Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 91

Taxe der Streich-Instrumente ; Anleitung zur Einschätzung von Geigen, Violen, Violoncelli,…, 1907

22 lines. Read by computer on 25 September 2026. Printed page 87. See the scan on archive.org.

1Testore, Carlo Giuseppe. Mailand, * 1660 in Novara, † c. 1720 in Mailand. Schüler des Gioacchino Cappa in Saluzzo und des Giov. Grancino in Mailand, der beste Meister des Namens Testore. Gute Arbeiten im Guarneri-Stil. Bräunlicher Lack, Ton ausgiebig und schön, besonders bei den Violoncelli.
3Carlo Giuseppe Testore in Contrada larga di Milano al segno dell’ Aquila 17..
5Testore, Carlo Antonio. Mailand, * 1688, † c. 1765 daselbst. Ältester Sohn des Carlo Giuseppe. Er ahmte Cremoneser Meister nach, Arbeit ähnlich jener des Vaters. Lack, meist stark aufgetragen, gelbbraun bis braun. Ausgiebiger guter Ton.
7Carlo Antonio Testore figlio maggiore del fù Carlo Giuseppe in Contrada larga al segno dell’ Aquila Milano 17..
9Brandmarke: An mehreren Stellen des Bodens (innen) Adler.
11Testore, Paolo Antonio. Mailand, * 1690, † c. 1760 daselbst. Bruder des Carlo Antonio, ihm in der Arbeit nachstehend. Er baute nur wenig Streichinstrumente. Die Geigen sind meist etwas schwerfällig ausgeführte Guarneri-Kopien mit hellgelbem Lack. Die Einlagen fehlen meist.
13Paolo Antonio Testore figlio di Carlo Giuseppe Testore in Contrada Larga di Milano al Segno dell’ Acquila (auch in anderer Zeilenteilung)
15Paolo Antonio Testore Milano 17..
17Wert: etwa 1000–1800 M.
19Tieffenbrucker — auch Dieffopruchar, Duiffobrugcar, Duiffobrocard, Duiffoprougar, usw. — Caspar. Bologna (?), Paris (?), Lyon. * 1514 in „Fressin“ (Freising oder Fuessen?), von 1553 ab in Lyon, da † 1570 oder 1571. (Nach anderer Angabe: * in Tirol, kam ca. 1510 nach Bologna. Nach der Schlacht von Marignano folgte er Franz I. nach Paris; arbeitete später in Lyon, † daselbst ca. 1530.) Antiker Violen-, Lyren- und Lautenmacher. Reich verzierte Kunstwerke von höchstem Sammelwert.
21Nach Niederheitmann-Aachen u. a. soll Tieffenbrucker Erfinder der Violine sein. Was als zuverlässig von ihm stammend anzusehen ist, besteht aber lediglich in altertümlichen Typen, als Violen, Gamben u. dgl. Daß Tieffenbrucker für Franz I. von Frankreich (1515 gekrönt) 1510 die Niederheitmannsche Geige gebaut hat, ist nicht möglich, selbst wenn die ersten, von Dr. H. Coutagne dem städtischen Archive zu Lyon entnommenen Daten ungenaue oder auf einen anderen Tieffenbrucker bezügliche wären. Sonderbar ist es auch, daß von den wenigen Violinen Tieffenbruckers (nur sechs sollen bekannt sein) die Hälfte gerade nach Aachen gekommen sein soll, um dort späteren Generationen erhalten zu bleiben. Die von Niederheitmann beschriebenen Violinen dürften, wie dies verschiedentlich von berufenster Seite ausgesprochen wurde, neuere,

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