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Scan 94
Cremona. Eine Charakteristik der italienischen Geigenbauer und ihrer Instrumente, 1919
14 lines. Read by computer on 27 September 2026. Printed page 56. See the scan on archive.org.
1GRAMINO [Grancino?], …, Mailand 1722.
2Gravi Gramino in Contrada
3larga di Milano 1722
4GRANCINO, Andrea, Mailand 1646. Man nimmt an, er sei der Vater von Paolo.
5GRANCINO, Giovanni (I), Mailand (?) 1682. Vielleicht von Giovan Grancino Andrea ein Sohn, der in Cremona lernte, aber in seiner Arbeit mehr Albani als Amati gleicht. Eine Geige von 1682 gehört Holm Viertel in Aachen.
6GRANCINO, Paolo, Mailand 1665—1690. Schüler von Nicola Amati, von dessen Einfluss er sich schwer befreien konnte. Spät erst arbeitete er selbständiger und eine grosse Anzahl seiner besten Instrumente wurden von Händlern mit Nicola Amati-Zettelngefälscht. Die längere, originelle Schnecke lässt sie aber leicht erkennen. Zu Zargen und Boden gebraucht er öfters Pappelholz, sein rotgelber Firnis ist sehr gut und schön. In seinen Violen überholt er sehr häufig den Nicola Amati. Im Instrumenten-Museum von Kraus, Florenz¹) befinden sich Arbeiten von ihm.
7GRANCINO, Giovanni Battista (I), Mailand, Ferrara
8Giov. Bapt. Grancino, Filius Paoli, fecit in Ferrara 16..
9Gia. Bapt. Grancino in Contrada Largha di Milano anno 1699
101690—1710. Er nennt sich selbst Sohn von Paolo. Arbeitete in Ferrara und übersiedelte dann nach Mailand.
11Sein Material ist in der Regel noch besser gewählt als das seines Vaters. Das Modell ist etwas flacher, die Arbeit sorgfältig, der Firnis tiefgelb oder orangerot, der Ton kraftvoll. Bis zu 2500 M. werden jetzt für seine Instrumente bezahlt.
12GRANCINO, Giovanni (II), Mailand * um 1675, † nach 1737. Zweiter Sohn und Schüler von Paolo, arbeitete anfänglich mit seinem Bruder. Der besten einer von den Mailändern. Bevorzugte kleineres Modell und verwendete schönes Holz, gelben oder braungelben Firnis. Die Wölbung ist breiter als bei Paolo, weniger hoch. Eine Violine von 1737 besitzt die Fürstl. Lobkowitz'sche Sammlung, Raudnitz bei Leitmeritz.
13¹) Siehe S. 45, Anm. 1.
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