Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 317

Musikalisches Conversations-Lexikon : eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften für Gebildete aller Stände, 1880

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11831 von deutschen Eltern zu London geboren. Er wurde dort von Moscheles im Klavierspiel unterrichtet und folgte seinem Lehrer nach Leipzig, als dieser an das dortige Conservatorium berufen wurde. Seinen Ruf und seine Beliebtheit begründete A. in Paris, wo er zum Hofpianisten der Kaiserin von Frankreich ernannt wurde, und lebte seitdem abwechselnd in Paris und London. In letzterer Stadt erlag er bereits 1869 den Folgen eines allzu ungebundenen Lebenswandels. Seine zahlreichen Klaviercompositionen beschränken sich auf Modeartikel, welche fliessend und effectvoll geschrieben sind, aber tieferen Gehaltes entbehren; es sind über hundert Salontänze, Fantasien, Transscriptionen u. s. w., auch einige Hefte Etuden.
3Aschert, Bernhard, Flötist in der königl. Kapelle zu Berlin seit 1845.
5As-dur ist die Art der Dur-Tongattung unseres Tonsystems, welche auf der erniedrigten sechsten Tonstufe der diatonischen Durscala von C ihren Sitz hat, oder auf der Tonstufe, die man mit dem neunten chromatisch aufsteigenden Fortschritte von C ab erreicht, wenn diese Tonstufe as (s. d.) benannt wird; man nennt desshalb in einem Tonstücke, welches sich in dieser Tonart ergeht, as den Hauptton oder die Tonica desselben. In dem sogenannten Quintenzirkel erscheint diese Tonica as von c ab in der absteigenden Folge mit dem fünften Schritte. — Die Eigenheiten der Dur-Tongattung im Allgemeinen sind ausführlicher in dem Artikel C-dur (s. d.) beschrieben, weshalb hier nur die scheinbaren Veränderungen oder neuen Erscheinungen beleuchtet werden sollen, welche durch die Uebertragung der jeder Dur-Tonart eigenen Intervallenverhältnisse im Verhältniss zur Normal-Tonart C-dur entstehen. Um nun von as ab die diatonische Tonfolge nach der Regel der Dur-Tonleiter im aufwärtsgehenden Fortschritte zu erhalten, ist man gezwungen, die zweite, vierte und fünfte Stufe von as ab, welche gleich der siebenten, zweiten und dritten Tonstufe der C-dur-Tonleiter h, d und e sind, um einen halben Ton zu erniedrigen. Die Erniedrigung einer Tonstufe vermerkt man graphisch durch die Setzung eines b vor der entsprechenden Note, und die Benennung dieser erniedrigten Scalaintervalle erfolgt nach der allgemeinen Regel durch die Anhängung der Sylbe es an die alphabetischen Lautnamen der zu erniedrigenden Stufen, von welcher Regel nur zwei Ausnahmen vorkommen, nämlich: as statt aës (s. as) und es statt eës (s. es). Hiernach würden in der As-dur-Scala statt der Töne h, d und e hes oder b (s. b), des und es zu setzen sein, so dass dadurch die Tonleiter von As-dur im aufsteigenden Fortschritte die Töne: As, B, c, des, es, f, g und as haben muss, welche Tonfolge dieselbe auch absteigend behält. Um nicht jedesmal, wenn eine erniedrigte Scalastufe erscheint, dieselbe mit einem b zu notiren, ist es Gebrauch geworden, gleich hinter dem Schlüssel auf jedem System bei der Aufzeichnung eines Tonstückes aus As-dur die vier Versetzungszeichen (bee) zusammen auf die entsprechenden Linien oder Räume des Notensystems zu setzen, was anzeigt, dass überall, wo diese Töne im Laufe des Tonstückes vorkommen, dieselben um einen halben Ton erniedrigt werden sollen. — Die akustischen Verhältnisse dieser Tonreihe auf Tasteninstrumenten sind in der Neuzeit die der Intervallenordnung nach der gleichschwebenden Temperatur. Dieselben sind zwar, durch die menschliche Stimme oder durch Streichinstrumente gegeben, vielfachen Aenderungen unterworfen; diese erweisen sich jedoch bei einer richtigen Orthographie (s. d.) nicht gerade von wesentlichem Einflusse auf die feste Bestimmung der Töne durch die gleichschwebende Temperatur, insoweit dieselben durch unser Ohr beurtheilt werden, da man stets die sich geltend machende diatonische Folge durch die den Tasteninstrumenten gegebene Tonfolge zu reguliren bestrebt ist. Wer sich jedoch für die akustischen, nach Schwingungen zu bestimmenden Abweichungen interessirt, wird zum eigenen Forschen durch die in den Artikeln C-dur und As enthaltenen Andeutungen genügende Anregung erhalten. — Nach Schubarts »Ideen zu einer Aesthetik der Musik« (Wien, 1806, S. 377), so wie nach anderen, späteren Aesthetikern, welche jeder Tonart einen besonderen Charakter abzuempfinden für nothwendig erachteten, hat man für As-dur als Regel angenommen, um mit den Worten eines der fruchtbarsten musikalischen Schriftsteller jener Tage zu reden, dass diese Tonart: »dem wunden Herzen und der frommen Klage ihre Töne verleihe; aber auch Gräberton, Tod, Grab, Verwesung, Gericht und die Ewigkeit mit allen ihren Geheimnissen in ihr Reich einschliesse«. Diese poetischen

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