärtig Kapellmeister in Augsburg ist und eine grosse Menge von Tonstücken für Land- oder kleinere Chöre (bei Böhm in Augsburg) herausgegeben hat, deren Werth stark angefochten wird.
20Bauer, Chrysostomus, ein geschickter Orgelbauer aus Württemberg zu Anfang des 18. Jahrhunderts und der Erste, welcher eine verbesserte Einrichtung der
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