Scan 105
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Caeste, Gaetano. — Cremona. 1660. 1680.
2Da die Wenigen, die seinen Namen erwähnen, ihre Quellen verschweigen, war es nicht möglich, etwas Näheres über ihn festzustellen. Er gehört vielleicht zur Familie Costa, ist aber in Cremona unbekannt.
4Caffarata. — ? 1840.
5Ein geschickter Italiener, von dem ich einen sehr guten Bass kennen lernte.
7Cahusac. — London. 1788.
8Er arbeitete fast nur mit den Söhnen von Banks gemeinsam; desshalb kommen Geigen mit seinem Namen äusserst selten vor. Er hielt sich an den deutschen Stil; sein Modell ist hochgewölbt. Die Einlage fehlt zwar, dagegen ist sein bernsteinbrauner Lack schön. Sein Sohn («Cahusac Son») ist als Verfertiger von Oboen bekannt geworden.
10Cailhe, Henri. — Charroux. Geb. 8. Aug. 1864.
11Geschäftstheilhaber seines Vaters J. B. Cailhe-Decante.
13Cailhe (Cailhe-Decante), Jean Baptiste. — Charroux. Geboren in Charroux d’Allier 10. Mai 1832.
14Schüler und Schwiegersohn von Jacques Decante, dessen Geschäft er 1858 übernahm und von Jenzat nach Charroux verlegte, nachdem er vorher von 1855—1857 in Paris und Lyon gearbeitet hatte. Er baute Leiern (Viellen) nach den Modellen seines Hauses und hat ihnen eine gefälligere Form und volleren Klang gegeben und auch den Saitenbezug verdoppelt. Er verwendet einen Spirituslack eigener Mischung. Seine Fabrik führt den Schild «a la vielle Bourbonaise». Auf seinen Zetteln findet man außer dem Namen seine zahlreichen Auszeichnungen angeführt.
16Caisser s. Kaiser.
18Calabri, Pier Vittorio di. — Ferrara. 1549. 1551.
19Ein Musiker, der auch Lyren gebaut haben soll. Vgl. Valdrighi 518 u. Anmerk. dazu.
21Calaca (Calace), Nicola und Raffaele. — Neapel. 1881. 1903.
22Söhne des Antonio C. Gehören zu den vielen Mandolinenmacher Neapels.
24Calar, Giovanni. — Rom. 1624.
25Ein in Rom ansässiger Lautenmacher, wahrscheinlich deutscher Abstammung.
27Calcagni (Calcanius), Bernardo. — Genua. 1710. 1750.
28Ein geschickter Meister, der von verschiedenen Kennern der Schule Guarneri’s zugewiesen wird. Wenn er auch zeitweise das Guarneri-Modell nachahmte, so nähert er sich mehr und mehr dem flachen Modelle Stradivari’s; nur um 1740, da er mit Pazarini verbunden war, scheint er das hochgewölbte Modell seines Genossen angenommen zu haben. Sein Holz ist schön und der Lack von rothgelber oder Goldorange-Farbe. Ein Ferdinando Calcanius, den Manche erwähnen, hat in Genua nicht gelebt*).
30*) Ein Tiberio Calcagni war ein florentinischer Bildhauer, der um 1560 bei Michel Angelo arbeitete.
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