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Scan 55
Taxe der Streich-Instrumente ; Anleitung zur Einschätzung von Geigen, Violen, Violoncelli,…, 1907
35 lines. Read by computer on 25 September 2026. Printed page 51. See the scan on archive.org.
1Calvarola, Bartolomeo. Bologna und in Torre Baldone bei Bergamo, Mitte des XVIII. Jahrh. Recht gute Arbeit im Ruggeri-Stil. Die Schnecke nicht schön geschnitten, guter Lack gelb bis zartrosa.
2Bartolomme Calvarola
3fecit Bergame 17..
4Wert: etwa 700–1000 M.
6Camilli, Camillo (de). Mantua, XVIII. Jahrh. Gute Arbeit nach Stradivari, hübsches Aussehen. ff-Löcher breit und etwas kurz, gut gewähltes Holz, hellroter Lack, schöner Ton.
7Camillus Camilli fecit
8Mantuæ 17..
9(auch Handschrift)
10Camillo de Camilli
11Fece in Mantova
1217..
13Wert (steigend): etwa 1000–1500 M.
15Cappa, Giuseppe Francesco. Saluzzo, c. 1600—1645. Wohl der älteste Meister des Namens Cappa.
16Joseph Franciscus Cappa
17Fecit Salutis 16..
19Cappa, Goffredo. Saluzzo und Turin. * nach 1600 in Saluzzo. Bis c. 1640 daselbst tätig, dann zeitweilig in Turin. — G. Cappa soll bei den Brüdern Amati gelernt haben, seine Arbeiten aber bestätigen dies kaum. Obgleich sie der Amatischule noch am nächsten stehen, weichen sie doch in wesentlichen Punkten von den Cremoneser Erzeugnissen ab. Patron verschieden, manchmal groß und dann bevorzugt. ff-Löcher groß und offen, in der Zeichnung wenig schön, Arbeit ungleichwertig, Material nicht ersten Ranges. Lack gelb bis rotgelb. Violen und besonders die Violoncelli sind gesucht. — Viele Instrumente Cappas sollen zur Erhöhung der Preise mit Amati-Zetteln versehen worden sein.
20JOFFRIDUS CAPPA FECIT SALUTIIS ANNO 16…
21(auch mit Jofredus statt Joffridus).
22Wert: (besonders durch das hohe Alter u. die Seltenheit bedingt)
23etwa 1200–2500 M.
24V'celli wesentlich höher.
26Cappa, Gioacchimo. Saluzzo, etwa 1660—1725. Vielleicht ein Nachkomme des Goffredo Cappa, wenig bekannt.
27Wert: etwas niedriger als beim vorigen.
29Carboli, Lorenzo. Mailand, XVIII. Jahrh. (wohl identisch mit Cabroli).
31Carcassi. Florentiner Geigenbauerfamilie des XVIII. Jahrh. U. a.:
32Carcassi, Francesco. Florenz, etwa 1735—1760. Mittelmäßige Arbeit, gelbbrauner Lack.
33Wert: etwa 400–500 M.
34Carcassi, Lorenzo. Florenz, etwa 1738—1760. Etwas gewölbte Form, gelbbrauner Lack.
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