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Scan 87
Cremona. Eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente, 1919
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1gefärbt, sehr klar und braungelb. Er arbeitete nicht nach dem Patron seines Vaters, sondern wählte ein kleineres, ähnlich dem des Stradivarius, die Mitte haltend zwischen dem amatisierten und allongierten Modell. Nur aus seiner letzten Periode sind einige grosse Geigen vorhanden. Die Klangfülle des Tones ist ausgezeichnet. Die Verzierungen in der Zeichnung und seine vorzüglichen Arbeiten weisen auf einen grossen Künstler hin und stimmen mit den Grundsätzen der Stradivari-Schule überein. Er machte viele Violinen, Violen und Violoncelli, die sehr gesucht waren, da sie grossen Beifall fanden.
3GAGLIANO, Gennarro, Neapel * um 1700, † nach 1770.
4Januarius Gagliano filius Alexandri fecit Neap. 1770
5Januarius Gallanus fecit Neapoli 17—
6Januarius Gaglianus Alumnus Antonii Stradivarii fecit Neap. Ao 1760
7Gennaro Gagliano fecit Neap. 17…
8das Modell von Antonio Stradivari nach, nahm zuweilen höhere Wölbung, auch weitere und steilere ff-Löcher, schönes Holz, orangegelben oder rötlichen Firnis. Ein prachtvolles Violoncello von 1740, früher im Besitz des Marseiller Violoncellisten Champsor, kam in den Besitz von Bonnet in Paris, eines Verehrers und Kenners. Seine Instrumente vom Jahre 1730 bis 1750 sind ganz ausgezeichnet. Nach Giovanni de Piccolellis1) befindet sich in der Familie Gagliano eine handschriftliche Anweisung von seiner Hand, aber keiner seiner Nachfolger konnte den rötlichen oder orangegelben Firnis und den prachtvollen Ton erreichen; wahrscheinlich war es ein Geheimnis, irgend ein Besonderes, von dem der Erfolg abhängen musste und vielleicht hat Gennaro vergessen, es zu enthüllen. Seine Instrumente sind vor trefflich geeignet, die Konzertspieler alle Schwierigkeiten der Passagen überwinden zu lassen. Ein prachtvolles Violoncello Januarius Gaglianus Alumnus Antonij Stradivarij fecit
101) A. a. O.
11Niederheitmann-Vogel, Cremona. 4. Aufl.
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