Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften für Gebildete aller Stände, 1880

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1ter'sche Liedertafel, zu deren ersten Mitgliedern er gehörte, war er als Sänger, Dichter und Componist thätig. Nachdem er über 40 Jahre Mitglied der königl. Bühne gewesen, feierte er am 2. Octbr. 1836 sein fünfzigjähriges Jubiläum als Schauspieler und wurde bei dieser Gelegenheit vielfach ausgezeichnet, so u. A. durch die grosse goldene Medaille für Kunst. Im J. 1838 wurde er endlich pensionirt und starb am 5. Januar 1846 zu Berlin.
3Beseda (spr. Bessedá), ein im J. 1862 vom Prager Tanzmeister Link und dem Tonkünstler Ferd. Heller (s. d.) aus böhmischen Nationaltänzen geschmackvoll zusammengestellter, der Quadrille ähnlicher Salontanz der Böhmen, der überall populär geworden ist. Die Musik der ersten B. ist von Ferd. Heller, K. Kleps, J. Svoboda u. A. und bei Christoph u. Kuhé und Em. Wetzler in Prag erschienen. Die Anleitung zum Tanz erschien vom Tanzmeister Link in böhmischer und französischer Sprache bei E. Petřík in Prag.
5Besekirskij, Vasil Vasilevič (Wilhelm), russischer Violinvirtuose und Mitglied der k. russischen Hofkapelle in Moskau, wurde im J. 1836 in Moskau geboren, erhielt im J. 1847 den ersten Violinunterricht und studirte nebenbei Piano und Cello. Im J. 1850 trat er zum ersten Male öffentlich auf und erhielt kurz darauf eine ehrenvolle Anstellung beim kaiserl. Opernorchester in Moskau. Zu seiner weiteren Ausbildung reiste er im J. 1858 auf zwei Jahre ins Ausland und studirte in Brüssel unter der Leitung der Violinprofessoren Leonard und Dameke das Violinspiel und die Compositionslehre. Von dort aus begab er sich nach Ostende, woselbst er auch Gelegenheit fand, vor der Grossfürstin Helena Pavlovna von Russland zu spielen. Diese weltbekannte Beschützerin der Kunst liess dem jungen Künstler ein Honorar von 1000 Silberrubel zukommen, welche derselbe zum Zwecke weiterer Ausbildung verwendete. Im J. 1859 trat B. in Brüssel mit Erfolg auf, später in Paris. Im J. 1860 kehrte er nach Moskau zurück und nahm seine Stelle beim k. Theaterorchester wieder ein. Jährlich veranstaltete er jetzt Conzerte und Quartettsoiréen. Im J. 1863 concertirte er zum ersten Male in St. Petersburg mit äusserst günstigem Erfolge. Im J. 1866 wurde er auf vier Conzerte nach Madrid engagirt. Leider war jedoch diese Reise sehr nachtheilig für seine Gesundheit, weshalb er sich gezwungen sah, den darauf folgenden Winter in Nizza zuzubringen. Doch auch dort liess sich der strebsame Künstler zwölf Mal öffentlich hören, worauf er nach Moskau zurückkehrte. Im J. 1868 trat er zunächst in St. Petersburg und sodann in Leipzig mit einem eigenen Violinconzerte auf. Er wurde aufgefordert, im Winter 1869 wieder zu spielen und erhielt, nachdem er im Leipziger Gewandhause die Feuerprobe bestanden hatte, ehrenvolle Anträge von vielen Städten Deutschlands, sodass er sich dadurch bewogen fühlte, bei seiner Direction einen einjährigen Urlaub zu erwirken, um sich ausschliesslich dem Conzertiren zu widmen. Am 4. Octbr. 1869 spielte er mit dem glänzendsten Erfolge im böhmischen Nationaltheater in Prag, sodann in Leipzig, Berlin, Köln, Paris u. s. w. B. gehört unbedingt zu den besten der jüngeren Violinvirtuosen, insbesondere besitzt derselbe eine höchst elegante, im Legato und Staccato, in Doppelgriffen und Accordfolgen trefflich ausgebildete Technik, welche seinem durchgeistigten Vortrage den Charakter des künstlerisch Vollendeten giebt. Mehrere seiner Compositionen sind bei Fr. Kistner in Leipzig und bei Schott in Mainz erschienen, von denen besonders das Violinconzert und eine Conzertpolonaise brillant und wirkungsvoll sind.
7Besetzung nennt man bei den Aufführungen musikalischer Werke die Bestimmung über die Personen, welche die Ausführung einer Musik übernommen haben, und spricht von einer »guten, mittelmässigen oder schlechten« B. Diese Eigenschaften der B., gewöhnlich nur ein Zeugniss des Hörers darüber, in wie weit er durch die musikalische Leistung befriedigt ist, sind nun in Bezug auf instrumentale Solovorträge schwer dergestalt festzustellen, dass diese Feststellungen als Regeln aufzustellen wären, indem sie, eine angemessene Technik des Instrumentisten vorausgesetzt, nur durch die Empfindung jedes Einzelnen gerichtet werden können, und, da diese Empfindung stets dem Zeitgeiste entspringt, auch mit dem Zeitgeiste wechselt. Mehr Anhaltspunkte zu einem Urtheile über die künstlerisch gute oder schlechte B. einer

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