Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 31

Versuch einer gründlichen Violinschule : entworfen und mit 4. Kupfertafeln sammt einer Tabelle, 1900

8 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 9. See the scan on archive.org.

1Der Einleitung erster Abschnitt.
3unten sowohl als in der Mitte viel ausgeschnittenen Sattel geholfen werden. Solcher muß aber überhaupt von einem recht feinen, wohl geschlossenen, und ausgetrockneten Holze seyn. Uebrigens hat der Sattel seinen Ort auf dem Dache der Violin in der Mitte der zweenen Ausschnitten, welche in der Gestalt eines lateinischen S Buchstabens auf beyden Seiten angebracht sind. Damit aber der Klang nirgends unterdrücket werde: so muß das Bretchen, an welches die Seyten festgemacht sind, und welches man, nach dem gemeinen Waidspruche, das Sattelfest nennt, an das unten desswegen eingesteckte Zäpschen also eingehenket werden, daß es mit dem untern und schnahlen Ende weder über das Dach der Violin herein, noch hinaus reiche, sondern demselben völlig gleich stehe. Man muß endlich auch sein Instrument immer reinlich halten, und absonderlich die Seyten und das Dach, bevor man zu spielen anfängt, allezeit von dem Staub und Koliphon säubern (a).
5Dieses wenige mag inzwischen einem fleißig Nachdenkenden schon genug seyn; bis gleichwohl sich iemand hervor thut, welcher, nach meinem Wunsche, diesen meinen kleinen Versuch erweiteret, und alles in ordentliche Regeln bringet.
7(a) Colophonium wird aus gereinigtem Harz gemacht, und man schmiert mit demselben die über den Geigebogen gezogene Pferdhaare; damit sie die Seyten schärfer angreifen. Man muß aber den Bogen nicht zu sehr schmieren; sonst wird der Ton rauh und dumpficht.

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