Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 319

Musikalisches Conversations-Lexikon : eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften für Gebildete aller Stände, 1880

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1mezzi, zwei Ouvertüren, die Chöre zu Metastasio's »La clemenza di Tito«, vierzehn verschiedene Arien, ein Divertissement für Violoncell und eines für Fagott mit Orchester, zwei Flötenconzerte, ein Streichquartett, ein Quartett für Viola, Flöte, Horn und Bass, ein Trio für Mandoline, Violine und Bass u. s. w. Im J. 1787 berief ihn der kaiserl. Minister Marchese Gherardini in sein kunstinniges Haus zu Turin, eine Stellung, welche er neun Jahre hindurch versah, während welcher Zeit er neun Cantaten, zwei Dramen, zwei Ouvertüren, zwanzig Duette, Terzette und Quartette, zwölf Klaviersonaten und, für das königl. Theater zu Turin, die tragische Oper »Gustavo« schuf. Im J. 1796 begleitete er die Gemahlin seines Gönners von Turin nach Venedig und von da aus 1799 nach Mailand, wo man endlich das ausserordentliche Talent A.'s nutzbarer zu machen wusste. An dem dort neu errichteten Conservatorium wurde er nämlich 1809 als erster Inspector und Lehrer der Composition und des Gesanges angestellt. Damals componirte er u. A. das Sonett »La campana di morte«, welches mit Recht berühmt und unter dem Namen »Die Todtenglocke« auch in Deutschland allbekannt geworden ist. Seine Befähigung als Lehrer bewies er noch durch folgende wichtige theoretische Werke: »Trattato d'armonia; Principi elementari; Dialogo sul trattato d'armonia; Preparazione al bel canto, contenente molti solfeggi d'armonia u. s. w.« Zahlreiche Compositionen zu gleicher Zeit sind weitere Beweise seiner staunenswerthen Thätigkeit und Fruchtbarkeit. Aus dem reichen Schatze seien nur hervorgehoben: zwei Cantaten, mehrere Sonette, Oden, Anakreontica, 28 Duette, eine Serenade mit Chören und eine solche für kleines Orchester, eine Sonate für Harfe und die grosse Oper »Cinna«. Ferner arrangirt: er Haydn's »Schöpfung« für zwei Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli. Ungern sah man ihn 1813 seine Stellung als Censor des Conservatoriums aufgeben und sich mit dem Titel eines Musikdirectors des Vicekönigs von Italien in seine Vaterstadt zurückziehen. Dort errichtete er aus Liebe zur Kunst und zum Unterricht auf eigene Kosten eine Musikschule, welche er zu Flor und Bedeutung brachte. Eine grosse Menge von Werken jeder Gattung der Musik bezeichnet auch aus dieser Lebensepochen seinen ungebrochenen, rastlosen Fleiss. Unter diesen sind wiederum auch schriftstellerische und theoretische Arbeiten, wie »Beobachtungen über die Temperatur der Instrumente«, eine Klavierschule in drei Theilen und eine grössere Compositionsschule, deren Erscheinen jedoch, bei Ricordi in Mailand, er nicht mehr erlebte. Er starb nach einer langwierigen Krankheit am 18. Mai 1832 zu Correggio im 63. Jahre seines Lebens. Das einzige Werk von ihm, welches, ausser der oben erwähnten »Todtenglocke«, auch in Deutschland in weiteren Kreisen bekannt wurde und Hochschätzung erfuhr, ist seine vortreffliche Gesangschule (Mainz, Schott). Italien darf ihn zu den gediegensten seiner Componisten neuerer Zeit zählen. one of two readings
