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Scan 45
Taxe der Streich-Instrumente ; Anleitung zur Einschätzung von Geigen, Violen, Violoncelli,…, 1907
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1Albani, Paolo. Palermo und Rom, XVII. Jahrh. zweite Hälfte. Er soll Amati-Schüler gewesen sein, doch gemahnten seine Instrumente wenig an die Cremoneser Meister. Format groß, sorgfältige Arbeit, reicher roter (auch rosa) Lack.
2Wert: etwa 800–1500 M.
4Albani, Nicola. Mantua, XVIII. Jahrh. Großes Format, roter Lack, guter ausgiebiger Ton. Wert: etwa 800–1000 M.
6Alberti, Ferdinando. Mailand, 1749–1760. Grancino-ähnlich, etwas hoch. Guter gelber Lack, manchmal rosa, Arbeit nicht hervorragend. Zettel verschiedenartiger Fassungen, u. a.:
7Ferdinando Alberti fece in Milano
8nella contrada del pesce al segno
9della corona nell’ anno 17..
10Wert: etwa 500–800 M.
12Alessandro, gen. „Veneziano“. XVI. Jahrh. Violen- (und Geigen-?)macher.
14Alvani, Paolo. Cremona, Mitte des XVIII. Jahrh. Gute Arbeiten nach Jos. Guarneri, resp. Amati. Schöner gelber Lack.
15Wert: etwa 1000 M., auch etwas höher.
17Amati, Andrea. Cremona, * c. 1535, † c. 1612. Einer der allerersten Meister, die Violinen gebaut haben. Er verbesserte die alten Formen und schuf neue Typen; mit Recht gilt daher Andreas Amati als hervorragendster Begründer der modernen Schule.
18Seine Instrumente*) haben meist kleines Format und etwas hohe Wölbung, die ff-Löcher ziemlich offen — die oberen Punkte fast gleich groß, wie die unteren —, gut gewähltes Klangholz, fast immer Schwartenboden. Die Arbeit ist genau, der Lack bernsteinfarben resp. goldgelb, und stark aufgetragen; er hat mehr Widerstandsfähigkeit, als der alte (braunere) der Brescianer. Ton weich und zart, wie ihn die Musik jener Zeit verlangte.
19Nur wenig zweifellos Echtes ist von Andreas Amati auf uns gekommen. Die meisten Instrumente, die seinen Namen tragen, sind Fälschungen resp. mit falschen Zetteln versehen. Für König Karl IX. von Frankreich soll Andreas Amati eine Anzahl kunstvoll bemalter Geigen gearbeitet haben. Von diesen sagenhaften Violinen tauchen hin und wieder Exemplare auf, doch dürfte es sich dabei um altfranzösische Instrumente handeln.
20Andreas Amati in Cremona MDLXXII
21Hoher Sammelwert. Authentische Arbeiten erreichten Preise von 5000–8000 M.
23*) Maße von Instrumenten des Andrea Amati a. d. Jahre 1565 (?).
25<table>
26 <tr>
27 <th></th>
28 <th>Länge</th>
29 <th>Breite oben</th>
30 <th>Breite unten</th>
31 <th>Oberzarge</th>
32 <th>Unterzarge</th>
33 </tr>
34 <tr>
35 <td>Violine</td>
36 <td>mm 353</td>
37 <td>163</td>
38 <td>202</td>
39 <td>29</td>
40 <td>30</td>
41 </tr>
42 <tr>
43 <td>Violoncello (nach Grillet)</td>
44 <td>,, 730</td>
45 <td>340</td>
46 <td>430</td>
47 <td>120</td>
48 <td>120</td>
49 </tr>
50</table>
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