Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 116

Cremona. Eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente, 1919

14 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 78. See the scan on archive.org.

1doch nach einiger Zeit, durch neidische Umtriebe seiner italienischen Mitlehrlinge gezwungen, seinen Meister verlassen haben. Nachdem Mathias in langjähriger Tätigkeit bei verschiedenen Geigenmachern, namentlich bei Jakob Stainer, reiche Erfahrung gesammelt, kehrte er nach fast 20jähriger Abwesenheit in seine Heimat zurück, um dort eine eigene Werkstätte einzurichten. Zugleich aber beschäftigte er sich mit dem Plane, die Geigenmacherei als allgemeine Erwerbsquelle für die fast verarmten Bewohner seines Geburtsortes einzuführen.
3Dank seiner rastlosen Energie und reichen Erfahrung kam jener Plan überraschend schnell zur Verwirklichung und führte ein neues Aufblühen des ganzen Ortes herbei.
5Fast alle seine Geigen sind mehr oder weniger getreue Kopien der Arbeiten von Jakob Stainer — so zwar, dass sie oft für echte Stainer gelten. Der von Klotz verwendete Firnis ist mehr rot, doch nicht so klar wie der von Stainer.
7Er hinterliess drei Söhne: Georg, Joseph und Sebastian.
9Eine Viola von gutem Holz und von prächtiger Arbeit besass die Instrumenten-Sammlung Snoeck, jetzt im Instrumenten-Museum der k. akad. Hochschule für Musik, Berlin-Ch.
11„Viola d’amore, zu einer Viola da braccio umgewandelt von Mathias Klotz, Lautenmacher in Mittenwald 1717. Von ähnlicher, nur späterer Form. Die Umwandlung zu einer Bratsche hat das Instrument durch den Ansatz eines kurzen Halses unförmig gemacht.“ Jetzt im Instrumenten-Museum der kgl. akad. Hochschule für Musik, Berlin-Ch.
13Viola d’amore mit dem gedruckten Zettel: Mathias Kloz, Lautenmacher in Mittenwald anno 1725. „6 Spielsaiten, 7 mitschwingende Saiten. Sehr schönes, fein gearbeitetes Instrument, woran noch alles original ist. Die Schnecke ist hübsch geschnitten.“ Länge 89 cm. Katalog des Musikhistorischen Museums von Paul de Wit, Leipzig, jetzt im Konservatorium der Musik in Köln.

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