2mezzi, zwei Ouvertüren, die Chöre zu Metastasio's »La clemenza di Tito«, vierzehn verschiedene Arien, ein Divertissement für Violoncell und eines für Fagott mit Orchester, zwei Flöttenconcerte, ein Streichquartett, ein Quartett für Viola, Flöte, Horn und Bass, ein Trio für Mandoline, Violine und Bass u. s. w. Im J. 1787 berief ihn der kaiserl. Minister Marchese Gherardini in sein kunstinniges Haus zu Turin, eine Stellung, welche er neun Jahre hindurch versah, während welcher Zeit er neun Cantaten, zwei Dramen, zwei Ouvertüren, zwanzig Duette, Terzette und Quartette, zwölf Klaviersonaten und, für das königl. Theater zu Turin, die tragische Oper »Gustavo« schuf. Im J. 1796 begleitete er die Gemahlin seines Gönners von Turin nach Venedig und von da aus 1799 nach Mailand, wo man endlich das ausserordentliche Talent A.'s nutzbarer zu machen wusste. An dem dort neu errichteten Conservatorium wurde er nämlich 1809 als erster Inspector und Lehrer der Composition und des Gesanges angestellt. Damals componirte er u. A. das Sonett »La campana di morte«, welches mit Recht berühmt und unter dem Namen »Die Todtenglocke« auch in Deutschland allbekannt geworden ist. Seine Befähigung als Lehrer bewies er noch durch folgende wichtige theoretische Werke: »Trattato d'armonia; Principi elementari; Dialogo sul trattato d'armonia; Preparazione al bel canto, contenente molti solfeggi d'armonia u. s. w.« Zahlreiche Compositionen zu gleicher Zeit sind weitere Beweise seiner staunenswerthen Thätigkeit und Fruchtbarkeit. Aus dem reichen Schatze seien nur hervorgehoben: zwei Cantaten, mehrere Sonette, Oden, Anakreontica, 28 Duette, eine Serenade mit Chören und eine solche für kleines Orchester, eine Sonate für Harfe und die grosse Oper »Cinna«. Ferner arrangirt: er Haydn's »Schöpfung« für zwei Violinen, zwei Violen und zwei Violoncelli. Ungern sah man ihn 1813 seine Stellung als Censor des Conservatoriums aufgeben und sich mit dem Titel eines Musikdirectors des Vicekönigs von Italien in seine Vaterstadt zurückziehen. Dort errichtete er aus Liebe zur Kunst und zum Unterricht auf eigene Kosten eine Musikschule, welche er zu Flor und Bedeutung brachte. Eine grosse Menge von Werken jeder Gattung der Musik bezeichnet auch aus dieser Lebensepochen seinen ungebrochenen, rastlosen Fleiss. Unter diesen sind wiederum auch schriftstellerische und theoretische Arbeiten, wie »Beobachtungen über die Temperatur der Instrumente«, eine Klavierschule in drei Theilen und eine grössere Compositionsschule, deren Erscheinen jedoch, bei Ricordi in Mailand, er nicht mehr erlebte. Er starb nach einer langwierigen Krankheit am 18. Mai 1832 zu Correggio im 63. Jahre seines Lebens. Das einzige Werk von ihm, welches, ausser der oben erwähnten »Todtenglocke«, auch in Deutschland in weiteren Kreisen bekannt wurde und Hochschätzung erfuhr, ist seine vortreffliche Gesangschule (Mainz, Schott). Italien darf ihn zu den gediegensten seiner Componisten neuerer Zeit zählen. one of two readings
4Askarum, ein Saiteninstrument der Libyer, mit Federkielen versehen, durch welche die Saiten zum Klingen gebracht sein sollen.
6Askaules (griech., latein.: Utricularius), Sackpfeifer, hiess bei den alten Griechen und Römern derjenige Musiker, welcher auf einer Claviatur ein Pfeifeninstrument behandelte, dem durch Windsäcke und Blasebälge Luft zugeführt wurde. Das Instrument war also jedenfalls der erste Keim zu der complicirteren Orgel und diente zur Begleitung der frommen Gesänge bei Opfern und sonstigen feierlichen Gelegenheiten.
8Asklepiädes, aus Samos, der Sohn des Sikelos, daher auch oft der Sikelide genannt, ein altgriechischer Dichter und Sänger, war der ältere Zeitgenosse und Freund des Idyllendichters Theokrit. Nach ihm sind die Asklepiadeischen Verse benannt, die, mit einem Spondeus beginnend und mit einem Jambus schliessend, aus zwei oder drei Choriamben bestehen, z. B.:
10oder: – – | – ̃ ̃ – | – ̃ ̃ – | – ̃ – | ̃ ̃
12Jenen nennt man den kleineren, diesen den grösseren Asklepiadeischen Vers. Bei Horaz kommen fünf verschiedene, aus Asklepiadeischen Versen gebildete Versmaasse vor.
14As-moll ist diejenige Tonart des modern-abendländischen diatonischen Tongeschlechtes, deren Tonfolge, da diese Tonart der Mollgattung angehört, der Scala der

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