Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 146

Cremona. Eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente, 1919

8 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 108. See the scan on archive.org.

1können nicht angezweifelt werden. Er war einer der grössten Meister seiner Zeit und das Haupt der Brescianer Schule.
3Bemerkenswert ist, dass er, wie später auch Amati und Stradivari, anfangs hochgewölbte Geigen baute und die Wölbungen im Laufe der Zeit flacher nahm; sie haben meist kleines Patron, die Mittelbiegel sind flach ausgeschnitten, die Ecken wenig vorstehend, die f-Löcher ziemlich weit, lang und fast parallel laufend. Zu den Decken wählte er Fichtenholz mit vollkommener Regelmässigkeit der Jahresstreifen. Da derzeit die Geige ein neues, noch wenig eingeführtes Instrument war, so ist es natürlich, dass Violen, Celli und Bässe des Meisters sich in grösserer Anzahl erhalten haben als Violinen.
5Zu den Böden und Zargen der grösseren Instrumente verwendete er meist Birnbaumholz, zu den Geigen nur Ahorn, die technische Ausführung ist nach heutigen Begriffen nicht besonders fein, die Reifchen sind nicht so glatt und sauber eingelegt, wie das die späteren Meister zu machen verstanden. Der Lack ist meist sehr dunkel, zuweilen von schöner Bernsteinfarbe. Der Ton seiner Geigen ist wohlklingend, doch nur wenig ausgiebig und etwas verschleiert, die tieferen Saiten haben Alt-Charakter. Seine Violen sind vollendet und sorgfältiger ausgeführt als die Violinen. Seine Instrumente sind künstlerische Reliquien, die im höchsten Grade die Chronik der Kunst bedeuten. Mit Jahreszahlen versehene Zettel sind von ihm nicht bekannt (ebenso wie bei Maggini).
7Zwei der schönsten Violinen dieses Meisters waren im Besitz von Ole Bull. Giovanni Bottesini in Florenz besass einen schönen Kontrabass von ihm; ein ebensolcher, früher Dragonetti gehörig, befindet sich im städtischen Museum in Venedig. Eine Violine besitzt Fürst Moritz Lobkowitz, Raudnitz bei Leitmeritz. Einige weitere Werke bewahrt das Instrumentenmuseum des Konservatoriums in Paris, u. a. eine kleine 6saitige Viola da Gamba. Dragonetti war auch im Besitz des 3saitigen Instruments, das er dem Herzog von Leicester überliess und das sich jetzt im South Kensington Museum in London befindet. Einer der besten Kontrabässe dieses Meisters wurde in der Sammlung von Tarisio gefunden und gehört jetzt Richard Bennett in Paris. Der Violinvirtuos Rudolf Kreutzer spielte eine Geige, die 1788 Baron Bagge in Paris kaufte. In der Instrumentensammlung des Violinvirtuosen August Gentz, Berlin, befindet sich

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.