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Scan 129
Taxe der Streich-Instrumente ; Anleitung zur Einschätzung von Geigen, Violen, Violoncelli,…, 1907
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1Der bedeutendste war wohl Joh. Georg Th. in Amberg, XVIII. Jahrh., zweite Hälfte. Wert: etwa 100–150 M.
2Tieffenbrucker, siehe italienische Schule.
3Tieffenbrunner. Name mehrerer Geigenmacher in Mittenwald, München usw., XVIII. und XIX. Jahrh. Wert: Die besten Arbeiten dürften ca. 150 M. kaum übersteigen.
4Tielke, Joachim. Hamburg. Der Name kommt vielfach in Instrumenten vor und zwar mit Jahresangaben von 1539 etwa bis nach 1700. Es scheinen somit mehrere, wohl der gleichen Familie angehörige Meister desselben Namens gelebt zu haben, oder der älteste Joachim Tielke ward Begründer einer Art Instrumentenfabrik, die unter derselben Firma mehrere Generationen hindurch blühte. — Der hervorragendste Vertreter des Namens scheint ein 1641 geborener und 1719 verstorbener Joachim Tielke gewesen zu sein.
5Außerordentlich schöne Arbeiten mit Schnitzereien, Holz-, Elfenbein- und kostbaren Metalleinlagen. Lauten, Theorben, Violen, Gamben usw., auch Geigen, die in ihrer kunstvollen Ausführung kaum je übertroffen wurden. Sammelobjekte allerersten Ranges.
6IOACHIM TIELKE in Hamburg An. 16.. Tielke in Hamburg fecit 17..
7Wert: Zumeist abhängig vom Kunstwert und der Ausstattung. Die Liebhaberei der Maler, ihre Ateliers mit phantastisch aussehenden antiken Musikinstrumenten zu schmücken, hat den Preis der Lauten, Theorben, Gamben und Violen, zumal der mit Einlegearbeiten gezierten, stark in die Höhe getrieben; sie hat aber auch die Veranlassung zu unzähligen Fälschungen gegeben, und gerade der Name Joachim Tielke ist einer jener, die am meisten mißbraucht wurden. Wirklich echte Instrumente erreichen hohe Liebhaberpreise, die bis in die Tausende von Mark gehen können.
8Uebel. Name mehrerer Geigenmacher in Klingenthal und Markneukirchen, XVIII. und XIX. Jahrh.
9Vauchel, Jean. Würzburg, Offenbach a. M. usw., XIX. Jahrh. Seine Arbeiten sind sehr geschätzt. Wert: bis einige 100 M.
10Voel, E. Mainz, XIX. Jahrh. erste Hälfte. Meist Stradivari-Imitationen, recht gute Arbeit, hübscher rotbrauner Lack. Wert: etwa 200 M. und höher.
11Voel, Jakob. Mainz und Frankfurt a. M., XIX. Jahrh. erste Hälfte. Gute Arbeiten. Wert: etwa 100–150 M.
12Vogler, Joh. Georg. Würzburg, erste Hälfte des XVIII. Jahrh. Recht gute Arbeiten. Wert: etwa 100–200 M.
13Joh. Georgius Vogler me fecit Wirceburgi 17.. Johann Georg Vogler, Lauten- und Geigenbauer in Würzburg 1750
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