Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 114

Cremona. Eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente, 1919

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1höheren dreifach, der tiefste nur doppelt besaitet sind, und 10 Bass-Saiten am oberen Kragen, sämtlich von Darm. Hals und Griffbrett sind schwarz mit reichlicher Elfenbeineinlage, der Bauch ist weiss gerippt. Unten an der Decke befindet sich ein Wappen. Die Datierung widerspricht der Behauptung Brossards,1) wonach der Gambist Hotteterre in Frankreich die Theorbe um 1650 erfunden haben soll. Jetzt im Instrumenten-Museum der kgl. akad. Hochschule für Musik. Berlin-Ch. (No. 716). Ein Violoncello von 1679 [?] besitzt die Instrumenten-Sammlung Correr in Venedig. Eine Archiliute befindet sich im Instrumenten-Museum des Konservatoriums in Paris.
3KAPSPERGER, Joh. Hieronymus, Rom 16.. Angeblich Erfinder der Theorbe.
5KERLINO, Giovanni, Brescia 1449—1495. Der in der italienischen Sprache nicht vorkommende Anfangsbuchstabe seines Namens lässt vermuten, dass Kerlino (Kerl) ein Deutscher, oder deutscher Abstammung gewesen ist. Im Archiv Gonzaga in Mantua berichtet Archivar Stefano Davari2) in »La Musica a Mantova« aus einem Brief vom 27. Juni 1495 aus Brescia von Marco Nigro an die Marchese Isabella, dass sie Kerlino den Auftrag gegeben hatte, eine Viola da gamba oder da braccio, eine Armviola anzufertigen, und dass der Lautenspieler Angelo Testagrossa nach Brescia reiste, um die Güte einiger Violen Kerlinos zu beurteilen. Auch der Abt Professor Pietro Canal berichtet eingehend in dem Werke »Della Musica in Mantova«, Venedig 1881, dass der Instrumentenmacher Kerlino in Brescia in einem Dokument vom 11. XI. 1499 als Hersteller eines Saiteninstruments erwähnt sei. „Keine gewöhnliche Violine, sondern eine dazu umgearbeitete Viola“ mit der Inschrift Joan Kerlino 1449 sah Laborde 1799 und fand Fétis 1804 im Besitze des Geigenmachers Koliker in Paris vor.
7KLOTZ. Mathias I., Mittenwald. * 11. VI. 1656, † am 16. VIII. 1743. Begründer der Geigen-Industrie Mittenwalds. Mathias war der älteste Sohn eines Schneiders Urban Klotz
91) Sehr unwahrscheinlich ist, dass die Angabe sich auf Sebastian Brossard von 165.—1750 bezieht. Brenet, Michel. Sebastian Brossard. Extrait de Mémoires de la Société de l’Histoire de Paris 1896.
102) Wird auch oft genannt in der „Vierteljahrsschrift für Musikwissenschaft“ 1887, Heft 3 in einem Aufsatz über „Claudio Monteverdi“ von Dr. E. Vogel.
11KALB SAUG. Eberhart. Nürnberg 1433. Lautenmacher.

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