Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 24

Cremona: eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente, 1877

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1Gründer war Andreas Amati. In seinen ersten selbstständigen Werken findet man die Reminiscenzen des Gaspard di Salo, obgleich nicht bekannt geworden ist, dass dieser sein Lehrer gewesen sei. Es ist bei den meisten italienischen Geigenbauern zu beobachten, dass sie Anfangs in den Fussstapfen ihrer Lehrer wanderten, sobald sie aber das Bewusstsein eigner Kraft gewannen, nach rechts und links ihre eignen Bahnen betraten, neue Umrisse und Wölbungen ersannen und wie man das, was man selbst schafft, liebt und gern besser findet, so auch hier, wo durch die auseinandergehenden und verschiedenen Ansichten und Richtungen jener Meister die verschiedenen Schulen entstanden.
3Es muss dabei ebenfalls dem Geschmack der Zeit Rechnung getragen werden. Wenn in der Jetzzeit Kraft und Schönheit vereint beansprucht werden und Stradivarius und Joseph Guarnerius, welche diese Eigenschaften in höchster Potenz besitzen, am meisten geschätzt sind, so gab es wiederum Zeiten, wo man dem sanftklingenden Ton den Vorzug gab, und Amati und Stainer den Preis zuerkannte.
5Zur Blüthezeit der alten Brescianer und Cremoneser Meister wurde die Violine nur nach ihrer tonerzeugenden Eigenschaft geschätzt; als man aber auch die sich mehr und mehr entwickelnde Schönheit ihrer Form zu schätzen anfing, da hatte bald die Violine sowohl ihre Liebhaber wie ihre Spieler.
7Bis zum Jahre 1800 stand kein Meister so hoch in Gunst, wie Stainer; in Deutschland, Frankreich und England arbeiteten die meisten Geigenbauer nach seinem Modell. Darauf gelangten die Instrumente der Amati mehr in Gunst und da in Italien ihre Anzahl viel grösser war, als die Nachfrage, so wurden sie billiger verkauft als manches neue Instrument. Der Geigenbauer William Forster verkaufte z. B. laut seinem Tagebuch am 20. April 1799 ein Cello von Nicolas Amati nebst Kasten und Bogen zu 17

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