Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 82

Taxe der Streich-Instrumente ; Anleitung zur Einschätzung von Geigen, Violen, Violoncelli,…, 1907

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1Rech(i)ardini, Giovanni, gen. Zuane. Venedig, Anfang des XVII. Jahrh.
2Renisto. Der Name beruht auf Mißverständnis — soll heißen revisto = durchgesehen, hergerichtet (repariert).
3Ricolazi, Lodovico. Cremona, XVIII. Jahrh.
4Rocca. Genua, XVIII. Jahrh. zweite Hälfte. Guarnerityp, wenig bekannt.
5Rocca, Giuseppe Antonio. Turin, * 1800, † 1865. Schüler des Pressenda und viel für diesen tätig. Treffliche Kopien alter Meister, schöne, sorgfältige Arbeit, roter bzw. rotbrauner, stark aufgetragener Lack. Boden meist aus einem Stück. Ton ausgiebig und schön.
6Joseph Antonio Rocca
7fecit Taurini
8anno Domini 18..
9(links Kreis mit Initialen)
10Wert: (stark steigend) 700—1200 M. mindestens; 2500 M. wurden schon erzielt.
11Rodiani, Giovita, wohl identisch mit Budiani (s. d.). Brescia, Ende des XVI. und Anfang des XVII. Jahrh. Arbeiten in der Art der Brescianer Schule (Maggini-ähnlich), gelber Lack.
12Giouita Rodiani. In Brescia.
13Wert: etwa 800—1000 M.
14Rogeri, Giambattista. Brescia, * c. 1650 in Bologna, † c. 1730 in Brescia. Er war gleichzeitig mit Stradivari Schüler des Nicola Amati. Vortreffliche Arbeiten im Amatistil mit Anklängen an Stradivari. Geigen großen (bevorzugten) und kleinen Patrons, Wölbung meist mittelstark, zuweilen auch reichlich hoch, Ecken stark ausgreifend (wie bei Nicola Amati), ff-Löcher sorgfältig geschnitten, lang und wenig offen, in der Zeichnung ebenfalls an Amati sich anlehndend, Schnecke nicht tief gestochen, bei den Geigen großen Patrons oft verhältnismäßig klein. Holz schönster Wahl, Lack golden, goldbraun bzw. hellrot auf Goldgrund, leicht aufgetragen und doch von großer Leuchtkraft. Ton süß und edel, aber nicht besonders groß. Ausgiebiger im Klang als die Violinen und besonders gesucht sind die Violoncelli*); manche haben Pappelboden. — Der Name Rogeri wird vielfach mit Rugieri in Cremona, s. d., verwechselt! Die Bezeichnung auf dem Zettel Bon: (Bononiensis) bezieht sich auf die Herkunft des Meisters aus Bologna (Bononia).
15Jo: Bap. Rogerius Bon: Nicolai Amati de Cremona alumnus Brixiae fecit, Anno Domini 16..
16Jo: Bapt. Rogerius Bon: Nicolai Amati de Cremona alumnus Brixiae fecit, Anno Domini 17..
17(manchmal roter Druck)
18*) Maße eines Violoncells von Giambattista Rogeri a. d. J. 1700:
19Länge 733
20Breite oben 364
21Breite unten 443
22Oberzarge 112
23Unterzarge 118

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