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Scan 109
Taxe der Streich-Instrumente ; Anleitung zur Einschätzung von Geigen, Violen, Violoncelli,…, 1907
38 lines. Read by computer on 28 September 2026. Printed page 105. See the scan on archive.org.
1Daum (Thaum), Mathias. Wiener-Neustadt, 1789—1855. Tüchtiger Geigenbauer. Der Ton seiner Instrumente wird als ausgiebig gelobt. Wert: etwa 100—150 M.
3Dieffopruchar, Duiffobrugcar, usw. usw., siehe Tieffenbrucker (unter Italien).
5Diehl. Geigenbauerfamilie in Mainz, Darmstadt usw. — U. a.:
7Diehl, Martin. Mainz, 1700—1786. Arbeitete bei Döpfer in Mainz und später bei Helmer in Prag. Instrumente ohne besonderen Wert, die jedoch am Mittelrhein: Mainz, Frankfurt usw. verhältnismäßig hoch bezahlt werden.
9Martin Dihl, Chur-Maynzischer Lauten- und Geigenmacher 17.. Wert: etwa 100 M. und höher.
11Diehl, Nikolaus. Darmstadt, 1779—1851. Sohn des Martin Diehl, Schüler des Jakob Steininger. Gute Arbeit, schönes Holz, goldgelber Lack.
13Wert: etwa 100—150 M. Violoncelli wesentlich höher.
15Diehl, Jakob August. Darmstadt, XVIII. Jahrh. Seine Instrumente sind, zumal im Rheinland, geschätzt.
17Wert: ähnlich dem vorigen.
19Diehl, Johann. In Mainz von 1808—1843 tätig. Sohn des Martin Diehl, der beste Meister des Namens Diehl. Hübsche Arbeiten, meist nach Stradivari, goldgelber Lack. Zumal im Rheinland sehr geschätzt.
21Wert: Seine Violinen kosteten neu 66 Gulden, die Violen 88, die Violoncelli 120 Gulden. Der Preis der ersteren beträgt jetzt immerhin einige hundert M., Violoncelli wesentlich höher.
23Diehl, Heinrich. Mainz, XIX. Jahrh. Sohn des Vorigen.
25Diehl, Jakob. Bremen und Hamburg, * 1807 in Darmstadt, † 1873. Sohn des Nikolaus Diehl.
27Diehl, Friedrich. Darmstadt, * 1814, † 1873. Sohn des Nikolaus Diehl. Recht gute Arbeiten, aber im Lack minderwertig.
29Wert: etwa 100 M., auch etwas höher.
31Diehl, Nikolaus Louis. Hamburg, XIX. Jahrh. Sohn des Jakob Diehl.
33Diener. Geigenbauerfamilie in Graslitz, XVIII. und XIX. Jahrh. Besonders billigere Erzeugnisse, ohne Eigenart.
35Döpfer, Nikolaus. Mainz, 1715—1768. Gute Arbeit, großes Patron, ziemlich flache Bauart. Holz von guter Wahl, brauner Lack. Ton ausgiebig. Wert: etwa 100—200 M.
37Dörffel (auch Dörfel, Dörffler, Dürfel(l) usw.). Weitverzweigte Geigenbauerfamilie, deren Mitglieder schon im XVIII. und XIX. Jahrh. in Markneukirchen, Klingenthal, Graslitz usw. arbeiteten. Instrumente ohne hohen Wert.
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